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Kundgebung - Zeichen gegen Rechts

Forum haGalil - Board B: Veranstaltungshinweise der Leser: Wann, wo, was?: Kundgebung - Zeichen gegen Rechts
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   By AL on Unrecorded Date: Edit

Bunte Vielfalt statt braune Einfalt!
1. Mai Weimar
Aktionen gegen den Nazi Aufmarsch

Demonstration und vielfältige Aktivitäten werden dokumentieren, dass für Nazismus, Rassismus und Antisemitismus in Weimar keinen Raum geben darf.
Demo: 12 Uhr, Markt (am Rathaus)

Von interessierter Seite wird zur Zeit versucht die Demonstration, die vom DGB angemeldet wurde, als Kontrapunkt zu den mehr kulturell ausgerichteten Veranstaltungen verschiedener Initiativen zu konstruieren und zu kriminalisieren.
Es werden beispielsweise durch den Roewer-Apparat Gerüchte verbreitet, dass Gewaltbereite anreisen werden. Es ist tatsächlich davon auszugehen, dass genügend Provokateure (mit Gehalt) die Situation zuspitzen wollen.

Ich appelliere an alle, die an den 1.Mai-Aktionen in Weimar teilnehmen werden, sich dafür einzusetzen, dass AntifaschistInnen und AntirassistInnen sich nicht provozieren lassen.
In den letzten Wochen ist es gelungen mehr Menschen in den Aktivitäten gegen Faschismus und Rassismus in Thüringen einzubeziehen denn je zuvor.

-- Die Demonstration am 11. März in Erfurt als Reaktion auf den Naziaufmarsch und die Polizeiübergriffe mit 2000 TeilnehmerInnen und
-- die Aktivitäten nach dem Anschlag auf die Erfurter Synagoge am 20. April und die Menschenkette am 27.4. vor der selbigen mit ca. 500 TeilnehmerInnen

waren in diesen Dimensionen und Bündnisbreite nur möglich, weil mit den unterschiedlichen Positionen der BündnispartnerInnen sensibel umgegangen wurde und sich niemand hat durch die skandalösen Verdächtigungen und Kriminalisierung durch das Thüringer Innenministerium provozieren lassen.

In Weimar entwickelt sich die Chance ein wirkliches Exempel gegen Nazi-Aufmärsche zu statuieren.
Nämlich, dass durch die Vielfältigkeit der Aktionen auch die sogenannten NormalbürgerInnen dazu bewegt werden, sich gegen Rassismus und Nazismus zu positionieren. In dieser Bereite und Akzeptanz ist dies, zumindest für Thüringen, eine Einmaligkeit und beinhaltet die Chance es weiterzuentwickeln.

Natürlich gibt es Teile der Politik, die sich nur engagieren, weil sie nur um das Ansehen der Stadt besorgt sind und befürchten, dass die Einnahmen für die Tourismusbranche dadurch zurückgehen.
Aber nur mit einem Höchstmaß an Böswilligkeit kann man wegdiskutieren, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen, die in den letzten Wochen die verschiedenen Aktionen vorbereiten, ein Ziel haben, nämlich deutlich zu machen, dass Rassismus und Nazismus keinen Platz haben darf.

Wenn es eine wirkliche Chance gibt, Rassismus und Nazismus zu bekämpfen, dann ist Weimar der Beginn eines guten Weges, nämlich die Aktivitäten nicht nur auf einen kleinen Kreis aus den verschiedenen Spektren begrenzt.
Wer verhindern will, dass Nazis die Strassen und die Köpfe besetzen, sich Rassismus als Normazustand zementiert wird, muss um die Köpfe der Menschen ringen.

Wer am 1. Mai sich auf Provokationen einlässt bzw. diese nicht aktiv verhindert, wird bewirken,

-- dass das Konzept der Nazis, ob sie „marschieren“ dürfen oder nicht, aufgeht,
-- antirassistische und antifaschistische Aktivitäten in die Isolation getrieben werden,
-- die „law and order“-Fraktion in der Thüringer Polizei jeden Ansatz von Deeskalationskonzepten und Konsequenten Vorgehen gegen Neonazismus niedermachen wird
-- und das, was dem Innenministerium, mit der Verdächtigung der „Linken“, den Anschlag auf die Synagoge ausgeführt zu haben, misslungen ist, Erfolg haben wird.

Gemeinsam gegen Abschiebungen, soziale Ausgrenzung, Rassismus und Faschismus, in Weimar, Jena und anderswo!!!

Angelo Lucifero

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