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Schabbat: aus den "alten" BN Forum
Forum haGalil - Board B:
Bnej Noah: Nicht mehr und nicht weniger...:
Schabbat: aus den "alten" BN Forum
Geschrieben von Awraham am 01.
Februar 2000 22:50:35: Als Antwort
auf: Schabbat geschrieben von shalom am 14. Januar
2000 14:50:49: Lieber Freund,
den Schabbat am eigenen Leibe zu erleben ist
einfach. Feiere ihn! Besorge Dir koscheren Wein oder
Schnaps. Lege zwei Chalot (Milchbrote, also
Rosinenbrote ohne Rosinen) auf ein Servierbrett,
hülle sie in ein Tüchlein (damit sie nicht
mit ansehen müssen, daß Du den Wein eher segnen
wirst als sie). Stelle zwei Kerzen vor die Brote
auf den Tisch in jenem Zimmer Deiner Wohnung, das
als das gemõtlichste gilt. Zünde am Freitag kurz vor
dem Einbruch der Dunkelheit zwei Kerzen an.
Sprich den einschlägigen Segen (Baruch ata Adonaj,
Elohenu Melech haOlam, ascher kiddschanu
bömizwotaw wöziwanu löhadlik ner schel schabbat
[gesegnet /bist/ Du, unser
allgegenwärtiger, ewiger G-tt, Herrscher der Welt,
der uns durch seine Gebote heiligt und uns befiehlt
die Kerzen des Schabbats anzuzünden]). Setz
Dich hin, lies in der Bibel, richte Deine Seele zu
Gott und horche in Dich hinein. Du wirst
die Welt um Dich walten und welten hören. Warte ab,
bis es ganz dunkel wird. Lege Salz auf den Tisch.
Schare die Deinen um Dich und sprich folgende Worte:
[ganz leise] Wajchi erew, wajchi woker, jom
haschischi. [laut und deutlich] Wajchulu
haschamajim, wö haarez, wö chol zöwaam, wajchal
Elohim bajom haschwii mölachto, ascher
assah. Wajischbot bajom haschwii mikol mölachto,
ascher assah. Wajwarech Elohim et jom
haschwii, wajkadesch otoh. Kiwo schawat mikol
mölachto, ascher barah Elohim laassot. (Gen 2:1-3)
Jetzt schenk den Wein in einen Kelch ein,
so daß es nur an einem Haar hängt, ob er überfließt.
Hebe den Kelch und sprich folgenden Segen:
Baruch ata Adonaj, Elohenu Melech haOlam bore pri
hagafen [gesegnet /bist/ Du, unser
allgegenwärtiger, ewiger G-tt, Herrscher der Welt,
Erschaffer der Trauben Frucht]. /Wenn Du statt Wein
koscheren Schnaps hast, spricht anstelle des vorigen
diesen Segen: Baruch ata Adonaj, Elohenu Melech
haOlam, schehakol nichje bidwaro. [Gesegnet
/bist/ Du, unser allgegenwärtiger, ewiger G-tt,
Herrscher der Welt, dessen Wort alles sein
läßt.]/ Die Deinigen sollten darauf erwidern: Amen.
Trink aus dem Kelch und reiche ihn an die
Deinen weiter, sie alle sollen aus ihm trinken. Habt
ihr alle getrunken, sprich folgenden Segen über den
höchsten Feiertag, den Du nun begehst:
Baruch ata Adonaj, Elohenu Melech haOlam, ascher
kiddschanu bömizwotaw wöraza wanu,
wöschabbat kodscho böahawa uwrazon hinchilanu
zikaron lömaasseh wöreschit, ki hu jom töchilah
lömikraeh kodesch, zecher liziat mizrahim, ki wanu
wacharta wöotanu kidaschta mikol haamim, wöschabbat
kodschöcha böachawah uwrazon hinchaltanu, baruch ata
Adonaj, mökadesch haschabbat. Wasche jetzt Deine
Hände, jede dreimal, ohne sie zu seifen, einfach mit
Wasser ab, so, daß Du das Wasser mit der einen Hand
von oben auf die andere fließen läßt und
sprich: Baruch ata Adonaj, Elohenu Melech haOlam,
ascher kiddschanu bömizwotaw wöziwanu al
nattilat jadajim [gesegnet /bist/ Du, unser
allgegenwärtiger, ewiger G-tt, Herrscher der
Welt, der uns durch seine Gebote heiligt und uns
befiehlt die Hände zu waschen]. Die Deinen sollen
Amen sagen. Enthülle jetzt beide Brote,
nimm sie in Deine Hand, das eine in die linke, das
andere in die rechte, drücke sie leicht
aneinander und sprich folgenden Segen: Baruch ata
Adonaj, Elohenu Melech haOlam, hamozi lechem min
haarez [gesegnet /bist/ Du, unser
allgegenwärtiger, ewiger G-tt, Herrscher der Welt,
der Du Brot aus der Erde hervorbringst].
Die Deinen sollten Amen sagen. Leg die Brote nun
wieder hin und bestreue sie mit Salz (Salz hat
reinigende Kraft und drückt Deine besondere
Hochachtung vor dem Schabbatfest aus), reiß
mindestens das eine Brot in Stücke und
reiche es einem jeden um Dich. Jetzt sollst Du
ausgiebig essen, in Deiner Hausgemeinschaft
aufgehen und so das Gebot der Nächstenliebe
erfüllen. Kérperliche Liebe mit Deinem Lebenspartner
in der Schabbatnacht gilt als besondere
Heiligung des Tages, denn sie erinnert an Gottes
allererstes Gebot. Böahawa uwschalom
Awraham
Bisher habe ich am Schabbat
immer Wasser getrunken. Ich trinke ja keinen
Alkohol und dachte, dass Wasser sicher der
bescheidenste Weg ist. Jetzt habe ich gelesen, dass
es ein spezielles Getränk, etwas anderes als
normaler weise die Woche über getrunken wird, sein
sollte. Um das Profane vom Besonderen zu
unterscheiden. Ein Freund hat mir gesagt, er
trinke am Schabbat koscheren Traubensaft. Kann
mir einer sagen, wie ich den erkenne bzw wo ich den
herbekomme ohne eine Weltreise unternehmen zu
müssen? Kennt einer ein Geschäft in der Nähe von
Karlsruhe oder Fulda? Karsten
Schalom Karsten, ich
sehe hier vier Möglichkeiten: 1. Du
besorgst Dir wirklich koscheren Saft, welchen es
aber (bisher) nur in entsprechenden Geschäften gibt
(ist Frankfurt in der Nähe von Fulda?). Einige
koschere Geschäfte in Deutschland versenden auch
ihre Waren. Hierzu kannst Du Dich auch an die
nächste Gemeinde wenden :-p, da diese oft
Sammelbestellungen/-einkauf machen. 2. Du
machst Dir den Saft selbst aus Trauben (auspressen).
3. Du trinkst doch Wein, da dieser mittlerweile auch
koscher in normalen Weinläden/Supermärkten mit etwas
Suchen zu finden ist. 4. Du machst Kiddusch
über das Brot (dieses sollter aber eigentlich die
Ausnahme/ein Notfall sein). Gut schabbes,
Oli
zB eine Kiste bestellen bei
DanEl Traubensaft - Israel/Frankreich 1 liter
ca. 10,00DM
http://www.koscher.net
Hallo Karsten zu Punkt
1 von Oli: Vielleicht hast Du ja Lust auf
einen Ausflug nach Frankreich, z.B. Strasbourg ist
ja bloss eine Stunde Zugfahrt von Karlsruhe
entfernt. Dort gibt es koschere
Einkaufsmöglichkeiten (nicht bloss Traubensaft und
Wein... :-) Gruss, Tonia
Hallo Tonia, danke für den
Hinweis. Ich war schon mal in Strasbourg, nur den
Laden habe ich nicht gefunden. Hast Du da evtl.
eine genaue Adresse und die Öffnungszeiten? Wenn's
geht auch von einem Fleischer? Danke Karsten
Hallo, was ist ein Rosinenbrot ohne Rosinen? Und was
ist ein Chalot (Plural von Challa?) Viele Grüße
Michael
   
By inge on
Mittwoch, den 14. Februar, 2001 - 01:23:
Edit | Hallo Michael, Challoth
sind besondere Brote zum Schabbat, die im Gegensatz
zu einfachem Brot mit Zucker, Öl und Eiern gebacken
und meist mit Mohn bestreut werden. Am Schabbat soll
alles ein bisschen besser, schöner, feierlicher
sein, deshalb werden für den Kiddusch und die
Mahlzeiten diese besonderen Challoth gebacken. Sie
schmecken übrigens ausgezeichnet
Rezept für Schabbatbrote Weitere Infos und
URLs zum Thema findest du im
Glossar jüdischer Begriffe Allerdings,
genau wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht,
machen ein Paar Challoth noch keinen Schabbat. Dazu
hier noch ein Erlebnisbericht, den ich sehr
lesenswert finde:
Schabbes bei Sathya Sai Baba Viele
Grüße! Inge
   
By karsten on
Mittwoch, den 14. Februar, 2001 - 11:50:
Edit | Schabbes bei Sathya Sai
Baba Liebe Inge, habe gerade den
Artikel von Iris gelesen. Ich kann mir das lebhaft
vorstellen. Ich habe mal in einer WG mit sg
Alternativen gelebt, oder zumindest dachen sie , sie
wären welche. Will gleich sagen, dass es liebe
Menschen sind und ich heute noch mit ihnen Kontakt
habe. (von einer Frau aus dem Studiengang meiner
Mitbewohner bin ich geheiratet worden) Alle in
der WG studierten Sozialarbeit oder Sozialpädagogik,
nur ich machte Betriebswirtschaft und Informatik.
Na ja, was die am Tage gelernt hatten, haben sie bei
mir am Abend ausprobiert. Alle waren auf der
Suche. Nach was? Ich weiß es nicht. Das lief so: ich
weiß nicht was ich will, aber davon will ich ganz
viel und sofort. Manche waren auf dem Weg zur
Weltrevolution, andere vertieften sich in fremde
Religionen. Ich glaube, es liegt daran, dass die
Menschen es nicht schaffen den christlichen
Kinderg-tt loszuwerden. Bei all den un- oder
schwer verständlichen Dogmen haben die Menschen
Probleme den Weg zur Spiritualität zu finden. Wenn
dann einer kommt und ihnen einen Weg zeigt, ist er
der persönliche Messias. Ich hatte es da einfacher,
ich wurde nicht mit einem Kinderg-tt verhunzt. Ich
bin irgendwann vor Jahren auf Bnai Noach gestoßen
und wußte: das ist es. Es hätte auch was anderes
sein können, war es aber nicht. Ich kenne
welche, die zahlen für ein Saunagang 200.- DM, nur
weil es einer Schwitzhütte nennt und ihnen erzählt,
dass sie dabei Manitu erfahren. Sind die Menschen
deswegen schlecht? Nein, natürlich nicht. Der
Mensch hat ein Grundbedürfnis nach Spiritualität.
Könnte er nicht akzeptieren, dass es etwas gibt, wie
immer er es bezeichnet, dass größer ist als er
selbst, er würde verrückt werden, zumindest aber
krank. Was mir noch dabei aufgefallen ist, es
sind meist Protestanten, die einen anderen Weg
suchen. Evtl ist das aber Zufall und nur in
meiner Umgebung so. Auf jeden Fall gibt es eine
Guru, Schamanen, Esoterik(christliche Kabbalah)
Industrie. Dort werden weltweit Milliarden
umgesetzt. Na und weil Juden auch keine besseren
Menschen als andere sind, gibt es welche, die da mit
verdienen wollen. Wenn es diese Menschen befriedigt,
-bin allerdings nicht der Meinung bzw habe nicht den
Eindruck, es würde die Menschen zufrieden machen -,
sollen sie doch machen was sie wollen. Wenn ein Jude
sich Rabbi nennt(ich glaube das ist kein geschützter
Titel) und solchen Unsinn verzapft, muß er das vor
HaShem verantworten. Natürlich sollte es keinen
daran hindern ihm es auch schon mal hier und in
diesem Leben zu sagen. Liebe Grüße
Karsten
Hallo Inge, vielen Dank für die Info und das
Rezept. Das Rezept werde ich einer Ökobackstube in
Bremen geben, wenn die es nicht backen sollten, dann
werde ich es versuchen. Viele Grüße Michael
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