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Wer lange genug im regen steht, wird irgendwann den Regenbogen entdecken.

Forum haGalil - Board B: Bnej Noah: Nicht mehr und nicht weniger...: Wer lange genug im regen steht, wird irgendwann den Regenbogen entdecken.
   By Karsten on Unrecorded Date: Edit

Wer lange genug im regen steht, wird irgendwann den Regenbogen entdecken.

[Genesis / Das erste Buch Mose]
9 1 Gott segnete Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen:
Fruchtet und mehret euch und füllet die Erde.
2 Eure Furcht und euer Schrecken sei auf allem Wildlebenden der Erde und allem Vogel des Himmels,
allem was auf dem Acker sich regt und allen Fischen des Meers,
in eure Hand sind sie gegeben.
3 Alles Rege, das lebt, euch sei es zum Essen,
wie das grüne Kraut gebe ich euch alles;
4 doch Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut sollt ihr nicht essen.
5 Jedoch euer Blut, das eurer Seelen, will ich heimfordern,
von der Hand alles Wildlebenden will ich es heimfordern,
und von der Hand des Menschen, für jedermann von der Hand seines Bruders heimfordern die Seele des Menschen.
6 Wer Blut des Menschen vergießt,
durch den Menschen werde vergossen sein Blut,
denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.
7 Ihr denn, fruchtet und mehrt euch, wimmelt auf Erden und mehrt euch darauf!
8 Gott sprach zu Noach und seinen Söhnen mit ihm, er sprach:
9 Ich aber,
da, ich errichte meinen Bund mit euch und mit euerm Samen nach euch
10 und mit aller lebenden Seele, die bei euch ist, Vogel, Herdentier und allem Wildlebenden der Erde bei euch,
allen die aus dem Kasten zogen, von allem Lebendigen der Erde.
11 Meinen Bund errichte ich mit euch:
nicht werde nochmals gerottet alles Fleisch von Wassern der Flut,
nicht geschehe nochmals Flut, die Erde zu verderben!
12 Gott sprach:
Dies ist das Zeichen des Bunds, den ich gebe
zwischen mich und euch und alljede lebende Seele, die mit euch ist, auf Weltzeit-Geschlechter:
13 meinen Bogen gebe ich ins Gewölk,
er werde Zeichen des Bunds zwischen mir und der Erde.
14 So seis:
wann Gewölk ich wölke über der Erde
und im Gewölk der Bogen zu sehn ist,
15 will ich meines Bunds gedenken,
der ist zwischen mir und euch und alljeder lebenden Seele von allem Fleisch:
nicht werde nochmals das Wasser zur Flut, alles Fleisch zu verderben.
16 Wenn der Bogen im Gewölk ist,
will ich ihn ansehn,
zu gedenken des Weltzeit-Bunds
zwischen Gott und alljeder lebenden Seele
von allem Fleisch das auf Erden ist.
17 Gott sprach zu Noach:
Dies ist das Zeichen des Bunds, den ich zwischen mir und allem Fleisch auf Erden errichtet habe.

   By Karsten on Unrecorded Date: Edit

Der Bund mit den Seelen wir zweimal erwähnt, der mit dem Fleische drei mal.
Warum?
Warum wird das überbetont? Auf dem Sinai mußte der Ewige den Israeliten auch zweimal den was über den Bund sagen. Einmal vor dem goldenen Kalb und einmal danach.
Warum alles zweimal?
Kann mir da einer weiterhelfen?
Danke
Gut Shabbes
Karsten

   By ammon on Unrecorded Date: Edit

Hi Karsten,

es spielt doch überhaupt keine Rolle ob der Bund, den unser Herr mit Noach, mit Abraham, mit Mose usw. gechlossen hat, einmal erwähnt, zweimal erwähnt oder gar dreimal erwähnt wird, es ist jeweils ein Bund! Nicht mehr und nicht weniger!

Auch wenn der Bund, den Gott mit Noach nur einmal erwähnt wäre, so würde dieser Bund an Bedeutung nicht geringer werden. Wiederholungen aber sind wichtig, weil unsere menschliche Natur nun mal mehr oder weniger vergeßlich ist.

Sehr wichtig ist, die Bündnisse zu verstehen und danach zu leben. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie oft er sich an die Bündnisse erinnern und wie er sie halten will, denn die Bündnisse, die Gott mit Noach und anderen geschlossen hat, beziehen sich nicht nur auf die jeweilige Person, sondern auch auf alle Nachkommen von Noach, Abraham und Mose.

Und da alles was vom Herrn kommt lebendig und dynamisch ist, wird der oder werden diejenigen, die die Bündnisse verstehen und danach leben wollen, um so mehr Erkenntnisse gewinnen und um so mehr gesegnet werden, wie sie bereit sind sich zu opfern und hinzugeben.

Der Herr lebt, er liebt uns und möchte, daß wir glücklich sind, frei sind und in Frieden leben, unter uns und mit unseren Nachbarn. Da aber unsere Nachbarn oft oder meistens von diesen Bündnissen nichts wissen wollen, und sich dementsprechend verhalten, wird der Stamm Juda und das ganze Haus Israel noch viel Arbeit bewältigen müssen, bis alle das verstehen können und wollen um sich zum Herrn zu bekennen.

Wir, die wir zu Israel gehören müssen auch bereit sein, Opfer zu bringen und Vorbild zu sein. So gesehen kämpfen wir an zwei Fronten: Einmal gegen unsere eigene irdische Natur und ein andermal gegen die irdische Natur unserer Nachbarn. Wir sind nicht besser, aber wir haben durch die Bündnisse bessere Möglichkeiten und sind näher dran. Denn Kinder Gottes sind wir alle!

Also, es spielt keine Rolle wievielemal, sondern wie, wann und in welcher Art und Weise den Bündnissen Rechnung getragen wird.

Liebe Grüße von "ammon"

   By Inge on Unrecorded Date: Edit

Hallo Karsten,
natürlich spielt es eine Rolle, wie oft etwas erwähnt und wiederholt wird. Das Prinzip der Wiederholungen findet sich in der Torah immer wieder und es ist ein Grund, warum das Studium der Torah auf ständiger Wiederholung basiert. Praktisch betrachtet, kann man sagen, es prägt sich alles besser ein, je öfter man es wiederholt. Aber es ist eine Mitzwah, die Torah zu studieren, selbst, wenn wir alles danach sofort wieder vergessen würden. Ziel ist nicht, die Torah auswendig zu beherrschen, sondern sich immer wieder ihrem Studium zu widmen. So wie G-tt sich immer wieder uns zugewandt hat und uns immer wieder den Bund versprochen hat, so sollen wir uns immer wieder dem Studium seiner Worte widmen.
Warum das Fleisch einmal mehr erwähnt wird, als die Seele, darauf konnte ich keinen Hinweis finden. Ich könnte mir vorstellen, dass das Fleisch durch die Sintflut akut gefährdet war und es ein zusätzliches Versprechen für Noach war, dass er und die Seinen diese Katastrophe überleben würden.

Viele Grüße!
Inge

Hallo ammon,
es ist sehr nett von dir, dass du dir die Mühe machst, so ausführliche Antworten zu schreiben, aber es macht nicht viel Sinn, auf jüdische Fragestellungen christliche Sichtweisen anzuwenden. Du bist natürlich herzlich eingeladen, hier die jüdische Sicht auf die Dinge zu lernen.

Viele Grüße
Inge

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