Archiv bis und mit 21. Oktober, 2005
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Forum haGalil - Board A » MITTELEUROPA UND DIE WELT » Spalter Heiligenblut-Wallfahrt » Archiv bis und mit 21. Oktober, 2005 « Zurück Weiter »

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Schredl
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Veröffentlicht am Montag, 17. Oktober 2005 - 14:41 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Zum Artikel über die Heilig-Blut- Wallfahrt am 8. Oktober 2005 von Elisa Makowski und Peter Zinke in Hagalil:

Ich möchte mich Ihnen vorstellen:
Mein Name ist Erich Schredl und ich bin der katholische Pfarrer von Spalt – jener Pfarrgemeinde, von der die Autoren Antijudaismus berichten zu müssen meinen.
Ich klage die Autoren an: Sie wollten um jeden Preis Antijudaismus finden und hatten keinerlei Interesse an dem, was wir selbst mit der Wallfahrt meinten. So predigen die beiden Autoren Hass. Ich hasse den Hass.

Ich habe in Wien studiert. Als ich mit Strickmützchen im Park saß, sprach mich ein Fremder an, ob ich ihm vielleicht sagen könne, wo er die israelitische Kultusgemeinde fände. Er hatte wohl meine Mütze mit einer Kipa verwechselt. Meine Antwort damals: „Tut mir leid, ich bin ein Goj. Aber gleich bei dem koscheren Restaurant soundso ist eine Synagoge; dort können Sie fragen; ich bin öfter mal im Restaurant.“
BIN ICH ANTIJUDAIST?

Als ich mit Freunden Israel bereiste, besuchte ich auch die Westmauer. Während ich in einer der aufliegenden Bibeln blätterte, kam ein älterer Herr auf mich zu und fragte mich das Aleph-Bet ab. Als ich Sin und Schin verwechselte, klopfte er mir auf die Schulter, fragte mich nach meinem Herkunftsland und zwinkerte mir als Deutschem zu: „Musst öfter kommen und üben!“ Ich war tief berührt von seiner Versöhntheit.
BIN ICH ANTIJUDAIST?

An meiner Bürotüre hängt eine Mesusa.
BIN ICH ANTIJUDAIST?

Nachdem ich über Jahre versucht hatte im Religionsunterricht unseren Kindern nahe zu bringen, dass Jesu Abendmahl nicht ohne den Sederabend zu verstehen ist, las ich von der Bitte einer Kultusgemeinde, das Sedermahl nicht nachzuspielen. Seither setze ich mich in meiner Umgebung dafür ein, das Erbe unserer älteren Geschwister zu respektieren.
BIN ICH ANTIJUDAIST?

Erst letzte Woche wies ich in einer Ministrantenprobe meine Jugendlichen darauf hin, dass das ewige Licht, der Tabernakelschrein und ebenso Schmuckmantel und Krone des Allerheiligsten aus der jüdischen Synagoge stammen und die bleibende Verbundenheit der Christen mit ihrer Herkunft zeigen.
BIN ICH ANTIJUDAIST?

Der ideologische Hass, mit dem die Autoren – wohl recherchiert! – ausschließlich Aspekte auswählen, die zu ihrem Vor-Urteil passen, macht mich frösteln.

Sie predigen Hass. Ich hasse den Hass.

In meinem Gemeindebereich Spalt habe ich es nicht immer leicht. Noch immer werden alte braune Parolen von Alten und Jungen nachgeplappert. Wiewohl das - Gottlob! - nur noch vereinzelt geschieht, kämpfe ich durchweg dagegen an und bilde mir ein, mittlerweile auch ein klein wenig erreicht zu haben.
BIN ICH ANTIJUDAIST?

Umso mehr schmerzt mich der Ton dieses Artikels. Er entmutigt mich und raubt mir Kraft. Ist es denn im Interesse der Autoren, befreundete Kräfte zu schwächen? Sehen sie vor lauter Feindbildern nicht mehr, was Menschen vor Ort denken und was sie bewegt?
Wollen sie keine Freunde? Dessen klage ich die Autoren an.
Sie predigen Hass. Ich hasse den Hass.

Ich hoffe damit zur Genüge klargelegt zu haben, dass jedweder Antijudaismus bei mir an der falschen Stelle gesucht wird. Darf ich dann auch etwas zur fraglichen Wallfahrt sagen?

- Der Anstoß zu dieser Wallfahrt war zuerst einmal, dass wir (in der Kolpingsfamilie zu Spalt) den Ort als friedlich erlebten und dort Ruhe fanden. Es ist einfach schön dort. Gerade am See, der zu einem touristischen Trubelbecken geworden ist, wollten wir also bewusst einen Ort der Ruhe anbieten.
- Sofort war es uns bewusst, dass wir die unselige Ursprungslüge (als Legende bezeichnet) nicht außer Acht lassen dürfen und wollen; somit setzten wir uns genauer damit auseinander. Wir einigten uns darauf, die „Legende“ nicht durch ausführliches Wiedererzählen auch noch aufzuwerten (Lügen sollen nicht wiederholt werden; sonst findet sich immer jemand, der das auch noch versehentlich glaubt!). Aber erwähnen und gleichzeitig auf ihre Falschheit und die historisch-kirchliche Schuld hinweisen, das scheint uns notwendig. Das Schuldbekenntnis unseres verstorbenen Papstes Johannes Paul II und seine Worte von den „älteren Schwestern und Brüdern“ sind also durchaus zu uns nach Mittelfranken gedrungen! Mehr noch: Sie haben uns dazu ermutigt unser Wallfahrtskapellchen als Ort der Veröhnung zu verstehen.
- Von den Autoren in keiner Weise zur Kenntnis genommen wurde das neue Bild in der Kapelle, obwohl es im Artikel abgedruckt war. Das ist jammerschade, denn es zeigt, dass wir mit der erneuerten Wallfahrt nach Heiligenblut auch inhaltlich neue Wege gehen wollen, eben um die antijudaistische Geschichte nicht fortzuschreiben. Gerade dadurch, dass ein solcher Ort neuen Gehalt erhält, können alte Lügen ihre Bedeutung endlich ablegen. Doch damit wollten die Autoren sich offenbar nicht befassen.
Sie predigen lieber den Hass. Dessen klage ich die Autoren an. Ich hasse den Hass.
Lassen wir es nicht dabei. Ich bitte Sie:

Zeigen Sie Mut zu ehrlicher Auseinandersetzung und drucken Sie meine Erwiderung ab, bzw. stellen sie ins Netz (und bitte nicht verschämt an einer zu überlesenden Ecke). Falls Sie kürzen müssen, bitte ich um Rücksprache.
Des Weiteren lade ich die Autoren, Frau Elisa Makowski und Herrn Peter Zinke, ganz herzlich nach Spalt ein. Falls diese den Mut dazu nicht aufbrächten, feue ich mich über jede andere Person aus Ihrer Redaktion.

Kommen Sie nach Spalt!

Gehen wir zur Kapelle und gestalten wir dort ein gemeinsames interreligiöses Gebet; oder treffen wir uns mit der Kolpingsfamilie und tauschen wir unsere Überzeugungen und Erfahrungen aus; oder Sie gestalten im kommenden Jahr den Gang zu Kapelle mit. Gemeinsam mit Ihnen will ich gegen den Hass beten und Zeichen gegen den Hass setzen. Bitte kommen Sie!

Mit ehrlichem Gruß,

Erich Schredl, Pfr.
Am Kirchplatz 2
91174 Spalt
09175 / 77 9 88
spalt@bistum-eichstaett.de
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Rc_sylvester
****** Senior
Benutzername: Rc_sylvester

Nummer des Beitrags: 5157
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 00:01 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Guten Abend Pfarrer Schredl, danke für Ihre Stellungnahme. Zwecks Klärung, ob die Haltung der Autoren wirklich "Hass" war, wie Sie so sehr oft geschrieben haben, müsste der Artikel freilich vorliegen. Ich finde ihn trotz langer Suche aber nicht.

"Sehen sie vor lauter Feindbildern nicht mehr, was Menschen vor Ort denken und was sie bewegt? Wollen sie keine Freunde? Dessen klage ich die Autoren an. Sie predigen Hass. Ich hasse den Hass."

Das liest sich polemisch. Außerdem ist es unklar. An wen richtet sich Ihr Sie, an die beiden Autoren, an HaGalil oder an die Juden? An die Autoren richtet es sich wohl nicht, denn warum sollten sie sich durch ihre Artikel Freunde machen wollen. Aber einen Satz später nennen Sie sie.

Ferner ist es nicht besonders sachlich, zu schreiben, die Autoren (oder HaGalil, oder die Juden?) hätten Feindbilder, oder sie wüssten nicht, was die Menschen vor Ort denken - die Autoren, die Macher von HaGalil und auch die Juden, denke ich, sind alle Menschen und ebenso irgendwie vor Ort, nicht.

Tja, ich hoffe, dass jemand jetzt noch den Artikel findet, dann können wir die Sache versuchen zu klären.

Viele Grüße,
Robert
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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2856
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 07:00 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das ist der Artikel:

Spagat oder Eiertanz:
Wallfahrt nach Heiligenblut
Nach vielen Jahren nimmt das Bistum Eichstätt eine antijudaistische Wallfahrt wieder auf und distanziert sich zugleich von ihr

Von Elisa Makowski und Peter Zinke
Fotos: © Peter Roggenthin

Nur klein ist das Häuflein der Gläubigen am ersten Julisonntag zu unchristlicher Zeit vor der katholischen Kirche in der Hopfenstadt Spalt. Vielleicht dreißig Pilgerinnen und Pilger marschieren um 9 Uhr früh zunächst einen steilen Hügel hoch nach Großweingarten, uns ortsfremdes Paar finster ignorierend. Manche von ihnen wirken etwas kurzatmig, weshalb auch beim Hochsteigen auf das Beten verzichtet wird. Oben an der Bushaltestelle wartet jedoch eine ansehnliche fußfaulere Menge, die sich die Höhenmeter gespart hat.
[...]



Sehr geehrter Herr Pfarrer Schredl,

vorsorglich möchte ich Sie auf den folgenden Hinweis am unteren Ende der Hagalil-Informationsseite aufmerksam machen:

"Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln die Meinungen der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder."

Dies gilt zweifellos auch für den fraglichen Artikel, für dessen Inhalt die Hagalil-Herausgeber nicht verantwortlich sind. Sie müssten sich mit Ihrer Beschwerde direkt an die Verfasser wenden.

MfG
Monika
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Perry
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Benutzername: Perry

Nummer des Beitrags: 784
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 08:22 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Eine Stellungnahme der Autoren Elisa Makowski und Peter Zinke würde mich sehr interessieren.
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Rc_sylvester
****** Senior
Benutzername: Rc_sylvester

Nummer des Beitrags: 5161
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 12:49 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Stefan, das würde mich auch interessieren, aber es scheint, dass mit dem Artikel* alles gesagt ist. Die Autoren haben sich ausführlich mit der ursprünglichen antijüdischen Hostienfrevel-Legende auseinandergesetzt und sie äußern auf klare Weise ihr Unverständnis, weshalb gerade diese Wallfahrt wiederbelebt worden ist, denn dadurch könnten erneut antijüdische Einstellungen bei den Teilnehmern erweckt werden. Von Unsachlichkeit entdecke ich in dem Artikel keine Spur, geschweige denn von Hass.

Jedoch schrieb Pfarrer Schredl:
"...jener Pfarrgemeinde, von der die Autoren Antijudaismus berichten zu müssen meinen. Ich klage die Autoren an: Sie wollten um jeden Preis Antijudaismus finden und hatten keinerlei Interesse an dem, was wir selbst mit der Wallfahrt meinten. So predigen die beiden Autoren Hass. Ich hasse den Hass."

Die Autoren äußern sich an keiner Stelle über die Pfarrgemeinde. Sie äußern sich nur über diese Unternehmung der Wallfahrt und über deren Hintergrund. Gleichfalls äußern sich die Autoren ausschließlich über Antijudaismus in Verbindung mit der ursprünglichen Hostienlegende, nicht jedoch bezüglich den Teilnehmern an der Wallfahrt und natürlich auch nicht bezüglich der Pfarrgemeinde.
Es kann, wie ich finde, auch keine Rede davon sein, dass die Autoren "um jeden Preis Antijudaismus finden" wollten. Leider muss man kaum nachsuchen, um solchen in sämtlichen alten Hostienfrevel-Legenden aufzufinden, ob man nun gerne will oder nicht.
Zuletzt noch einmal zum "Hass": Es geht aus dem Artikel keinesfalls hervor, dass die Autoren solchen predigten. Mir wird nicht ersichtlich, woher Pfarrer Schredl jedoch seine Meinung hat, dass das so sei.

___________________
* Monika, wie hast Du den Artikel denn gefunden? Ich habe ausgiebig nach allen relevanten Stichworten gesucht, auch nach "Heiligenblut", aber da kam nichts.
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Mm207
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Nummer des Beitrags: 2858
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Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 13:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Er steht noch auf der Eingangsseite, rechts unten, unter "Deutschland - Allgemein".
Mit der Suchmaschine habe ich auch manchmal meine Probleme.
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Perry
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Benutzername: Perry

Nummer des Beitrags: 785
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 14:57 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Stimmt Robert von "Hass predigen" konnte ich im Bericht über die Wallfahrt nichts entdecken. Ich habe mir den Artikel jetzt einige mal durchgelesen. Erinnert mich mehr an einen kritischen "Monitor" Beitrag, mehr nicht. Pfarrer Schredls Beitrag ist in diesem Falle halt die Gegendarstellung.

Bezüglich des Schlußsatzes im Artikel: Weswegen jedoch nicht gelernt wurde, diese antijudaistische Traditionswallfahrt einzustellen und stattdessen – das Pilgern boomt – irgendwo andershin zu wandern, erschließt sich dem Zuhörer nicht, hätten die Autoren vielleicht einfach mal den Pfarrer von Spalt, Herrn Schredl ansprechen können.Das hätte evtl. einige Missverständisse ausräumen können. Fragen kostet ja nichts.
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Rc_sylvester
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Nummer des Beitrags: 5165
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Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 15:11 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Schon, Stefan, aber hat Pfarrer Schredl denn die Wallfahrt organisiert? Er ist bestimmt an der Organisation beteiligt. Habe aber keine Ahnung, in welcher Form.

Immerhin ist mit Tourismus (also auch mit Wallfahrten) die Einnahme von Geld verbunden. Das ist sicher nichts Schlechtes, denn mitten auf dem Land gibt es nicht besonders viel davon. Jedoch gäbe es bestimmt andere Möglichkeiten, die Wirtschaft von Spalt ein bisschen anzukurbeln, etwa eine Wallfahrt woanders hin, nicht gerade zum Ort einer Lügenlegende...
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Rage
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Nummer des Beitrags: 874
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Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 19:06 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

bestimmt befand sich vor urzeiten auf der stelle, wo jetzt die ersatzkapelle zur erinnerung (was denn sonst?) der oblatenschändung (was denn sonst?!) steht, eine donareiche oder ein kreuzpunkt von leylines oder tief unten im erdreich eine stinkende gasblase, an der sich druiden und deren maiden berauschten zum bedröhnten weissagen. das sollte unbedingt erforscht und mit mitteln des erzbistums und unter der befürwortenden ägide der ökumene gesponsert werden.

im klartext: der herr pfarrer Schredl darf gerne seinen anti-antijudaistischen weg weitergehen und seinen haß, den er so vehement auf die personifizierten objekte seines angaaschemanz projiziert, in weitere projudaistische projekte stecken. aber bitte ganz, ganz weit weg von tatsächlich existierenden und an seinen bedürfnissen so schnöde vorbeilebenden Jüdinnen und Juden. und von mir, damit's auch schön persönlich bleibt.

Ildi
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Wernerl
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Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 02:39 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

lieber herr pfarrer schredl,

wenn Sie einmal hier waren, werden Sie ja vielleicht noch ein weiteres mal hier vorbeischauen, wenn nicht, um zu schreiben, dann wenigstens, um zu lesen.

ich sage Ihnen zu der ganzen angelegenheit folgendes: ich erwarte von der kirche als in einem akt der bemühung um moralische wiedergutmachung, dass sie den antijudaismus aus ihren lehren verbannt, dass sie offen und transparent den versuch unternimmt, sich und ihre lehren von ausdrücklichem wie unausgesprochenen antijudaismus zu befreien, ich erwarte ferner die erkennbare bemühung um eine systematische und gewissenhafte aufklärung um das geschehen der letzten ca. 1.900 jahre, origines und laterankonzil inklusive.
letztlich ist das eine frage des willens.

wenn Sie hass und ungehaltensein miteinander verwechseln, machen Sie es sich zu einfach.



zur lektüre empfehle ich:

1) den katechismus der kath. kirche, münchen/wien 1993:
§1734: "fortschritt in der tugend, erkenntnis des guten und askese stärken die herrschaft des willens über das tun"


2) rittner, smith, steinfeld (hrg.): "the holocaust and the christian world: reflections on the past, challenges for the future"
new york 2000

3) zwi - bacharach, walter: "anti-jewish prejudices in german catholic sermons"
lewiston n.y. 1993

4) isaac, jules: "the teaching of contempt: christian roots of antisemitism"
n.y. 1964

5) bücker, vera: "die schulddiskussion im deutschen katholizismus nach 1945"
bochum 1989

6) cohen, jeremy: "the friars and the jews: the evolution of medieval anti-judaism"
ithaca, n.y. 1982



wernerl
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Wernerl
* New Member
Benutzername: Wernerl

Nummer des Beitrags: 29
Registriert: 09-2005
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 02:44 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

ein kleines postscriptum noch:

die vermessenheit Ihres schreibens beginnt bereits einen satz VOR dem hass-vorwurf:

"...und ich bin der katholische Pfarrer von Spalt – jener Pfarrgemeinde, von der die Autoren Antijudaismus berichten zu müssen meinen."...

was haben Sie sich eigentlich bei dieser formulierung gedacht?

w.
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Jochanan
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Benutzername: Jochanan

Nummer des Beitrags: 1023
Registriert: 11-2003
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 07:17 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Noch einmal langsam. Der Bericht scheint objektiv nicht gegen des Pfarrers Projekt als solches, sondern gegen den Historischen Hintergrund der Walfahrt gerichtet zu sein. Ich nehme, mangels besseren Wissens, an, der Herr Pfarrer habe die Walfahrt selbst vorbereitet. Ich gehe davon aus, er habe es getan, um seine Gemeinde frömmer zu machen, als sie ist, sie enger zusammen zu bringen, als sie ist, kurz: er hatte die besten Absichten, und darauf kann er stolz sein.

Nun scheint dieses Heiligenkreuz ein Ort zu sein, der für Juden, auch durch Tradition dieser Walfahrt, unangenehm ist. Das, darüber sollten wir uns klar sein, muß dem Pfarrer nicht unbedingt bekannt sein. Er, so unterstelle ich, wollte uns nicht beleidigen, wie auch wir uns darüber klar sein sollten, daß Christliche Wahlfahrten fremder Dienst und mithin außerhalb unseres Focus sein müssen.

Aber er ist, mir scheint, doch jemandem auf die Zehen gelatscht. Dem tats weh und er schrie gepeinigt auf. Verwundert, auch etwas beleidigt, blickt der Herr Pfarrer in die Runde, denn er fühlt sich schuldenfrei. Er fühlt sich ungerechtfertigt angegriffen, nimmt Stellung. Und zwar dort, wo er angegriffen wurde. Das ist sein absolutes Recht. Also, mit rotem Kopf stürzt er an seiner Messusa vorbei ins Büro (denkt er dabei ans enthaltene A'' Echad, küßt er sie?), und schreibt eine Entgegnung, in die er alles packt, was ihm zu seiner Verteidigung einfällt. Vielleicht etwas wütend, aber reinen Gewissens. Leider, und das wird sehr deutlich, verschiebt sich die Sache damit auf eine persönliche Ebene (oder wars das vorher schon? Ist der Artikel, die Schilderung der individuellen Frömmigkeit beim Aufstieg, zum Beispiel, nicht auch ein ganz kleines bißchen tendenziell?).

Auf dieser Ebene kann man sich nicht drüber unterhalten, ob man eine Wahlfahrt nach Heiligenkreuz machen darf, oder nicht. Aber wenn wir alle, die wir hier schreiben, einen Gang zurück schalten (vermessenheit, Haß projiziert), bereit sind, die Hintergründe der Wahlfahrt zu analysieren (bin ich nicht, ich melde mich mithin ab), sachlich zu argumentieren, vielleicht könnte man durchaus zu beiderseitigem Verständnis kommen?
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etienne
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Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 01:51 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hier wird eine Wallfahrt wiederbelebt, die nachweislich auf antijudaistischen Tendenzen gegründet worden ist.
Da sind zwei Autoren, die sich kritisch damit auseinander setzten und darüber informieren - und schon wieder sind die Juden schuld?
Ich fasse es nicht wie diese ekelhaften alten Werkzeuge immer und immmer wieder auf fruchtbaren Boden pflügen und Hass gedeihen lassen. Und dann kommt der Herr Pfarrer klagt an und beklagt sich wie schlecht man ihm mitgespielt hat - doch mein "lieber", "guter" Herr Pfarrer Schmiedl ich empfinde Sie durch Ihren Brief als Antijudaist.
Und wieder einmal schäme ich mich Christ zu sein.
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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2860
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 11:59 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Im Grunde ist es wenig sinnvoll, über den Protest des Pfarrers und die Zusammenhänge dieser Wallfahrt zu diskutieren, wenn man (wie ich und vermutlich die meisten Mitdiskutanten) nicht mehr darüber weiß, als in dem Artikel steht. Der Bericht spiegelt die Recherchen und die Meinung der Verfasser wider, nicht mehr und nicht weniger. Eine fundierte Diskussion ist auf dieser Grundlage noch nicht möglich.

Meiner Meinung nach gehört die Erwiderung des Pfarrers Schredl gar nicht hierher, sondern ist direkt an Hagalil bzw. die Autoren gerichtet, und kann auch nur von ihnen beantwortet werden.

Monika
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Wernerl
* New Member
Benutzername: Wernerl

Nummer des Beitrags: 30
Registriert: 09-2005
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 14:33 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

wieso ist das wenig sinnvoll, und wieso ist eine fundierte diskussion jetzt noch nicht möglich?

das laterankonzil und seine folgen ist/sind eine historische tatsache.

ort und zeit der wallfahrt auch. alles daten und fakten.

jetzt: gehirn anschalten und nachdenken. das müßte ausreichen, um die intentionen der wallfahrt-organisatoren/innen kritisch zu hinterfragen, um es mal milde auszudrücken.

w
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Rc_sylvester
****** Senior
Benutzername: Rc_sylvester

Nummer des Beitrags: 5181
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 15:40 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Sicher, Wernerl.

Es wäre jedenfalls begrüßenswert, wenn der Pfarrer oder andere Katholiken aus der Hierarchie sich daran beteiligten, nicht?

Es würde in diesem Forum ja sonst eher nicht so sehr mit allgemeiner Freude aufgenommen werden, über fremden Dienst (Jochanan) zu reden, aber in der Hinsicht ist das was Anderes, denke ich.
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Erich Schredl
Unregistered guest
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 20:33 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Erstmal vielen Dank, dass Sie von Hagalil meinen Artikel (und noch dazu so offen) veroeffentlicht haben.

Vielleicht zur Klaerung einzelner Fragen:

Herr Zinke hat sich bei mir bereits gemeldet und wir sind dabei einen Termin auszumachen, an dem wir uns direkt aussprechen koennen. Darauf freue ich mich.
Die Schiffswallfahrt habe nicht ich organisiert, sondern die Dioezesanstelle fuer Tourismuspastora. Ich selbst nahm daran teil, auch die vier Ministranten "nahm ich mit".
Die erste Wallfahrt, die durch die beiden Autoren beschrieben wurde, war allerdings von mir mitinitiiert.
Bei der Wallfahrt nehmen wir kein Geld ein, das spielt also dabei keine Rolle.

Der Ton meines Artikels ist sehr anklagend und emotional. Diesen Ton habe ich bewusst gewaehlt, um einem provokativen Ton eine gebuehrende Frechheit entgegenzusetzen. Nun sind wir ins Gespraech gekommen - das freut mich ECHT! Und nun denk ich geht es darum einander zuzuhoeren und uns einander geduldig verstaendlich zu machen. Der aggressive Ton meines Artikels ist durchaus authentisch: Es hat mir wirklich weh getan.

Eines war manchen unklar: Spreche ich Hagalil an oder die Autoren? Angesprochen habe ich durchweg die Autoren, denn den Satz, dass die Redaktion durchaus andere Meinung haben kann, habe ich tatsaechlich gelesen.
Aber mir ging es auch darum, dem Forum Hagalil meinen Schmerz deutlich zu machen.
Bleiben wir in Kontakt und Auseinandersetzung.
Uebrigens habe ich mich zwischenzeitlich ein wenig in Hagalil "durchgeblaettert" und finde Ihre Seite sehr informativ. Gut, dass es Euch gibt!

mfG, Erich Schredl (Pfarrer von Spalt)
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Erich Schredl
Unregistered guest
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 20:38 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ach, noch etwas:
Nein, ich kuesse die Mesusa an meiner Buerotuere nicht.
Da ich nicht Jude bin, steht mir das nicht zu. Ich faende es eine Missachtung, wenn ich Ihre Braeuche nachahmen wuerde, und doch weiter meiner Religion anhinge.
Ich beruehre die Mesusa jedoch und rufe mir das Sch'ma Jisroel in Erinnerung. Geht das in Ordnung fuer Sie?
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Rc_sylvester
****** Senior
Benutzername: Rc_sylvester

Nummer des Beitrags: 5188
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005 - 23:04 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Guten Abend Pfarrer Schredl, gut, dass Sie sich melden. "dem Forum Hagalil meinen Schmerz deutlich zu machen", schreiben Sie. Hätte dieser Schmerz etwas mit dem Schmerz über die Aufwärmung einer Lügenlegende zu tun?,

fragt ganz unprovokant
Robert
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Satyarani
*** Member
Benutzername: Satyarani

Nummer des Beitrags: 413
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 04:26 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Nein RC Sylvester,

es schmerzt ungemein als Anti-Judaist bezeichnet zu werden, allzumal einem eine dunkle deusche Periode vor 60 Jahren nicht minder zuwider ist, als Ihnen vermutlich auch. Man wird ganz offiziell und ohne Wimperzucken in einen Topf mit Massenmördern geworfen. Mir zumindest ist sowas zuvor nie passiert und es tut gewaltig weh und wirkt regelrecht erschütternd.

Ja es gibt tatsächlich Deutsche, die Gewalt und Egoismus (oder kollektiven Egoismus, welchen die Nationalsozialisten ja praktizierten) in JEDER Form verabscheuen und bei denen das Gewahrwerden der deutschen Geschichte viele schlaflose Nächte und tiefe Betroffenheit ausgelöst hat. Die Folgen auch für Deutsche Nachgeborene sind durchaus ernst und das ist auch natürlich so. Das ist authentisch und bewegt sich durchaus jenseits Ihres Schubladensystems. Ein schlechtes Gewissen und der Wunsch nach Wiedergutmachung sind nicht nur aufgesetzt und opportun, sondern entspringen durchaus einem tiefen authentischen Wunsch, zumindest bei einer ganzen Reihe von Menschen. Gleichwohl gibt es nicht wirklich eine Wiedergutmachung. Die Toten können nicht mehr aus Ihren Gräbern. Man kann nur seinen Beitrag leisten, daß solcher Ungeist hoffentlich keine Chance mehr hat.

Aber vermutlich ist es kontraproduktiv, wenn ich Herrn Schredl zur Seite springe, habe ich mich doch hier auch (und das war durchaus ziemlich schmerzlich) daran gewöhnen müssen dauernd als Antisemitin bezeichnet zu werden, weil ich nicht davon lassen will die Behandlung der Palästinenser als falsch, grausam und ungerecht zu bezeichnen, nicht weniger falsch und grausam als die Selbstmordattentate auch. (nur sind die mehr ein grausiger Ausdruck der Ohnmacht und Hilflosigkeit und nicht von irgend einer demokratisch legitimierten Staatsräson). (Für mich stellt diese Kritik übrigens in letzter Konsequenz eine 'Selbstkritik' dar, Selbstkritik, weil ich Nutznießerin eines ökonomisch mächtigen, und zur Demokratie tatsächlich befreiten Landes bin, welches nicht nur in der Schuld ob seiner Vergangenheit steht, sondern auch ein enger Verbündeter Israels ist).

Christina

Um noch etwaige mögliche Mißverständnisse zu klären, ich kritisiere nicht die Partnerschaft zwischen Israel und Deutschland als solche (ganz im Gegenteil), deswegen kann ich aber die Besatzung immer noch nicht gutheißen. (und wenn Israelis es problematisch finden, daß Deutschland und Israel so kurz nach dem Krieg/in den 50ern/ partnerschaftliche Beziehungen aufnahmen, kann ich das auch gut nachvollziehen)

Christina
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Satyarani
*** Member
Benutzername: Satyarani

Nummer des Beitrags: 415
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 05:16 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich habe mir eben den Artikel durchgelesen und so 'hasserfüllt' finde ich ihn auch nicht.

Ich kann mir aber vorstellen, daß das den Pfarrer Schredl kalt erwischt hat, mit solchem 'Veracht' behaftet zu werden und so wie er sich darstellt ist er vermutlich so auch nicht richtig.

Ich gehe auch davon aus, daß sein Bemühen und sein Wunsch einen Beitrag zu Aufklärung und Versöhnung zu leisten aufrichtig sind. Wenn er den Artikel als 'hasspredigend' bezeichnet, dann vermutlich weil ihn dieser 'mögliche Vorwurf' erschüttert hat.

Anti-Judaismus ist gesellschaftlich verpönt und das ist auch gut so. Gleichzeitig sind die Grenzen natürlich fließend, was jemand wann, wo und warum tut, da kann man vieles reininterpretieren und der Projektion sind Tür und Tor geöffnet. (Sei's hier im Forum, bei anti-jüdisch/christlichen Fossilien oder wem auch immer)

Auf die Legende in einem Artikel als solche hinzuweisen und die Frage zu stellen, ob das legitim ist diese Wallfahrt, wenn auch in anderer Form ???, wieder einzuführen, das finde ich schon in Ordnung. Es ist auch in Ordnung, wenn Pfarrer Schredl seine Intentionen hier zur Diskussion stellt.

Ein schlechtes Gewissen ist bei vielen Deutschen da, vermutlich auch bei Pfarrer Schredl und bei mir übrigens auch, auch wenn mir das hier vermutlich kaum jemand glauben wird. Das ist eine verzwickte Sache, weil man ja trotzdem selber gar nichts getan hat. Und damit muß man eben leben.

Wenn man das ganz bewusst tut, und das dann gewissermaßen, als sein Kreuz auf sich nimmt, dann bringt es einen schon aus der Fassung, Anti-Judaismus vorgeworfen zu bekommen.

So ist das halt, menschlich eben, auch wenn es so ein 'kaltes' Thema ist.

Christina

Noch was zu Pfarrer Schredl,

'ich hasse den 'Hass' ist ein Problem, ist aber immer noch 'Hass'.

Jesus lehrte auch dem Hass mit Liebe zu begegnen, aber damit sind wir wohl in aller Regel etwas überfordert.

Christina

Und noch mal zu RC Sylvester,

ganz unprovokant -

es schmerzt, wenn man den Eindruck hat, daß solche Legenden wieder aufgewärmt werden könnten. Das ist sicherlich so, und es ist, wie ich denke, berechtigt danach zu fragen und es ist gut zu sprechen.

Ganz unparteiisch
Christina
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Miriam
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Benutzername: Miriam

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Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 08:24 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Sehr geehrter Herr Pfarrer,

ich habe Ihr Schreiben definitiv so verstanden, dass Sie nur die Autoren angesprochen haben. Ich denke das war klar verstaendlich !

Nein, sicher sind Sie absolut kein Anti-Judaist.
Bleiben Sie gelassen!

Ich denke Sie sprechen bestimmt mit Ihren Schaefchen (nicht zynisch gemeint!) ueber die Urspruenge, ueber anti-Judaismus, und eben ueber die dunklen Seiten der Wallfahrtsorte usw.
Sie kennen sich da natuerlich besser aus, als ich.

Ich finde es schoen und sehr wichtig, dass Sie Ihren Gemeindemitgliedern die Zusammenhaenge erklaeren ! Schaden kann es mit Sicherheit nicht.

Schauen Sie doch immer wieder mal hier vorbei.
Oder besser noch: Lassen Sie sich doch registrieren, dann sind Ihre Beitraege in einer Sekunde freigeschaltet.

Ach ja, HaGalil veroeffentlicht immer wieder Artikel aus verschiedenen Sichtweisen. Einfach um nicht einseitig zu sein. Zum Glueck.

Freundliche Gruesse
Miriam (nicht-juedisch)
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Rage
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Benutzername: Rage

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Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 09:39 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Mir zumindest ist sowas zuvor nie passiert und es tut gewaltig weh und wirkt regelrecht erschütternd.

warum, Christina, tut es dir gewaltig weh, wenn es dir doch gar nicht passiert ist?!

Selbstmordattentate auch. (nur sind die mehr ein grausiger Ausdruck der Ohnmacht und Hilflosigkeit und nicht von irgend einer demokratisch legitimierten Staatsräson).

da bringst du doch was ziemlich durcheinander, Christina, meinst du nicht auch? oder sollen wir bei unserem schubladenspiel die selbstmordattentate und das wiederauflebenlassen von antisemitischen wallfahrtspraktiken als von dem gleichen geist der verzweiflung und der ohnmacht geleitet betrachen? ach nee - die bayerische staatsräson trägt da auch noch mit dran rum, wie ich rausfinden durfte:

Ausschüttungen 1990 der Bayerischen Volksstiftung

Kaplan Reinhard Pasel, Spalt, Druckkostenzuschuss für sein Buch "Heiligenblut bei Spalt - Geschichte einer Wallfahrt"

in den statuten der bv steht übrigens, daß

"Bei der Vergabe von Unterstützungs- und Förderbeträgen werden vorzugsweise die Antragsteller bedacht, die mit Idealismus und hohem Engagement für ihre kulturelle Umwelt Aufgaben übernommen haben, die nicht ohne Weiteres staatlich gefördert werden."


oha!

zitat Miriam:
Ich denke Sie sprechen bestimmt mit Ihren Schaefchen (nicht zynisch gemeint!) ueber die Urspruenge, ueber anti-Judaismus, und eben ueber die dunklen Seiten der Wallfahrtsorte usw.

tun Sie das, Herr Pfarrer Schredl? sprechen Sie darüber auch mit Eva Ehard, die seit einigen monaten die aktion "offene kapelle" durchführt und neben gottesdiensten in der kapelle, die von ihrer Kolpingsfamilie erbaut worden ist, auch regelmäßig wallfahrten dorthin organisiert?

ich will mal jenseits jedweder polemik erklären, warum ich mich so über Sie aufrege. weil Sie dem antisemitismus in ihrer umgebung so halbherzig entgegentreten. und ich vermute mal stark, daß es genau dieser vorwurf ist, mit dem Sie sich auch im stillen kämmerlein auseinandersetzen - so von ich zu mir. heißt sowas auf klardeutsch nicht: lippenbekenntnis...?

was mir auch noch auffällt, ist das fehlen jeglichen verständnisses für die belange der autoren des artikels und der jüdischen leserInnen. Sie sind berührt, aufgeregt, empört?! oh ja, sicher. wegen sich selbst. aber (RC-Sylvester sprach es schon an):

hatte dieser schmerz etwas mit dem schmerz über die aufwärmung einer lügenlegende zu tun? ?!

ich seh's nicht!


Ildi
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Wernerl
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Benutzername: Wernerl

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Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 15:00 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

liebe miriam und christina, wäre es nicht erquicklich, wenn wir ein wenig beim thema und seinen direkteren ableitungen blieben.

eine dieser ableitungen ist: wann begreift der klerus, daß es gute gründe dafür gibt, bestimmte dinge zu unterlassen und andere dinge zu tun.

dem artikel entnehme ich, daß der begreifensprozeß eingesetzt hat. er ist aber keineswegs weit genug fortgeschritten.

ps: ich stelle mit meinen beiträügen keineswegs zur diskussion, was juden tun oder getan haben, sondern ich stelle zur diskussion, was christen tun oder getan haben. verweise auf israel und palestina finde ich in diesem zusammenhang irritierend.

w.
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Satyarani
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Benutzername: Satyarani

Nummer des Beitrags: 419
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Veröffentlicht am Freitag, 21. Oktober 2005 - 06:52 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

warum, Christina, tut es dir gewaltig weh, wenn es dir doch gar nicht passiert ist?!

Das ist seltsam Rage, hast Du noch nicht mitbekommen, daß ich hier ständig als Anti-Semitin und mittlerweile gar als Vorhut irgend eines brauen Trupps (RC Sylvester) bezeichnet werde?

Aber es stimmt schon, wie auch Wernerl natürlich nicht ganz zu Unrecht anmerkt, ist das eine Abschweifung. Ich verstehe auch die Irritiation, darüber was der Nah-Ostkonflikt mit der Wallfahrt zu tun hat.

Ich habe aber nur dargelegt, warum ich hier ständig solche Unterstellungen auf mich ziehe, und die Gründe sind andere, als die vom Herrn Schredl.

Ich persönlich kann aus der kurzen Diskusion bislang den Fazit ziehen - Ich sehe keinen Grund den Einsatz des Pfarrers für Versöhnung anzuzweifeln, ich kann aber auch verstehen, daß solche eine Wallfahrt manch jüdischem Mitbürger unangenehm aufstößt. Ich kann mir auch vorstellen, daß ihn das kalt erwischt hat und er wirklich weder die Intention hatte irgendwas 'wieder aufleben' zu lassen, sondern wie er eben versichert einfach den Ort schön fand.

Vielleicht sollte man sie wirklich besser lassen, freilich braucht es dafür keinen erhobenen Zeigefinger und kein Verbot. Vielleicht tut auch die veränderte Form hier genüge. das müsste man klären. Wie es aussieht, werden sich Autor und Pfarrer ja treffen, dann können sie das am Besten unter sich klären.

Nachdem die Diskusion hier angestoßen ist, wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob dabei was raus kommt und was.
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Miriam
****** Senior
Benutzername: Miriam

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Veröffentlicht am Freitag, 21. Oktober 2005 - 07:04 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Herr Werner ? Wo bitteschoen habe ich eigentlich in Bezug auf den Herrn Pfarrer, Israel und Palaestina verquickt ??
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Satyarani
*** Member
Benutzername: Satyarani

Nummer des Beitrags: 420
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Freitag, 21. Oktober 2005 - 07:07 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam,

da hat er vermutlich explizit mich gemeint.

Christina
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ich eben
Unregistered guest
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 14:21 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Guten Tag,
ich wollte zu dem Thema auch mal ausnahmsweise meine Meinung mitteilen. Ich finde naemlich den Beitrag oder Leserbrief von Pfarrer Schredl wenig konstruktiv.
Sie unterstellen den Autoren des von Ihnen kritisierten Artikels Hass und das ist ja eigentlich ein ziemlich schwerwiegender Vorwurf mit dem Sie beeindruckend freizuegig um sich werfen. Alle paar Zeilen wiederholen Sie "Ich hasse den Hass". Kaennen Sie das mal praezisieren? Was meinen Sie denn mit Hass? Wo in diesem Artikel kommt etwas von Hass vor? Ihr Beitrag ist sehr unsachlich.

Sie verwenden vier Fuenftel ihres Briefes darauf einen Vorwurf zu entkraeften den ueberhaupt nie jemand erhoben hat, naemlich den Sie seien Antijudaist. Wer wirft Ihnen das denn vor? Im letzten Fuenftel Ihres Beitrags gehen Sie dann mal eben als waers das Unwichtigste von der Welt auf den eigentlichen Artikel ein. Einen wirklichen Grund fuer diese Wallfahrt koennen Sie da aber auch nicht liefern. Sie schreiben sinngemaess: "Die Luft ist da so gut!"

Ist das ein ausreichender Grund eine Wallfahrt wieder aufzunehmen deren Ursprung auf etwas zurueckgeht was man schlicht als Luegenmaerchen bezeichnen kann? Sicherlich war der Holocaust kein katholisches Unternehmen, trotzdem muss man sich doch die Frage stellen warum die Schoah ausgerechnet in einem Land stattgefunden hat mit einer jahrhundertelangen christlichen Tradition. Warum haben so viele Katholiken geschwiegen? Vielleicht weil man sie in den vorangegangenen Jahrhunderten mit Wallfahrten dieser Art und anderen "Traditionen" von einer "Sonderrolle" der Juden ueberzeugt hatte oder es ihnen eingeimpft hatte?

Die Katholische Kirche heute ist sehr gut darin sich als Opfer darzustellen. Auf einer katholischen Seite wie kath.net ist schon mal die Rede von "Millionen (im Dritten Reich) ermordeter Christen und Juden". Nicht zu vergessen bspw. Edith Stein. Warum wurde Edith Stein ermordet? Weil sie Katholikin war? Doch wohl eher weil sie Juedin war. Trotzdem wird sie gerade von katholischer Seite gern als Paradebeispiel des ermordeten katholischen Widerstaendlers gefeiert. Die Kirche graebt Wiederstandskaempfer und "Wiederstandskaempfer" noch und noecher aus. Manchmal fragt man sich wer eigentlich "Heil Hilter" geschrieen hat. Wird dabei aber nicht haeufig vergessen dass nicht nur Edith Stein eine (konvertierte) Katholikin war sondern auch Hitler?

H. hat bis zu seinem Ende treu und brav seine Kirchensteuer bezahlt. Ueber dem Eingang von Ausschwitz hing ein Kreuz (Hans Kueng erwaehnt das in seinem Buch ueber das Judentum). Der Herr Hohmann zaehlt die Juden die an der Oktoberrevolution in Russland beteiligt waren quasi einzeln auf. Wenn man das gleiche mit den Nazis und den Katholiken machen wuerde, was wuerde sich da wohl fuer ein Bild ergeben? Wie viele Katholiken waren am Naziregime beteiligt? Finden Sie, Herr Pfarrer, dass man da einfach so weiter machen kann, als waere nie etwas gewesen?

Die tieferen Ursachen fuer den Holocaust und dafaer dass so viele geschwiegen haben die findet man nur wenn man auch die Religion mit in seine Rechnung einbezieht. Auch wenn es fuer Sie schwer zu verdauen sein mag aber die Ursachen fuer die Shoa findet man schon im sog. Neuen Testament. Pilatus waescht stellvertretend fuer das Roemische Reich seine Haende in Unschuld und findet "keine Schuld an diesem Mann", dafuer muessen die Juden die gesamte Schuld auf sich laden. Dieses Neue Testament ist sehr tendenzioes, man kann das wohl nur aus der Zeit heraus verstehen. Es ging den Schreibern darum den Vorwurf von Seiten der Roemer zu entkraeften die Christen seinen Reichsfeinde, auch hatte man wohl schon das damals noch ehrgeizige Ziel zur Staatsreligion aufzusteigen. Aus diesem Grund wurden die Roemer entlastet und die Juden belastet. Aber diese "Schuld" hat sich im Laufe der Jahrhunderte verselbststaendigt und unzaehlige Juden sind ihr zum Opfer gefallen.

Ihre "frohe Botschaft" war fuer viele Juden keineswegs eine frohe Botschaft. Gerade Christen werfen Muslimen haeufig vor der Islam sei eine kriegerische Religion, im Koran wuerde der Krieg legitimiert usw. Dem wird dann die angeblich so friedliche und naechstenliebende christliche Botschaft entgegengestellt. Die Wahrheit ist doch aber dass das Evangelium ebenfalls "schwarze Flecken" enthaelt. Es wird zwar nicht zum Krieg aufgerufen dafuer aber ein ganzes Volk verflucht. "Sein Blut komme ueber uns und unsere Kinder". Wenn man diese Sachverhalte bedenkt muss man da nicht Konsequenzen ziehen? Oder zumindest in Erwaegung ziehen?
Aber alles was sie machen ist mit dem Vorwurf des Hasses um sich zu schmeissen.

Wenn sie ein Jude sind und sich an einer Diskussion in einer ganz normalen Tageszeitung beteiligen und mal zu einem juedischen Thema etwas kritisch Stellung nehmen dann dauert es nicht lange und es flattern ihnen anonyme Briefe ins Haus. Ist mir mehrmals passiert. Sowas ist Hass. Wenn Sie bedroht werden ihre Kinder bloede angelabert werden, dass ist Hass, denn da ist kaum etwas Konstruktives dran zu erkennen. Aber an dem Artikel dieser Journalisten? Wo ist da Hass? Wer wird da bedroht? Findet da keine sachliche Argumentation statt?

Herr Pfarrer! Zwei Bitten haette ich an Sie.

Erstens, erklaeren Sie mir doch bitte wo in diesem Artikel Hass anzutreffen ist. Und zweitens erklaeren Sie mir bitte warum man eine Wallfahrt aufrecht erhaelt die nicht auf Wahrheit und Wahrhaftigkeit beruht? Ist das Christentum so beliebig dass es keine Rolle spielt ob etwas wahr oder falsch ist, wenn nur die Luft gut ist?
Ist die gute Luft wichtiger als die Wahrheit?

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