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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2730
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Veröffentlicht am Freitag, 01. Juli 2005 - 13:28 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

9. November 1969:
Das abgespaltene Attentat

1969 wollten West-Berliner Linksradikale die "Reichskristallnacht" nachinszenieren. Bislang existierte für diese Tat kein Ort im Gedächtnis der Linken.
Von Stefan Reinecke

Am 9. November 1969 deponiert ein junger Mann im Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße in Berlin eine Bombe. Sie soll um 11 Uhr 30 explodieren. Aber die Bombe funktioniert nicht. Ein Draht ist verrostet.
Der Täter wurde seitdem im Dunstkreis des Kommune-1-Gründers Dieter Kunzelmann und der antizionistischen Linken vermutet. Ein Flugblatt der "Tupamaros West-Berlin" verkündete, dass solche Aktionen "nicht mehr als rechtsradikale Auswüchse zu diffamieren sind. Aus den vom Faschismus vertriebenen Juden sind selbst Faschisten geworden, die in Kollaboration mit dem US-Kapital das palästinensische Volk ausradieren wollen." Kunzelmann schreibt ein paar Tage später: "Fest steht: Palästina ist für die BRD und Europa das, was für die Amis Vietnam ist. Die Linken haben das noch nicht begriffen.
[...]
All das ist lange bekannt. Gleichwohl existiert für diese Tat - ebenso wenig wie für das mutmaßlich von Linksradikalen verübte Attentat auf ein israelitisches Altersheim in München, das 1970 sieben Menschen das Leben kostete - kein Ort im historische Gedächtnis der Linken.
[...]


"Es gab Antisemitismus bei militanten Linken"
Der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar über Israel als Feind subkultureller Linksradikaler und judenfeindliche Züge in der RAF.

[...]
Auch die Attentäter um Kunzelmann verstanden sich 1969 als aufrechte Antifaschisten. Verstehen Sie wie man als Antifaschist am 9. November eine Bombe ins Jüdische Gemeindehaus legen kann? Können Sie diesen Widerspruch erklären?

Es wurde nicht als Widerspruch gesehen. Wenn man den Text von Ulrike Meinhof zu dem Olympia-Attentat auf israelische Sportler 1972 liest, findet man darin eine Fusion von Antifaschismus und Anitsemitismus. Sie definiert diese Morde ja als antifaschistische Tat. Wir haben es also mit einem antifaschistisch auftretenden Antisemitismus zu tun.
[...]
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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2731
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Veröffentlicht am Freitag, 01. Juli 2005 - 13:40 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Aus dem Essay von Wolfgang Kraushaar in der FAZ vom 28.06.05:

Dies ist keine Bombe
Der Anschlag auf die Jüdische Gemeinde in Berlin vom 9. November 1969 und seine wahren Hintermänner

Am Vormittag des 9. November 1969 kamen vor dem in der Berliner Fasanenstraße gelegenen Jüdischen Gemeindehaus rund 250 Menschen zusammen, um der Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht von 1938 zu gedenken. Unter sie hatte sich ein fünfundzwanzigjähriger Mann gemischt, der in einem über die Schulter gehängten Mantel eine Bombe mit sich führte. Er begab sich zu der im ersten Stock des Gebäudes gelegenen Garderobe und steckte den Sprengsatz in einem unbeobachteten Moment in einen hinter der Theke befindlichen Getränkeautomaten. Danach verließ er umgehend das Gebäude. Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung waren ahnungslos. Erst am Morgen des folgenden Tages entdeckte eine Reinemachefrau, die sich durch ein Ticken beunruhigt fühlte, den Sprengsatz. Er wurde bald darauf von der Polizei entschärft.

Schon bald wurde bekannt, daß am Abend des 9. November im „Republikanischen Club“ ein Bekennerschreiben verbreitet worden war. Unter der Überschrift „Schalom + Napalm“ bekannten sich offenbar radikale Linke zu dem Anschlag und zur Beschmierung verschiedener Mahnmale für NS-Opfer. Solche „Aktionen“, hieß es in dem Flugblatt, seien „nicht mehr als rechtsradikale Auswüchse“ zu begreifen, sondern als „entscheidendes Bindeglied internationaler sozialistischer Solidarität“. Aus den von den Nazis vertriebenen Juden, die in Israel Zuflucht gefunden hätten, seien „selbst Faschisten“ geworden.

Die Unterstützung des „zionistischen Israel“ durch die „faschistische BRD“ müsse „zerschlagen“ werden. Linke Solidarität müsse nun den Palästinensern gezollt werden – als Beitrag zum Kampf gegen den „Weltimperialismus“. [...]

Der Täter war der Ex-kommunarde Albert Fichter. Er war im Spätsommer 1969 zusammen mit vier anderen „Haschrebellen“ nach Jordanien gefahren. Nach einer Autofahrt über Tausende von Kilometern wurden sie von Arafat persönlich empfangen. [...]

Die Gruppe der Bombenleger nannte sich nach dem Vorbild einer lateinamerikanischen Guerrilla-Organisation „Tupamaros West-Berlin“. Ihr Kopf war nicht nur nach Fichters Aussage der aus Bamberg stammende Dieter Kunzelmann, Begründer der seinerzeit aufsehenerregenden „Kommune I“. [...]

Der Beginn des Kapitels „Stadtguerrilla“ unter bundesdeutschen Vorzeichen war identisch mit einem antisemitischen Anschlag.
[...]
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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2732
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Freitag, 01. Juli 2005 - 14:10 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Der gesamte Text kann hier nachgelesen werden:
Dies ist keine Bombe
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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2735
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Sonntag, 03. Juli 2005 - 21:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Bombe im Bewusstsein
Kraushaars neues Buch über linken Antisemitismus
VON HARRY NUTT

[...]
Kraushaars Studie ist ein materialreiches Kompendium, das mitten hineinführt in einen in diesem Ausmaß bislang nicht zur Kenntnis genommenen linken Antisemitismus. Dessen Ur-Szene ist der versuchte Anschlag auf das Jüdische Gemeindehaus in der Berliner Fasanenstraße vom 9. November 1969. [...]

Teile der Linken litten an einem "Judenknax" (Kunzelmann) und habe dies mit terroristischen Aktivitäten ausmerzen wollen. Nach dem Sechstagekrieg von 1967 wird eine ausdrücklich linke, antizionistische Position tragfähig.
[...]
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Valters
** Junior
Benutzername: Valters

Nummer des Beitrags: 212
Registriert: 10-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 03. Juli 2005 - 21:40 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Unter diesem Link ist der Artikel von Harry Nutt vielleicht noch etwas länger (Monate) abrufbar.

Valters
(wieder im virtuellen Lande...)

EDIT: Den Schlußsatz möchte ich gerne noch herausheben:


Es wäre wohl schon sehr viel gewonnen, wenn Kraushaars Buch zum Anlass einer ernsthaften Selbstaufklärung der Linken genommen werden könnte.



(Beitrag nachträglich am 03., Juli. 2005 von Valters editiert)
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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2740
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2005 - 16:12 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Rainer, wenn du wüsstest!
Der Anschlag auf die Jüdische Gemeinde am 9. November 1969 ist nun aufgeklärt - fast. Was war die Rolle des Staates?
Gerd Koenen

[...]
Man verfehlt aber den ganz eigenen, mörderischen Drive dieses linken Antizionismus, wenn man ihn in die altvertraute Figur eines reinen Judenhasses auflöst. Er war Teil eines latent totalitären Weltbildes, in dem es von "Schweinen" jeder Art - Kapitalistenschweinen, Nazischweinen, Amischweinen, Zionistenschweinen - wimmelte. Der Anschlag auf das Jüdische Gemeindehaus sollte als ultimative Provokation auch der eigenen Szene dienen, um deren angeblichen (philosemitischen) "Judenkomplex" und "hilflosen Antifaschismus" zu überwinden. So das erklärte Kalkül der Initiatoren des Anschlags.

Aber dann war da eben "noch jemand" am Werk, der offenbar ein eigenes Kalkül verfolgte. Die Bombe war, wie man lange vermutete und Kraushaar nun mit Zeugen und Dokumenten belegt, das Fabrikat eines Agent provocateur des Berliner Verfassungsschutzes, des sattsam bekannten Manns mit dem Hütchen, Peter Urbach.
[...]
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Kikarabin
* New Member
Benutzername: Kikarabin

Nummer des Beitrags: 79
Registriert: 06-2005
Veröffentlicht am Dienstag, 19. Juli 2005 - 10:00 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

http://www.taz.de/pt/2005/07/18/a0173.nf/text

Antisemitische Obsessionen

Wolfgang Kraushaars Buch "Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus": ein einziger Bösewicht und viele Verführte? Kritische Nachbemerkungen zu einem Buch, das eines der letzten Geheimnisse aus der Frühzeit des linksradikalen Terrrorismus enthüllt
VON MARTIN KLOKE
Selten ist ein Buch aus der Feder eines Alt-68ers so gefeiert worden: Von der FAZ bis hin zur SZ verneigen sich die Rezensenten bewundernd vor einem Autor, dem es gelungen ist, eines der letzten Geheimnisse aus der Frühzeit des linksradikalen Terrrorismus zu enthüllen. In der Tat haben die Recherchen des Politologen Wolfgang Kraushaar ein Trio infernale zutage gefördert: Peter Urbach als einen im Solde des Verfassungsschutzes stehenden Bombenlieferanten, Albert Fichter als Bombenleger und Dieter Kunzelmann als mutmaßlichen Drahtzieher des fehlgeschlagenen Anschlags vom 9. November 1969 - Zusammenhänge, die sich Szeneangehörige bislang nur hinter vorgehaltener Hand zugeraunt hatten. Die polizeiliche Sprengung eines Duplikats der Bombe ergab den schrecklichen Befund: Wäre die Bombe explodiert, hätte sie nicht nur das Gemeindehaus der Berliner Juden, sondern auch viele der 250 Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht "zerfetzt". Der dem linksradikalen Berliner 68er-Biotop entstammende antisemitische Anschlag hätte - nur 24 Jahre nach Ende des Naziterrors - für eine menschliche und politisch-moralische Katastrophe sorgen können, die die innere Entwicklung der postfaschistischen Bundesrepublik in ihren Grundfesten erschüttert hätte.

Ist es pietätlos, eine fulminante Enthüllungsstory wie diese mit kritischen Nachbemerkungen zu versehen? Dass Kraushaar die linke Deutsch-Israelische Studiengruppe in "Studiengesellschaft" umbenennt, mag ein Tippfehler sein. Dass er den von den Nazis ins Exil getriebenen Adorno posthum zum "jüdischen Philosophen" ernennt, lässt erste Zweifel an historiografischer Sorgfalt aufkommen. Irritierend ist auch die teilweise schludrige Rezeption des Forschungsstandes sowie ein eigenwilliges, weil inkonsistentes Personenregister. Ärgerlich wird es indes, wenn Kraushaar mit der Präsentation von Flugschriften aus dem subkulturellen Milieu der linksradikalen "Underground"-Presse bzw. aus autobiografischen Testimonials stillschweigend den Eindruck erweckt, als seien diese Dokumente allesamt erstmals in einer wissenschaftlichen Untersuchung veröffentlicht worden.

Kraushaar wundert sich, dass die Ereignisse jener Wochen und Monate im Post- 68er-Diskurs bis heute nicht angemessen wahrgenommen worden seien. Und merkt nicht, dass er selbst die Motive für das Verdrängungsbegehren weiter Teile einer ehemals politisierten Studentengeneration liefert und verkörpert: Zu Recht begreift Kraushaar die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus als "Konstituens" des bewaffneten Kampfes linksradikaler Couleur; doch er reduziert seine Darstellung im Wesentlichen auf den auch im Kommunen-Alltag offen judenfeindlich agierenden Dieter Kunzelmann. Hier der bodenlose Schurke Kunzelmann und sein "Schuldabwehrantisemitismus" samt mutmaßlichen arabischen Komplizen - dort jene verführten Antizionisten wie Albert Fichter und andere tragische Gestalten, degradiert zu kiffenden Nebenfiguren. Fichter selbst führt seine antijüdische Bombentat auf eine "Psychostresssituation" zurück, tiefenpsychologisch aber auch auf die angeblich diskriminierende Behandlung durch einen "österreichischen Juden" im israelischen Kibbuz - er wähnt sich als Opfer einer jüdischen Bespitzelungsaktion.

Peinliche Selbstentlastungsversuche dieser Art kommentiert Kraushaar nicht. Er geht noch einen Schritt weiter: In einem taz-Interview bekennt er, dass "bei militanten Linken unter dem breiten Schutz des Antifaschismus auch blanker Antisemitismus Platz hatte" - doch nimmt er von dieser Erkenntnis die nicht terroristischen Segmente der Neuen Linken aus. Zwar streift er im Buch auch das "israelkritische" und schließlich antizionistische Selbstverständnis des SDS sowie die hässliche "Kampagne" gegen den israelischen Botschafter Asher Ben-Nathan; doch unterscheidet er zwischen der "nur" ideologischen Ausrichtung der APO und der "politischen Praxis" der "Stadtguerilla". "Es ist nicht auszuschließen …", so Kraushaars Wunschprojektion, dass die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus den "Tupamaros Westberlin" um Kunzelmann eine "Exkommunikation aus der Neuen Linken" beschert haben könnte.

Fakt aber ist: Seit 1969 geronn der neudeutsche Antizionismus in Teilen der progressiven Linken zu einer hermetisch abgeriegelten Weltanschauung, weit über die von Kraushaar ins Visier genommenen gewaltbereiten Milieus hinaus. Zeitweise veröffentlichte der SDS die triumphalistischen Fatah-"Militärkommuniqués" zu "erfolgreichen" Terroraktionen in Israel. An einer PLO-Konferenz im Dezember 1969 in Algier nahmen illustre Figuren wie der damalige SDS-Vorsitzende Udo Knapp, der heutige Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit und auch Joschka Fischer teil. Sicher ist, dass in den dortigen Reden der "Endsieg" über Israel beschworen und eine Atmosphäre der Gewalt verbreitet wurde. Antiisraelische "Widerstandsgruppen" und "Palästinakomitees" sprossen wie Pilze aus dem Boden. Dutzende Initiativen agitierten gegen "US-Imperialismus und Weltzionismus" und riefen zur Zerschlagung des "zionistischen Gebilde ,Israel'" auf.

Gleichwohl scheut Kraushaar eine tiefergehende und womöglich schmerzhafte Selbstreflexion. Er weigert sich, die offensichtlichen Korrelationen zwischen neulinkem Antizionismus und traditionellem Antisemitismus als das zu bezeichnen, was sie waren und sind: ungeschminkte Manifestationen antisemitischer Obsessionen. Aus Furcht vor "Pauschalisierungen" hält er Antisemitismus in der APO allenfalls im Modus des "Möglichen" bzw. in Form eines "antisemitischen Latenzzusammenhanges" für real. Doch es kommt noch ärger: In seinem Exkulpationsbegehren versteigt sich Kraushaar zu der These, nicht die Jüdische Gemeinde, sondern die aus Sicht der linksextremen Guerilla wankelmütige und potenziell reformistische Linke sei der "eigentliche" Adressat des Terroranschlags im Jüdischen Gemeindehaus gewesen-eine schwer nachvollziehbare Gedankenakrobatik.

Weitere Fragen bleiben: Wann entschuldigt sich Albert Fichter bei der Jüdischen Gemeinde - jenseits einer lauen, von Selbstrechtfertigungen strotzenden "Lebensbeichte"? Fängt der "Verfassungsschutz" nun endlich ohne Wenn und Aber an, seine historische Mitverantwortung für die Entfesselung des linksradikalen Terrorismus zu untersuchen? Was hat Tilman Fichter, den langjährigen Referenten des SPD-Parteivorstandes, bewogen, das Geheimnis seines jüngeren Bruders für sich zu behalten? Fragen, für deren Beantwortung sich auch die Berliner Justizbehörden interessieren müssten. Dass ihre Ermittlungsakten "verschollen" sind, lässt Böses ahnen. Es gibt offenbar Kreise, denen eine Strafvereitelung noch immer gelegen käme.

taz Nr. 7718 vom 18.7.2005, Seite 16, 231 TAZ-Bericht MARTIN KLOKE

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