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Synagogenbesuch
Forum haGalil - Board B:
Bnej Noah: Nicht mehr und nicht weniger...:
Synagogenbesuch
   
By karsten on
Samstag, den 10. Februar, 2001 - 18:18:
Edit | Gestern abend war ich hier in
Karlsruhe in der Synagoge. Hat mir gut gefallen.
Habe nur kein Wort verstanden und war damit
beschäftigt immer aufzustehen, wenn es die anderen
taten usw. Jetzt habe ich zwei Probleme.
1. ich möchte mehr über die Liturgie wissen(ich kann
mir ja nicht vorstellen, dass das jeden Schabbat
anders ist). Kann mir da jemand helfen? Wie kann ich
mich besser vorbereiten? 2. Ich will keinem auf
die Nerven gehen, will mich nicht aufdrängen, will
keinem respektlos erscheinen. Ich will aber auch
nicht dort hingehen und so tun, als ob ich Jude
wäre.- könnte ich ja eh nicht, sieht ja ein Bildner,
dass ich da nichts kapiere. - 3. Also, hat einer
eine Idee, wie da die korrekte Vorgehensweise wäre?
Allen eine gute Woche Karsten
   
By karsten on
Sonntag, den 11. Februar, 2001 - 17:46:
Edit | Hallo Anja, wollte Dir was
antworten auf Dein mail, ist aber wieder
zurückgekommen. schreibe bitte noch mal mit
einer anderen emailadr. danke karsten
   
By karsten on
Samstag, den 17. Februar, 2001 - 20:32:
Edit | Hier ist, was ich bis jetzt
habe. Den Teil 3, -Die Tefilla, das
Siebengebet-, allerdings verstehe ich nicht. Was
ist das genau? Jetzt habe wieder genau die
selben Probleme wie immer. Darf ich Gebete
sprechen, in denen Israel vorkommt? Wie vermeide
ich es Jude zu spielen? Was ist der richtige Weg für
einen Noahiden? Was darf ich und was nicht?
Wenn jemand weiterhelfen kann, würde mich das
freuen. Liebe Grüße Karsten
das Abendgebet am Shabbatvorabend in der
Synagoge besteht aus drei verschiedenen Teilen:
1.) Zunaechst wird der Shabbat begruesst, wobei
sechs Psalme (Ps 95-99, Ps. 29) vorgetragen
werden: der erste dabei haeufig im Wechselgesang
zwischen dem Vorbeter und der Gemeinde. Die
Psalme erweisen sich als ein Rueckblick der
sechs verstrichenen Tage. Darauf folgt das
Shabbatlied von Salomo Alkabez. Die ersten acht
Strophen beginnen mit den Buchgstaben seines
Namens: SchLo MoH - HaLeVi . Der zu Beginn
allein gesungene Kehrvers Auf, mein Freund,
der Braut entgegen, Königin Sabbat wollen wir
empfangen! folgt nach jeder Strophe. Zur
neunten und zehnten Strophe hin wendet sich die
Gemeinde um und verneigt sich vor der
einziehenden Koenigin. Mit den Shabbatpsalmen 92
und 93 endet der erste Teil, der Rabbiner haelt
dann eine Ansprache. 2.) Das Sch'ma Israel
wird durch einen Lobpreis und zwei
Segenssprueche ueber den Gott, der die Abende
herbeifuehrt und der sein Volk Israel liebt,
eingeleitet. Nachdem das Sch'ma Israel mit den
Worten Gepriesen seist du, Ewiger, der
Israel erloest hat geendet hat, folgt ein
Gebet um goettlichen Schutz zur Nacht.
Abgeschlossen wird der zweite Part mit der
Sabbatverkuendung. 3.) Die Tefilla, das
Siebengebet, bei dem die mittleren 13 Abschnitte
ersetzt werden durch einen Abschnitt zur
Heiligung des Shabbat, macht den dritten Teil
aus, der mit einem Segensspruch endet. Bei
Diasporagemeinden gibt es gegebenenfalls dann noch
einen vierten Teil: der Kiddusch, die Heiligung des
Shabbats durch Segenssprueche des Vorbeters ueber
einen Becher Wein. Der Kiddusch gehoert eigentlich
zur haeuslichen Feier. Frueher erhielten jedoch
die Armen und Fremden Unterkunft und Nahrung in
den Raeumlichkeiten der Synagoge. Somit war
dieser Kiddusch fuer die dort zum Abendbrot
Verbleibenden. Der alte Brauch besteht mittels
des Kiddusch bei einigen Gemeinden weiterhin
fort. Einige Gemeinden singen zum Abschluss das
Lied von den dienenden Engeln. (habe ich von
Olav bekommen)
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