Wehrmacht
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Gebirgsjäger-Treffen in MittenwaldEfem12. 08. 09  15:32 
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Baer
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Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 465
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Samstag, 28. September 2002 - 15:52 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

«. . . überaus harte Massnahmen müssen getroffen werden»

"Wehrmachtssoldaten als Opfer nationalsozialistischer «Euthanasie»-Morde

Wehrmachtsangehörige, die während ihres Dienstes psychisch erkrankten, wurden zu Verwahrungsfällen erklärt und entbehrten ab sofort des sozialen und gesellschaftlichen Schutzes, den die Armeezugehörigkeit bot. Wie deutsche Soldaten zu Euthanasie- Opfern wurden, ist bisher kaum erforscht worden, verwischen sich doch in diesen Fällen Opfer- und Täterrollen. Das Phänomen illustriert in erster Linie die Unverträglichkeit des nationalsozialistischen Regimes mit jeglicher Manifestation von Schwäche."

Von Christine Beil, Historikerin, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen*

(Aus: Neue Zürcher Zeitung vom 28.09.2002)

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TinaK
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Veröffentlicht am Dienstag, 08. Oktober 2002 - 17:27 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich lese gerade über die Aktionen von NPD, CSU und DVU gegen die Wehrmachtausstellung und bin entsetzt. Dabei kam mir die Frage, ist eigentlich der Herr Gauweiler derselbe, der die KZ für HIV-Infizierte fordert?
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Baer
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Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 502
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Oktober 2002 - 20:56 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@TinaK

"Dabei kam mir die Frage, ist eigentlich der Herr Gauweiler derselbe, der die KZ für HIV-Infizierte fordert?"

Wer hier unerwünscht ist, soll dies auch spüren

--------------------------------------------------

„Auf der politischen Ebene hatte die Bedrohung einen Namen: Peter Gauweiler. Der Staatssekretär im bayerischen Innenministerium legte 1987 seinen berüchtigten "Maßnahmenkatalog" vor, der Zwangstests und rigide Maßnahmen bis hin zur Isolation von Infizierten vorsah. So war eine Autofahrt nach München für Uli Meurer 1988 eine Fahrt in eine ungewisse Zukunft. In der bayerischen Landeshauptstadt fand die 2. Europäische Positiven-Versammlung statt: "Wir wussten nicht, ob sie uns verhaften würden." Pause. "Ich möchte so etwas nie wieder erleben müssen."“

Aus:

Das Parlament Nr. 49 / 1. Dezember 2000

Baer


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Baer
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Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 503
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Oktober 2002 - 21:06 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Die Ausstellung:

http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de/

und:

Derzeit in München

8.10. bis 24.11.2002

weitere Informationen;

http://www.stadtmuseum-online.de/aktuell/wehrm2.htm
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TinaK
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Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Oktober 2002 - 13:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@Baer
Vielen Dank für die Information und die Links, das ist ja noch schlimmer als ich dachte! Wie steht die CSU heute zu diesen Aussagen?
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Baer
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Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 509
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Oktober 2002 - 17:45 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@TinaK

Ist mir leider nicht bekannt. Nach meinen wenigen Informationen hat die CSU ihren berüchtigten AIDS - Massnahmenkatalog aufgegeben.

Gruss
Baer
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Baer
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Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 545
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Freitag, 11. Oktober 2002 - 13:38 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Neonazi-Aufmarsch gegen die Wehrmachtsausstellung erlaubt.

Das Verwaltungsgericht München hat einen von der bayerischen Landeshauptstadt verbotenen Neonazi-Aufmarsch gegen die Wehrmachtsausstellung erlaubt. Eine Warnung der Stadt vor einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit rechtfertige kein Demonstrationsverbot, entschied das Gericht am Freitag. Der am Samstag geplante Aufmarsch durch die Innenstadt könne daher statt finden. Rechtsextreme Gruppen wollen in München gegen die Wehrmachtsausstellung aufmarschieren. Die Stadt hatte die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen verboten und nur eine Kundgebung auf der weiter außerhalb gelegenen Theresienwiese gestattet.

Am Samstag findet um 10.00 Uhr auf dem Marienplatz eine Kundgebung zum Beginn des antifaschistischen Aktionstages statt. Dort wird Peter Giengold, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und stellv. Vorsitzender desAuschwitzKomitees, sprechen. Weitere Treffpunkte sind vor dem Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße, da wir davon ausgehen, daß dieser Ort, ebenso wie das daneben liegende Eine-Welt-Haus, besonderen Schutzes bedarf, und der Goetheplatz (in Anbetracht der Tatsache, daß unter den Anmeldern der Nazi-Kundgebung beteiligte des Anschlages in der Münchner Zenettistr. sind).
Infotelefon am 12.10. ab 7h - 0162/74 90 067 und 089/44 77 02 00

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Martin Löwenberg und Corinna Poll
für Rückfragen: Tel: 089-150 18 53
bayern5 nachrichten alle 15min (live, realaudio)
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Baer
**** Intermediate
Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 555
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Samstag, 12. Oktober 2002 - 16:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

1000 Neonazis protestieren in München gegen Wehrmachtsausstellung

"MÜNCHEN - Rund 1000 Neonazis haben in München gegen die Wehrmachtsausstellung demonstriert. Die überarbeitete Ausstellung zeigt Verbrechen deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkriegs in der früheren Sowjetunion.

Rund 3000 Gegendemonstranten versperrten den Extremisten in der Innenstadt den Weg. Etwa 3000 Polizisten waren im Einsatz, um ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Lager zu verhindern.

Rund zwölf Personen seien festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Es handle sich sowohl um Anhänger der "Bürgerbewegung gegen die Wehrmachtsausstellung" als auch um einige Gegendemonstranten. Ein Gegendemonstrant wurde verletzt.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte den Demonstrationszug der Neonazis am Freitagabend in einer Eilentscheidung genehmigt. Damit hoben sie das von der Stadt München zuvor erlassene Demonstrationsverbot auf.

Die Auflagen der Stadt für die Protestveranstaltung blieben aber auch nach der Gerichtsentscheidung wirksam. So dürfen die Demonstranten keine "Bomberjacken" und "Springerstiefel" tragen. Auch das Skandieren rechtsextremer Parolen ist verboten."
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Tim
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Veröffentlicht am Samstag, 12. Oktober 2002 - 22:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Großes Skintreffen in Vorarlberg - Gendarmerie in Alarmbereitschaft

Hohenems (VN-mez) Höchste Alarmbereitschaft für die Vorarlberger Gendarmerie. Heute findet im Raum Hohenems ein großangelegtes Skinheadtreffen statt. Hunderte Rechtsradikale werden erwartet.

Der gröbste Zwischenfall der jüngsten Vergangenheit mit Skinheads in Vorarlberg liegt schon mehrere Monate zurück. Wie berichtet, lieferten sich Mitte Mai in Bregenz Skins und Punks im Laufe einer Nacht mehrfach Schlägereien. Heute soll es wieder einen Auflauf von Skins aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz geben - in Hohenems. Das bestätigte Hans-Peter Ludescher, stellvertretender Sicherheitsdirektor, auf "VN"-Anfrage. "Wir sind in Alarmbereitschaft", so Ludescher. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wird das Treffen überwacht werden.

Übergriffe befürchtet

Die Rechtsradikalen formieren sich üblicherweise über geheime Wege - unter anderem über das Internet. Die größte Sorge der Einsatzkräfte ist deshalb die linke Szene. "Wenn diese herausfindet, wo das Konzert stattfindet und sich zu einer Konfrontation mit den Skins hinreißen lässt, werden sich die wilden Übergriffe der Chaosnacht wiederholen", warnt ein Szene-Insider. "Nur wird es dieses Mal schlimmer werden."
Heute soll im Raum Hohenems wieder ein Skintreffen stattfinden.
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Heko
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Veröffentlicht am Samstag, 19. Oktober 2002 - 13:48 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich sehe es mit bedauern das immer mehr sogenannte
Antifa Seiten im Internet offen gegen Israel
und dessen Regierung hetzen.Der Antisemitismus hat auch leider hier seinen
Einzug gehalten.Palästinensische Attentäter werden hochgejubelt und
Israelische Soldaten als Kindermörder bezeichnet.Auf der Demo in München am
12.10 musste ich mir sagen lassen das viele nicht gekommen sind weil auch
die Nasen zur Demo gegen die Nazis aufgerufen haben.Auf meine Frage hin wer
mit den Nasen gemeint ist,sagte mir dieser
die Juden die von der Hagalil.Ich war über diese Aussage sehr geschockt aber
vielleicht war es auch ein Nazi der hier hetze verbreiten wollte.
Denn einer Aussprache ging er aus dem Weg und sagte mir ich solle mich
verpissen.
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Channah
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Benutzername: Channah

Nummer des Beitrags: 61
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Oktober 2002 - 12:14 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@Heko

Welche Antifa-Seiten sind das denn? Würde mich einfach interessieren.
Gruß -
Channah
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Mm207
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Nummer des Beitrags: 359
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Samstag, 02. November 2002 - 15:56 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Diese Schau schmerzt immer noch wie ein Stachel im Fleisch
WAZ München. Noch immer schmerzt diese Schau wie ein Stachel im Fleisch. Noch immer fühlen sich Kriegsveteranen in ihrer Ehre verletzt, denn jeder Tag, an dem die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" läuft, lässt den Mythos der "sauberen Wehrmacht" weiter verblassen.
(WAZ, 01.11.02)

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Mm207
*** Member
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 360
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Veröffentlicht am Samstag, 02. November 2002 - 16:23 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Erinnerungsbild
von J.R. Becher

Der Galgen. Offiziere. Jeder drängt
Sich in das Bild, damit man nicht vergißt:
Er war dabei und er hat mitgehenkt.
So zeigt im Bild sich an, was jeder ist.

Die Arme stolz wie: “Das sind wir!“ verschränkt.
Der Tote trägt auf seiner Brust ein Schild.
Es ist, als würd er hin und her geschwenkt.
Ein jeder findet seinen Platz im Bild.

Und auf des Toten Schild die Schrift erscheint:
„Ich hab die Mörder hier im Bild vereint.
Sie lächeln um den Galgen rings im Kreis.
Sie lächeln selbst sich zu den Schuldbeweis.
Und damit keiner seinen Platz verläßt,
Halt ich sie alle hier im Bilde fest!“



Bei den letzten Zeilen kommt einem automatisch Heinrich Heines "Belsazar" in den Sinn:

Da kam's hervor, wie Menschenhand
Und schrieb, und schrieb an weisser Wand
Buchstaben von Feuer und schrieb und schwand...


Ich kenne kein Gedicht, das wie dieses von Johannes R. Becher (ja, dem von der "Becher-Hymne"), die spezifischen Gräuel dieses Krieges, nämlich die maßlose Hybris der Täter, sich mit ihren Verbrechen auch noch im Recht zu fühlen, eindrucksvoller anprangert hat und damit besser zur Wehrmachtsausstellung passen würde.

Monika


(Beitrag nachträglich am 02., November. 2002 von mm207 editiert)
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Juttagrimm
*** Member
Benutzername: Juttagrimm

Nummer des Beitrags: 286
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Samstag, 16. November 2002 - 20:35 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Pressemitteilung
15. November 2002


Verwendung der Parole „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ strafbar-
Beschwerde der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erfolgreich



Dies hat heute der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe entschieden und damit eine anderslautende Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe vom 8.5.2002 aufgehoben.

Dieses hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen einen 25jährigen Studenten und einen 26jährigen Handwerker abgelehnt und damit eine Anklage der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vom 8.2.2002 zurückgewiesen. Beiden wird hierin vorgeworfen, auf ein von ihnen in Karlsruhe betriebenes sog. „nationales Infotelefon“ als Bandansage im Anschluss an verschiedene Veranstaltungshinweise der rechten Szene die Parole „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ aufgesprochen und hierdurch Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation nach § 86a Abs. 2 Satz 2 StGB verwendet zu haben. Eine Strafbarkeit dieses Verhaltens hat die Straf-kammer aus Rechtsgründen verneint, weil die benutzte Parole keinem tatsächlich gebrauchten Kennzeichen der Waffen-SS oder einer sonstigen ehemaligen nationalsozialistischen Organisation zum Verwechseln ähnlich sei.

Anders nun der 1. Strafsenat:

Die Parole „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ sei nämlich nach der konkreten Art ihrer Benutzung der Parole „Blut und Ehre“ der Hitlerjugend zum Verwechseln ähnlich i.S.v. § 86 a Abs. 2 Satz 2 StGB. So seien die Begriffspaare „Ruhm und Ehre“ und „Blut und Ehre“ in sprachlicher Hinsicht nahezu identisch. Auch inhaltlich verkörperten beide glorifizierende Werte und vermittelten damit Symbolgehalte, denen in der Propaganda der NS-Zeit erhebliche Bedeutung zuge-kommen sei. Diese Ähnlichkeit werde auch nicht dadurch aufgehoben, dass dem Begriff „Ruhm und Ehre“ die Ergänzung „...der Waffen-SS“ angefügt worden sei. Dies führe nämlich nicht dazu, dass die Parole ihre Nähe zu jener der Hitlerjugend verlöre. Denn die Verwechslungs-gefahr entfalle nicht dadurch, dass in der Parole in Abweichung zur Originallosung ein Bezug zu einer anderen, in gleicher Weise verfassungswidrigen Organisation hergestellt werde.

Auch die konkrete Art der Benutzung in Form einer Losung spreche für eine Strafbarkeit. Die Bandansage habe nämlich ansonsten nur Veranstaltungshinweise enthalten und habe sich nicht etwa mit der Geschichte der Waffen-SS auseinandersetzen wollen. Werde die Parole aber - wie in den letzten Jahren vermehrt geschehen - in erster Linie als ein die gemeinsame Gesinnung repräsentierendes Erkennungssymbol der rechten Szene verwendet, so könnten sich die Verwender insoweit nicht auf den Schutz der Meinungsfreiheit berufen.

Das Landgericht Karlsruhe muss nunmehr eine Hauptverhandlung in dieser Sache anberaumen. Ein Termin hierfür steht noch nicht fest.

Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 15.11.2002 - 1 Ws 179/02 -

Auszüge aus dem Gesetzestext:

§ 86 a StGB Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
(Unterstreichungen vom Verfasser)

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

Abs. 1 (1) im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 StGB bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schriften verwendet oder
(2) Gegenstände, die derartige Kennzeichen darstellen oder enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.

Abs. 2 Kennzeichen i.S.d. Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

http://www.olg-karlsruhe.de/html/presse/2002/ruhm%20und%20ehre.htm





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Adler53
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Benutzername: Adler53

Nummer des Beitrags: 20
Registriert: 09-2001
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Mai 2003 - 11:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Naziaufmarsch in Peenemünde !

Laut "Störtebeker.net"

wollen Nazis am 3. August 2003 in Peenemünde einen "Protestmarsch" unter dem Motto "Vati, ich bin stolz auf Dich" (Kein Witz!) veranstalten !
Da auf einem Schwarzweissbild auf der Störtebeker - Homepage ein Wehrmachtssoldat mit einem Kleinkind abgebildet ist, geht es warscheinlich wieder um das alte Wehrmachtsthema.

Man sollte deshalb die Sache im Auge behalten !Oder weiss jemand etwas von irgend}einer Veranstaltung in Peenemünde oder Umgebung, auf die sich dieser Naziaufmarsch beziehen könnte ?
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Schelmisch
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Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Mai 2003 - 13:50 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Natürlich heißt es nicht, nur weil Juden immer und überall in fremde Angelegenheiten einmischen, gleich eine Weltverschwörung bestehen muß, schließlich tun sie das ja nicht um sich zu bereichern oder Einfluß zu gewinnen, sondern nur um Schlimmeres zu verhüten. Es hat absolut nichts zu sagen, daß die Chef des CIA oder der Weltbank Juden sind. Schließlich sind sie auf diesen Posten nur durch ihre eigene Befähigung und nicht etwa durch eine jüdische Lobby, die alle Teile des amerikanischen öffentlichen Lebens durchsetzt in ihr Amt gehievt worden.

Ebenso ist es Blödsinn, den Zentralrat der Juden in Deutschland als "fünfte Besatzungsmacht" darzustellen, nur weil Paul Spiegel oder Michel Friedman von Zeit zu Zeit den Eindruck erwecken, als hätten sie mehr zu sagen als der Bundeskanzler. Das sind nur zufällige Äußerlichkeiten, von denen wir wissen, daß sie nichts, aber gar nichts zu bedeuten haben. Oder?

Hier noch ein Tip, denn wir wollen wieder einmal unseren Beitrag im allgemeinen Kampf gegen Rechts leisten, indem wir die Geisteshaltung der aktivsten Kämpfer entsprechend würdigen und charakterisieren. Heute liegt unser besonderes Augenmerk bei unseren Freunden von der hagalil.com, deren Kampf um Demokratie, Toleranz und Meinungsfreiheit von einer derartigen Großartigkeit ist, daß uns einfach die Worte (und vielleicht auch die Paragraphen) fehlen, um diesem Unternehmen in einer Würdigung auch nur annähernd gerecht zu werden.
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Juttagrimm
***** Advanced
Benutzername: Juttagrimm

Nummer des Beitrags: 620
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Mai 2003 - 19:18 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@ Schelmisch

Jetzt fühlst du dich besser, du Idiot,oder?
schelmisch
Jutta
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Gabi
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Benutzername: Gabi

Nummer des Beitrags: 433
Registriert: 03-2001
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Mai 2003 - 21:46 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ach Jutta, er sitzt wahrscheinlich jetzt immer noch über dem Original, wo er den Text abgeschrieben hat, und versucht ihn zu verstehen. Normalerweise sind eine einfache Sprache und klare Anweisung wahrscheinlich besser für ihn.
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Winston
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Nummer des Beitrags: 10
Registriert: 09-2001
Veröffentlicht am Sonntag, 25. Mai 2003 - 03:46 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@gabi.. sehr gut !
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antifa
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Veröffentlicht am Samstag, 07. Juni 2003 - 11:27 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen ... (J.W.v.G.)

Nicht länger für Mittenwald - Idylle (zer-)stören!

Nahe der österreichischen Grenze, umgeben von steilen Bergen und stillen Gewässern, lädt der Ferienort Mittenwald zu einem Aufenthalt ein. Das regional spezifische Reizklima ist besonders an den Pfingstfeiertagen deutlich spürbar, wenn sich die alten Gebirgsjäger-Kameraden der Wehrmacht gemeinsam mit ihren Bundeswehr-Nachfolgern versammeln, um althergebrachte Werte und Traditionen zu pflegen. Sie leugnen noch heute die von ihnen begangenen Massaker und Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges u. a. in Griechenland (Kommeno, Kephalonia, Lyngiades, Skines), in Italien (Camerino, Fabriano), in Frankreich ( im Vercors), in Finnland (Rovaniemi) und in weiteren Orten Jugoslawiens, Polens, Albaniens, der Sowjetunion und dem Kaukasus. weiter:
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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 941
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Sonntag, 08. Juni 2003 - 19:13 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Auf der Suche nach den Tätern von Kephalonia
Staatsanwalt will Massaker der Wehrmacht von 1943 in Griechenland aufklären - und wird dabei massiv gestört

Eigentlich will der Dortmunder Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß nur seine Arbeit tun. "Ohne übermäßigen Eifer und ohne Zorn, aber auch ohne irgendwelche Hemmnisse", wie er dies ausdrückt. Doch zurzeit fühlt er sich "von interessierten Kreisen und Trittbrettfahrern", über die er sich nicht näher auslassen möchte, hierbei massiv gestört. "Man versucht, diese Arbeit zu torpedieren", sagt Maaß und räumt damit das Äußerste ein, was er zu sagen bereit ist.


Von Ingrid Müller-Münch (Köln)

Details darüber, wie torpediert und gehemmt wird, nein, die gibt er nicht preis, die könnten die Ermittlungen stören. Kein Wort ist ihm dazu zu entlocken, ob es Soldatenverbände, Gebirgsjägerveteranen oder neue Glatzen sind, die ihm derzeit das Leben schwer machen. Die ihn offenbar so weit bedrängen, dass er soeben einen Fernsehauftritt absagte. Zur Begründung räumt er lediglich ein, er wolle sein Gesicht im Augenblick besser nicht aller Welt präsentieren.

Nicht, dass er ein ängstlicher Mensch wäre, dieser 56-jährige Leiter der Dortmunder Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Verfolgung von NS-Verbrechen. Bei weitem nicht. Sonst hätte er die Finger von dem heißen Eisen gelassen, dass derzeit so manch üble Gestalt auf den Plan ruft. Seit September 2001 hat Maaß sich "eines der größten Einzelverbrechen der deutschen Wehrmacht" angenommen. So jedenfalls schätzt Maaß selbst das Ausmaß dessen ein, womit er sich derzeit befasst.
[...]
(Frankfurter Rundschau, 07.06.03)

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Mm207
****** Senior
Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 950
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Dienstag, 10. Juni 2003 - 16:59 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Wehrmachts-Veteranen wollen nicht an Massaker erinnert werden

Protest gegen Feier der Gebirgstruppe / Opfer berichten von Kriegsverbrechen / Bundeswehr unterstützt Traditionstreffen

Am Wochenende sahen sich die 2000 Teilnehmer der größten soldatischen Feier in Deutschland, dem Traditionstreffen der Gebirgsjäger, erstmals großen Protesten gegenüber. Der Arbeitskreis "Angreifbare Traditionspflege" und die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) hatten ein Hearing mit Historikern und Überlebenden der Kriegsverbrechen organisiert.


Von Joachim F. Tornau (Mittenwald)

(Frankfurter Rundschau, 10.06.03)


Es ist zwar (fast) zu spät für die Auseinandersetzung mit Veteranen der für das Massaker (einem der "größten Einzelverbrechen" der Wehrmacht) verantwortlichen Gebirgsjägereinheit, doch wäre es schon ein Erfolg, wenn es wenigstens noch zu einer einzigen Verurteilung käme. Und auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Bundeswehr immer noch nicht in der Lage, die Traditionslinien zur Wehrmacht umfassend und endgültig zu kappen. Den Veranstaltern der Protestkundgebung ist zu danken, dass dieser Skandal endlich an die Öffentlichkeit kam.

Monika
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Baer
****** Senior
Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 1148
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Freitag, 29. August 2003 - 15:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Transformation des gut Gemeinten

"Die Wehrmachtsausstellung ist angekommen. Und zwar in Peenemünde, wo die Nazis die V2 bauen ließen. Statt den Verbrechen der Deutschen widmen sichdie Ausstellungsmacher inzwischen dem deutschen Opfer."

von andreas benl
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Baer
****** Senior
Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 1149
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Freitag, 29. August 2003 - 15:33 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Katharsis durch Verfälschung

Referenten sagen in Peenemünde ab.

von udo wolter

"Es waren zwei offene Briefe, doch sie erhielten eine unterschiedliche öffentliche Aufmerksamkeit. Natan Sznaider und Günther Jacob begründeten in einem Schreiben die Absage ihrer Veranstaltung im Rahmenprogramm der derzeit in Peenemünde gastierenden Wehrmachtsausstellung. Sie wollten dort über die »Versöhnungsverweigerung des Philosophen Vladimir Jankélévitch« sprechen. Micha Brumlik hingegen schrieb kürzlich an den Suhrkamp-Verlag wegen des dort verlegten antizionistisch-antisemitischen Pamphlets von Ted Honderich.

Auf Brumliks Brief folgte eine relativ ausführliche Debatte in den Feuilletons. Die Absage Sznaiders und Jacobs wurde hingegen kaum beachtet. Es ist für einen Großteil der Feuilletons offenbar wohlfeil, sich politisch korrekt von einem allzu agressiv vorgetragenen Antizionismus á la Honderich abzugrenzen, erst recht da es sich um einen linken Antizionisten kanadisch-britischer Provenienz handelt, und gleichzeitig das Recht auf »Israelkritik« gegen eine angebliche »Zensur« zu verteidigen. Eine Störung des Betriebsfriedens im deutschen Normalisierungsdiskurs durch eine Intervention wie die von Sznaider und Jacob dagegen wird einfach ignoriert."

Artikel aus :jungle world
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Baer
****** Senior
Benutzername: Baer

Nummer des Beitrags: 2906
Registriert: 05-2002
Veröffentlicht am Sonntag, 11. April 2004 - 17:00 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Massengrab mit Tausenden NS-Opfern in der Ukraine entdeckt

"In der Ukraine ist ein Massengrab mit den Überresten Tausender Menschen gefunden worden. Sie waren wahrscheinlich von deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg umgebracht worden. Etwa zweitausend Leichen seien in einer Schlucht auf der Halbinsel Krim verscharrt worden, sagte ein Mitglied der regierungsunabhängigen Gruppe «Poisk» («Suche») am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Bei den Toten handle es sich wahrscheinlich nicht um Soldaten, sondern um «alte Menschen und Kinder, denen in den Hinterkopf geschossen wurde». Die Opfer der Nationalsozialisten hätten sich vermutlich nackt am Rande der Schlucht aufstellen müssen und seien dort erschossen worden. Es seien keine Ausweispapiere gefunden worden."
(NZZ Online und Agenturen)
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Winston
* New Member
Benutzername: Winston

Nummer des Beitrags: 12
Registriert: 09-2001
Veröffentlicht am Freitag, 23. April 2004 - 09:19 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

prozess gegen ss täter in la spezia beginnt:


http://www.abendblatt.de/daten/2004/04/21/286277.html
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Rc_sylvester
****** Senior
Benutzername: Rc_sylvester

Nummer des Beitrags: 1650
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Freitag, 23. April 2004 - 14:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

"...Die Unterlagen über die Verbrechen wurden in einen Schrank gestopft, den man umdrehte und mit den Türen gegen eine Wand stellte. Erst im Jahr 1990 fand ein Hausmeister zufällig den Schrank..."

Nicht zu fassen. Das könnte glatt ausgedacht sein - wenn es nicht wahr wäre.
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Winston
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Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Mai 2004 - 12:05 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Nicht zu fassen. Das könnte glatt ausgedacht sein - wenn es nicht wahr wäre

ja angeblich war der raum in dem der schrank stand auch noch zugemauert. ein politikum der 60er jahre, als die ita}liener die guten beziehungen zu deutschland nicht unnötig belasten wollten :-(
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Perry
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Nummer des Beitrags: 847
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Veröffentlicht am Donnerstag, 08. Dezember 2005 - 21:40 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Guter Artikel : "Mein Opa, der Nazi" Von Katharina Rothe

http://www.hagalil.com/archiv/2005/12/entschuldung.htm

Wurden jahrzehntelang vorwiegend NS-Taten und -Involvierungen in den Familien der TäterInnen und MitläuferInnen verschwiegen, so wird dies neuerdings von einer vielsagenden Beredsamkeit abgelöst. Heute muss man sich nicht mehr schämen, wenn man Nazi war! Vielmehr kann man sich guten Gewissens in aller Öffentlichkeit dazu bekennen und damit sogar die ganze Familie in drei Generationen glücklich versöhnen und vereinen.
So beginnt Christiane Langrock-Kögel ihren Artikel über das (namentlich nicht genannte) Buch "Freiwillig in den Krieg" des Journalisten Jörn Roes mit den Worten: "Er hat nichts zu verbergen". Dabei geht es um einen ehemaligen Freiwilligen der Waffen-SS, der seinem Enkel seine Geschichte erzählt hat und dabei angeregt wurde durch dessen Haltung, die in den Worten der Autorin so vorbildlich klingt: Opa Roes "schonte sich nicht, weil er im Gespräch mit dem Enkel nicht das Gefühl hatte, sich verteidigen zu müssen".

...

Der nette Opa erzählt von seinen Taten, unter denen er selbstverständlich leidet und spickt diese noch – ach wie nett, ein bisschen Spaß gab es auch dabei – mit den Erzählungen von Liebesaffären. Weiter zeigt der Artikel den damals 17-jährigen Freiwilligen der Waffen-SS als Opfer, der zwar "Gegner abschoss", dabei aber "selbst ständig in Todesangst war", der "hungerte und fror, von Läusen zerbissen und von Granatsplittern verletzt wurde" und "vor allem (Hrvh. KR), wie sehr ihn diese Zeit noch verfolgt".

...

Eine solche Schuldentlastung gegenüber der Tätergeneration des NS ist nicht neu in Deutschland. Neu scheint mir aber, dass diese von einer sich kritisch fühlenden jüngeren Generation betrieben wird, die damit ein neues deutsches Nationalgefühl verbreitet, das sich selbstbewusst von jeglicher Verknüpfung von Deutschland und Verbrechen distanziert – "wir" sind heute (wieder ...) ganz besonders gut: "Du bist Deutschland!" Gute Nacht und süße, wohlige Träume! – auf Kosten der Millionen Ermordeten, der wenigen Überlebenden der NS-Verbrechen und ihrer Nachkommen
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Mm207
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Nummer des Beitrags: 2934
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Veröffentlicht am Donnerstag, 08. Dezember 2005 - 22:31 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Danke für den Hinweis auf diese gute und notwendige Kritik, Perry. Der fragliche SZ-Artikel vom 29.11. hat mir auch schon missfallen, leider konnte und kann ich ihn nicht verlinken.

Wer daran Interesse hat, kann mich gerne anschreiben, dann sende ich ihn per PM zu.

Monika
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Paulemann
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Benutzername: Paulemann

Nummer des Beitrags: 313
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Veröffentlicht am Freitag, 09. Dezember 2005 - 15:38 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich weiss nicht, ob die Kritik gut und notwendig ist. Den letzten Absatz finde ich in seiner deplazierten Dramatik sogar ziemlich unanständig. Wenn immer irgendetwas und sei es auch noch so implizit oder umkehrschlüssig auf Kosten Millionen Ermordeter geht, dann lassen wirs doch einfach. Vielleicht wird ja einer dann wieder lebendig. Funktioniert aber nicht. Selbst eine "Du bist nicht Deutschland" Kampagne kriegt das nicht hin.
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Paulemann
*** Member
Benutzername: Paulemann

Nummer des Beitrags: 314
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Veröffentlicht am Samstag, 10. Dezember 2005 - 08:21 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich habe sogar mittlerweile die Schnauze voll. Man kann ja nicht jede Erfahrung verallgemeinern aber wenn sich eine Erfahrung immer und immer wieder wiederholt, dann vielleicht doch. Diese Erfahrung wiederholt sich: Wer sich wegen impliziter Botschaften empört, dem geht es ausschliesslich um die Empörung. Die Millionen Ermordeter gehen ihm am Arsch vorbei. Solche Menschen kann ich nicht leiden. Es gibt ja immerhin noch die Möglichkeit des Irrtums und im sonstigen Leben weiss das auch jeder. Wenn der Klempner sagt 1000 Euro, dann hau ich ihm ja auch nicht gleich in die Fresse, sondern frage ihn (und mich) ob ich richtig gehört habe.
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Mm207
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Benutzername: Mm207

Nummer des Beitrags: 2936
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Veröffentlicht am Samstag, 10. Dezember 2005 - 17:11 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Paulemann,

was meinst Du denn mit "Irrtum"? Meinst Du, die Verfasserin (Katharina Rothe) habe etwas falsch verstanden? Und, wenn ja, was?

Monika

P.S. Es ist zu schade, dass es nicht möglich ist, den zugrunde liegenden SZ-Artikel ("Mein Opa, der Nazi") zu veröffentlichen.

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