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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 3094
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Freitag, 17. März 2006 - 15:24 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Michael,

Der Zusammenbruch der DDR hat leider die ganze Jämmerlichkeit ihrer Vorstellung von Sozialismus in einem solchen Ausmass zu Tage treten lassen, dass sich das linke Lager in Deutschland m.E. bis heute nicht recht von diesem Schock erholt hat.

Diese Jämmerlichkeit des Realsozialismus in der DDR und im gesamten Ostblock hätte (und hat) man schon viele Jahrzehnte früher erkennen können.

Eine wirklich faszinierende Lektüre bietet das Buch "Ein Gott der keiner war" (Philo Verl. 2005), das Beiträge von sechs "linken" Intellektuellen enthält, die sich einmal der kommunistischen Ideologie verschrieben hatten und später erkannten, welchem Irrtum sie unterlegen waren. Es ist bereits 1950 (!) erschienen.

In der Kurzbeschreibung (amazon) heißt es:

In "Ein Gott der keiner war" beschreiben sechs Intellektuelle ihre "Bekehrung" zum Kommunismus und ihre Gründe für die spätere Abkehr. Das Bindeglied zwischen den sechs äußerst verschiedenen Persönlichkeiten - drei Schriftstellern und drei Journalisten - ist, daß sie alle den Kommunismus erwählten, weil sie bereit waren, "bourgeoise Freiheiten" zu opfern, um den Faschismus zu bekämpfen, und weil sie - insbesondere nach den Moskauer Prozessen und dem Hitler-Stalin-Pakt - ohne Einbindung in den Apparat ihre Enttäuschung artikulieren und individuelle Konsequenzen ziehen konnten. Die autobiographischen Essays, intern gegliedert nach "Die Aktivisten" (Arthur Koestler, Ignazio Silone, Richard Wright) und "Gläubige Jünger" (André Gide, Louis Fischer und Stephen Spender), erschienen 1950 in einer Hochphase des Kalten Krieges und wurden in erster Linie als Zeugnisse des Anti-Kommunismus gelesen, einem Verdikt, das die meisten Autoren überwiegend bis heute aus dem linken intellektuellen Diskurs eliminierte. Es ist erstaunlich, wie schmerzlos im Vergleich zu diesen Autoren 1989 an den meisten westlichen Intellektuellen vorbeigegangen ist. Nehmt und lest!
(Die Hervorhebung der Namen stammt von mir)

Monika
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Mibu_21
* New Member
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 111
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Freitag, 17. März 2006 - 15:58 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Monika,

danke für den Tip, klingt interssant.
Irgendwie hab' ich das Gefühl, dass in den '50ern, spätestens Ende der '60er ein Lücke zwischen bornierter Orthodoxie und skrupellosem Pragmatismus aufgegangen ist, die inzwischen zu einem recht unübersichtlichen Graben geworden ist.

Michael
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Antje
* New Member
Benutzername: Antje

Nummer des Beitrags: 40
Registriert: 04-2005
Veröffentlicht am Freitag, 17. März 2006 - 16:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

ja, das ist wirklich ein guter Tip, danke Monika!

Michael, was meinst Du mit der Lücke zwischen bornierter Orthodoxie und skrupellosem Pragmatismus? Die Orthodoxie der K-Gruppen und auf der anderen Seite den Pragmatismus der SPD und Gewerkschaften?

Antje
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Mibu_21
* New Member
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 113
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Freitag, 17. März 2006 - 16:32 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Antje,

ja, in etwa. Es gibt eigentlich noch etwas mehr Richtungen, und innerhalb der SPD/Gewerkschaften meine ich vor allem den rechten Flügel (Seeheimer Kreis etc.) ...

Michael
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Alita
* New Member
Benutzername: Alita

Nummer des Beitrags: 63
Registriert: 02-2004
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 21:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo,
einer unserer Leser hat uns folgenden Brief der Stadtverwaltung Halberstadt zukommen lassen, den er als Reaktion auf seine Zuschrift bekam.
Grüße von Andrea

"Sehr geehrte Damen und Herren,

mehr als 300 E-Mails * zum Teil sehr emotional geprägt - haben die Stadtverwaltung im Zusammenhang mit dem Konstantin Wecker Konzert erreicht. Auch wenn die Stadtverwaltung Halberstadt der falsche Adressat ist, was die Kritik über das nicht stattgefundene Konzert betrifft, möchten wir auf die E-Mails reagieren.

Der Pauschalverurteilung zu einer rechtsradikal ausgerichteten Stadt ist aufs Schärfste entgegenzutreten. Eine derartige Diskriminierung haben weder die Stadt noch ihre Bürger verdient. "Wir bieten Schutz und Informationen bei rassistischen und faschistischen Übergriffen." Aufkleber mit diesem Schriftzug in deutscher, englischer und russischer Sprache hängen seit Jahren an beiden Eingangstüren des Halberstädter Rathauses und an vielen anderen öffentlichen Gebäuden. Denn die Stadt Halberstadt hat sich bereits im Mai 2001 der Aktion *Noteingang" angeschlossen und diese unterstützt.

Das couragierte Auftreten tausender Halberstädter im Bündnis gegen Gewalt - das zeichnet unsere Stadt aus. Halberstadt ist ein Ort, an dem jüdische Geschichte über Jahrzehnte von Nichtjuden bewahrt wurde, wo 1992 ein Denkmal an die ermordeten jüdischen Mitbürger errichtet wurde. Halberstadt hat als erste Stadt in Deutschland eine Entschädigung an ehemalige Zwangsarbeiter gezahlt.

In Halberstadt engagieren sich seit Jahren Menschen unterschiedlichster sozialer und religiöser Herkunft für einen toleranten Umgang miteinander. Und das soll und wird auch so bleiben. Die Stadt Halberstadt, ihre Bürger, Institutionen und die politischen Vertreter der Stadt werden all ihr Engagement dafür einsetzen, das gute Image von Halberstadt als eine tolerante und selbstbewusste Stadt, die sich eindeutig gegen Rechtsradikalismus positioniert, zu bewahren.

Die Stadtverwaltung Halberstadt stellt sich an die Spitze der Bemühungen, das Konzert mit Konstantin Wecker "Nazis raus aus dieser Stadt" nachzuholen, denn Nazis wollen auch wir in Halberstadt nicht haben.

Stadtverwaltung Halberstadt"
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Oke
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Veröffentlicht am Dienstag, 21. März 2006 - 19:12 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das ist weil sich dort lauter Gutmenschlicher Abschaum aufregt. Wecker macht das für Geld. Darum gehts. Da gibt es viele Zweifel. Hoffentlich hat der Wecker endlich seine Kohle zusammen, damit er und Friedmann mal wieder richtig feiern können.
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Rita
* New Member
Benutzername: Rita

Nummer des Beitrags: 175
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Mittwoch, 22. März 2006 - 11:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Was habt ihr nur immer mit der "Kohle"? Zehn Euro Eintritt ist viel Geld. Andereseits muss man ja auch Transportkosten, Logis und weitere Kosten beachten. Deshalb ja wohl der Versuch auf kostenlose Räumlichkeiten auszuweichen.
Aber was solls. Um Argumente scheint es sowieso nicht zu gehen.
Wenn Gutmenschen sich um das Prädikat Gutmensch streiten, setzt jeder Verstand aus. Schade, man könnte ihn ansonsten ganz gut gebrauchen.
Vielleicht seid ihr diesmal HINTERHER klüger.
Obwohl, ich glaubs nicht. Eitelkeit überlebt.
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Rita
* New Member
Benutzername: Rita

Nummer des Beitrags: 178
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 01:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Passt auch noch zum Thema:

Es ist Konstantin Wecker hoch anzurechnen, daß er trotzdem spielen wollte. Daß er überhaupt eine Tournee durch jene Regionen unseres Landes gemacht hat, in denen es Jugendliche mit langen Haaren und antifaschistischer Gesinnung schwer haben, unbehelligt durch die Straßen zu gehen. Man muß Weckers altlinkes Weltbild nicht gut finden, aber diese Tournee ehrt ihn. Um so schäbiger und unverständlicher ist, daß der zuständige Landrat Henning Rühe das Konzert abgesagt hat.

Es wäre schlimm genug, wenn diese Absage auf den Druck der Rechten zurückzuführen wäre, wenn also wieder einmal "Sicherheitsgründe" vorgeschoben würden, um der längst fälligen Auseinandersetzung mit dem braunen Mob aus dem Wege zu gehen.


Mehr gibts hier http://www.hagalil.com/archiv/2006/03/wecker-1.htm
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 614
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 09:21 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

weils in diesem Thread angeschnitten wurde:

noch was zum Thema Sozialismus-Experiment im Nachkriegs-Deutschland.

Es wird, wenn furchtbar tapfer furchtlos auf die DDR eingedroschen wird, vergessen bzw. öffentlich geflissentlich nie erwähnt, dass ihre nicht unbetraechtliche Wirtschaftsmacht, die u.U. die der BRD überflügelt haette (macht den Mund wieder zu!), sich nie richtig entfalten konnte, weil -

Also - da war ja der Sieg der Allierten, die Hauptlast trug die Rote Armee, über das Nazi-Reich vorweggegangen. Diesen Sieg hatten die Völker der Sowjetunion mit 20 Millionen Toten bezahlt, waehrend die Westmaechte, soweit ich weiß, weniger als hunderttausend Tote zu beklagen hatten.

Nach der Aufteilung Deutschlands in 4 Besatzungszonen und die daraus entstandenen Teildeutschlands BRD und DDR stützte der Westen "seinen" Teil (Marshallplan). Die SU konnte das mit dem "Ihrigen" nicht machen. Ihre Kriegsschäden werden auf ca. 120 Milliarden Dollar (damalige Validität) geschätzt .

In Jalta wurde die Gesamtreparation, die Deutschland würde zahlen müssen nach Abschluss des mit Sicherheit von den Alliierten zu gewinnenden Krieges auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgesetzt.

Nach diesem denn gewonnenen Krieg transportierte die UDSSR aus ihrer Besatzungszone so viel als möglich vom unzerstörten Industrie- und Landwirtschaftsmaterial, zur wenigstens teilweisen Wiedergutmachung, in ihre zerstörten Fabriken und ihre Landwirtschaft. Trotzdem schafften es die damals noch Mitteldeutsche Genannten, aus dem Trümmerfeld wieder eine Industrie- und Landwirtschaftsmacht aufzubauen, die staunen ließ.

Und die DDR begann, woran die Adenauerrepublik nicht im Traum dachte, die Forderung von Jalta zu erfüllen, d.h. die Sowjetunion weiterhin zu entschaedigen für die Politik der Verbrannten Erde, der die großdeutschen Heere mit ihren Verbündeten gefolgt waren ...

Bis zur "Wende" zahlte die DDR, rechnet mensch die Demontagen mit ein, von den von allen Deutschen verlangten 20 Milliarden immerhin ca. 14 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 32 Milliarden Mark) an die Sowjetunion und hatte trotzdem ein Pro-Kopf-Einkommen, mit dem sie, als viertgrößte Welt-Industriemacht, auf gleicher Höhe mit den Briten lag.

Das wird gern unter den Teppich der Geschichte gekehrt... schon deshalb, weil in der BRD kein Mensch zur Zeit des Kalten Krieges auch nur im Traum daran dachte, der genannten Forderung von Jalta gegenüber der SU zu entsprechen. Zahlungen gingen lediglich an Holocaust-Opfer (soweit sie im Westen wohnten) und an Israel, prozentual und proportionsmäßig bei Weitem nicht vergleichbar mit dem, was die DDR leistete. In ihr erhielten übrigens alle Opfer des Faschismus eine Zusatzzahlung/Zusatzrente...

Nach der Wende wurde zunächst Letzteres (als auch die Weiterzahlung der Reparationen, die haeufig in indirekten Leistungen, wie etwa der quasi kostenlosen Lieferung fast sämtlichen Urans für die Waffenfabriken der UDSSR und ihre Atommeiler - zu Lande und in den atomar betriebenen U-Booten) von der BRD eingestellt, später aber meist wieder aufgenommen.

Danach gabs zwar wieder Geld für die zerfallende SU, aber nur als Kredit...

Jedenfalls leistete das kleine Land DDR mit seinen gerade mal 17 Millionen Einwohnern gegenüber dem Land, das unter Hitler mit am meisten gelitten hatte, genau das, was beide deutsche Staaten haetten tun muessen. Nicht auszudenken, wie groß seine wirtschaftliche Macht ohne diesen beständigen, seine Kräfte fast überfordernden Aderlass, der stellvertretend mit für die BRD erfolgte, gewesen wäre. Kein Wunder, dass die Leute da allmählich aufmuckten im Lande ohne Aktionäre und Superreiche.

Dass seine BürgerInnen dann allerdings nicht kapierten, was sie sich zerstoeren wuerden, wenn sie auf Grund Gorbatschower Grosszügigkeit nun unbedingt "westlich" werden wollen durften, steht auf einem anderen Blatt bzw. inzwischen haben die meisten es wohl gerafft.

Efem
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2396
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 10:00 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem

ich fuerchte, ich kann Dich nach diesem Erguss nicht mehr ganz ernst nehmen. Du lebst offensichtlich in einem Paralleluniversum, wo die DDR aus moralischer Ueberlegeneit (weil sozialistisch) die SU entschaedigte, ohne dass russische Panzer damit auch nur das Geringste zu tun hatten. Kein Wunder, dass Du die Zerstoerung dieses Paradieses betrauerst.

Naja, Hauptsache, es geht Dir gut in Deiner Welt.
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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 3116
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 11:13 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

ich habe auch den Eindruck, dass Du das komplette Scheitern realsozialistischer Staats- und Politikkonzepte noch nicht verwunden hast. Warum eigentlich? Wenn sich die Verwirklichung eines Traums derart menschenfeindlich entwickelt, wie es im einstmaligen Ostblock der Fall war, und zwar auch, aber keineswegs nur in wirtschaftlicher Hinsicht, dann sollten auch diejenigen, die den Traum des "Arbeiterparadieses" einmal teilten, um der Menschen willen froh über das Ende des gescheiterten Experiments sein.

Lies doch Wolf Biermanns Gedanken zum Film "Das Leben der Anderen" (s. KINO).

Monika
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Hans Grohte
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Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 09:13 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

NPD ist eklig, aber ist Konstantin Wecker diese traurige vorbestrafte Figur das richtige Aushängeschild für Demokratie???
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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 3120
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Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 14:10 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Es stimmt, die NPD ist eklig und die Absage von Weckers Konzert war eine falsche Entscheidung, die vor allem völlig falsche Signale in Richtung dieser Brut sandte. An Wecker selbst finde ich nicht seine Vorstrafe problematisch - die Sache ist erledigt -, sondern sein politisches Engagement, das man mit viel gutem Willen als vieldeutig bezeichnen kann. Ich habe den Eindruck, er schwimmt im altneuen antizionistischen Fahrwasser, dessen antisemitische und antiisraelische (ggf. auch antiamerikanische) Komponenten kaum zu verbergen sind. DAS lässt diesen Mann als ungeeignet zum Kämpfer für das "Gute, Edle und Wahre" erscheinen, nicht ein paar Prisen Koks.

Monika
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2403
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 14:14 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

vielleicht liegt das Problem darin, dass sich nicht allzu viele ueberhaupt darum bewerben Vorkaempfer fuer das "Gute, Edle und Wahre" zu sein?
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Antje
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Benutzername: Antje

Nummer des Beitrags: 43
Registriert: 04-2005
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. März 2006 - 18:41 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

Bis zur "Wende" zahlte die DDR...
Das stimmt so nicht- es gab in der Sowjetunion ähnlich wie bei den westlichen Alliierten ein Bewusstsein dafür, daß ein strukturell geschädigtes Deutschland nicht auf Dauer friedlich bestehen kann (was ja auch 53 deutlich wurde)- man erwog sogar eine zeitweise marktwirtschaftliche öffnung (wohlgemerkt: in der UDSSR!) um den SED-Staat halten zu können. Insgesamt verzichtete die SU 1954 auf weitere Reparationszahlungen. Infos aus Agethen, Manfred/ Buchstab, Günther (Hg.)2003 Oppositions- und Freiheitsbewegungen im früheren Ostblock. Freiburg, Herder (Achtung: Adenauerstiftung...)

Antje
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 653
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2006 - 23:24 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Halberstadt ist bunt, nicht braun. Wenn ein Wecker da verjagt wurde - na ja, halt ein Kollateralschaden im Kampf gegen den Extremismus von links und rechts. Und wenn dann Braun aufmarschiert: hat doch keiner was gegen, solange die friedlich bleiben, Motto: "Garnicht ignorieren!".

Aber, aber, - wenn Antifas sich da einmischen - das geht ja nun wirklich zu weit !!!

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