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Alijah
* New Member Benutzername: Alijah
Nummer des Beitrags: 3 Registriert: 10-2003
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Oktober 2003 - 00:18 Uhr: |
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Nochmal zur Annektierung von Gaza und Westjordanland. Der Zaun/Mauer ist eine feine Sache, unterstütze das auch und jeder mir möglichen Form...., aber eine Annektion, ist sie nicht wirklich wirkungsvoller? Ohne danach, meine ich, einen Pale rauszuwerfen (woraus dann auch). 20 arabische Länder sind eh gegen Israel, daran wird sich wohl kaum etwas ändern. Es hat mit vielen Gebieten (Richtung Davids Reich) geklappt, warum sollte also der Erfolg ausbleiben? Und die Mauer/Zaun könnte man sich dann auch schenken. Bitte ehrliche Antworten, mich interessiert das Thema sehr. |
   
Baer
****** Senior Benutzername: Baer
Nummer des Beitrags: 1434 Registriert: 05-2002
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Oktober 2003 - 08:45 Uhr: |
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Ernst Ludwig Ehrlich: Gegen den Teufelskreis (es geht um die «Genfer Abkommen») „Als Ministerpräsident Sharon die Regierung übernahm, versprach er seinem Volke Sicherheit und Frieden. Die Wirklichkeit hat erwiesen, das Israel heute weder in Frieden lebt noch eine grössere Sicherheit besitzt als vorher – ganz im Gegenteil. Natürlich trägt die israelische Regierung daran nicht die Alleinschuld, aber sie hat faktisch nichts getan, um das Land dem Frieden näher zu bringen. Für den Terror der palästinensischen Extremisten gibt es nicht die geringste Rechtfertigung, aber es gehört zu den Vorurteilen nicht weniger Israeli, die meisten Palästinenser mit diesen terroristischen Mördern zu identifizieren.“ „Aus diesem Teufelskreis versuchten nun einige israelische und palästinensische Persönlichkeiten auszubrechen, um in zähen Verhandlungen einen Weg zu suchen, der zum Frieden führt. Es handelt sich dabei nicht um Persönlichkeiten, die irgendwelchen Utopien nachjagen und damit die Sicherheit Israels aufs Spiel setzen. Die beiden Delegationen haben jedoch erkannt, dass die Situation für Palästinenser und Israeli immer unerträglicher wird und es mit diesem Krieg ein Ende haben muss, denn es handelt sich in Wahrheit um Krieg. Zwei zentrale Probleme gibt es dabei zu lösen: das Schicksal von Siedlungen, besonders in von Palästinensern bewohnten Gegenden, sowie Jerusalem. Es ist keinem Menschen, der nicht von einer Ideologie besessen ist, beizubringen, was die Israeli im Raum von Gaza zu suchen haben, ein Gross-Israel wird man durch diesen Raum auch nicht erreichen, eine historische Berechtigung existiert nicht, denn dort sassen einst die Philister, und man wird ja auch Land nicht okkupieren wollen, das einst Wohnsitz der Phönizier war.“ Weiter unter: Gegen den Teufelskreis (Beitrag nachträglich am 31., Oktober. 2003 von Baer editiert) |
   
Baer
****** Senior Benutzername: Baer
Nummer des Beitrags: 1435 Registriert: 05-2002
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Oktober 2003 - 08:49 Uhr: |
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Dem hält Arthur Cohn (es geht um die «Genfer Abkommen») entgegen: Der Gewinner ist Arafat Daraus: "Yasser Arafat ist eindeutig derjenige, welcher am meisten aus dem so genannten «Genfer Abkommen» zu gewinnen hat. Hauptverlierer hingegen ist der Staat Israel. Während der letzten Monate, vor allem seit Akzeptierung des «Marschplans», entstand ein gewisser Druck auf Arafat, endlich konkrete und ernsthafte Schritte gegen den Terror einzuleiten. Hat er aber je etwas getan, um seine Verpflichtungen einzulösen? Tatsächlich geschieht jetzt genau das Gegenteil: Er und seine Komplizen lobpreisen Selbstmordattentäter noch immer als Märtyrer – und werden zur gleichen Zeit als Partner für den Frieden angerufen."
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Alijah
* New Member Benutzername: Alijah
Nummer des Beitrags: 4 Registriert: 10-2003
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Oktober 2003 - 13:20 Uhr: |
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@Baer Das sind doch nur Meinungen verschiedener, eher pessimistischer Politiker, die diese Frage auch nur ausweichend beantworten konnten. Man hört vornehmlich, Annektion solle friedensorientiert nicht funktionieren, aber ich kann nur Gegenteiliges feststellen. Warum sollte es also nicht mit Gaza und Westjordanland ebenfalls gehen? |
   
Baer
****** Senior Benutzername: Baer
Nummer des Beitrags: 1456 Registriert: 05-2002
| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. November 2003 - 17:54 Uhr: |
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@Alijah es gibt viele verschieden Gründe warum es, wie Sie schreiben (Annektierung von Gaza und Westjordanland)friedensorientiert nicht funktionieren kann. Da ist mal der politische Wille der Palästinenser, diese wollen einen eigenen lebensfähigen Staat. Dann die demographische Entwicklung (Annektion heisst; Israel wird bald mehrheitlich von Muslimen bewohnt). Dann ist da die Abhängikeit Israels von den USA und der EU (sie wollen keine Annektion). Es gibt noch mehr Argumente...nicht zuletzt sind auch viele Israeli für die Installierung eines palästinensischen Staates. Baer |
   
Alijah
* New Member Benutzername: Alijah
Nummer des Beitrags: 5 Registriert: 10-2003
| | Veröffentlicht am Montag, 03. November 2003 - 18:53 Uhr: |
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@Baer EU will auch keine Mauer.... Die EU reagiert auch oft ziemlich antizonistisch, um nicht zu sagen antijudaiistisch. Die EU ist gegen vieles in Israel, aber ich glaube kaum, dass Israel einen Vormund benötigt. Es ist schon schlimm genug, dass man seitens der USA das Gefühl bekommt, man sehe Israel so etwas wie eine Bananenrepublik. Nicht nur die Palästinenser wollen seit 2300 (?) Jahren einen eigenen Staat, viele versuchten in Palästina und Aero Capitola einen eigenen Staat aufzubauen, selbstverständlich alle mit einem politischen Willen. Und... wohnen darin bis heute nicht schon seit Staatsgründung auch Muslimen in dem Staat? Im Grunde genommen hat man sich mit Muslimen immer gut verstanden. Nein, ich denke meine Frage ist nicht beantwortet worden. Warum funktionierten Anektionen anderer Gebiete, warum sollte es nicht noch einmal gut gehen bzw. vielleicht letztlich sogar verbessert zum Frieden führen? |
   
Baer
****** Senior Benutzername: Baer
Nummer des Beitrags: 1462 Registriert: 05-2002
| | Veröffentlicht am Montag, 03. November 2003 - 23:21 Uhr: |
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@Alijah Nein, ich denke meine Frage ist nicht beantwortet worden. Vielleicht kann ich Ihre Frage auch nicht beantworten? Nur kurz. Richtig, die EU ist gegen den Bau des Zaunes. Auch den USA gefällt der Zaun-Bau nicht. Ich bin der Meinung der Zaun ist nötig um die Bürger Israels, wenn auch unvollständig, gegen den Terror zu schützen. Nein, Israel ist keine Bananenrepublik, allerdings ist Israels Wirtschaft abhängig, z.B. von den Zahlungen aus den USA und dem Handel mit den USA und der EU (ca. 40% der Exporte gehen in die USA). Der politische Druck auf Israel wird massiv zunehmen, falls Israel sich entschliesst die Gebiete zu annektieren. "Realpolitik" wird dies berücksichtigen. Das Zusammenleben mit Palästinensern in Israel ist, vorsichtig ausgedrückt, immer noch sehr schwierig. In ca. 20 Jahren (Annektion vorausgesetzt) stelen die Palästinenser (Christen und Muslime)mehr wie 50 % der Bevölkerung. Das Zusammenleben in EINEM Staat wird dann, das ist eine Vorstellung von mir, sehr schwierig. Ist der jüdische Charakter des Staates dann noch haltbar? Das sind alles unfertige Gedanken und Sie werden Sie verständlicherweise nicht als befriedigende Antwort auf Ihre Frage ansehen können. Baer Meldung: "Gespräche zwischen Israel und Palästinensern auf Ministerebene _________________________________________________ Das Verteidigungsministerium hat am Montag Berichte bestätigt, wonach sich Verteidigungsminister Shaul Mofas und der palästinensische Finanzminister Salam Fayyad am Wochenende zu gemeinsamen Gesprächen getroffen haben. Nach Angaben der arabischen Tageszeitung Al-Ayyam, die der palästinensischen Führung nahe steht, sprachen die beiden Minister über die mögliche Erneuerung der "Hudna" und über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses. Zudem traf sich am Sonntag der Chef des Inlandsgeheimdienstes Avi Dichter mit Jibril Rajoub, dem Vorsitzenden des palästinensischen Nationalen Sicherheitsrates. Palästinenser bezeichneten das Gespräch als "positiv und konstruktiv". In den Gesprächen sollte eine Zusammenkunft zwischen Ministerpräsident Ariel Sharon, Verteidigungsminister Shaul Mofas und dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Qurei vorbereitet werden. Das Treffen soll in naher Zukunft stattfinden, sobald die neue Regierung Qureis die Zustimmung des palästinensischen Legislativrates erhalten hat. (Ha'aretz)" (Aus Newsletter der Botschaft Israels in Berlin von heute)
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Sancho
*** Member Benutzername: Sancho
Nummer des Beitrags: 315 Registriert: 08-2000
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. November 2003 - 02:55 Uhr: |
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Namaste
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Alijah
* New Member Benutzername: Alijah
Nummer des Beitrags: 6 Registriert: 10-2003
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. November 2003 - 20:38 Uhr: |
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@Baer Nicht befriedigend beantwortet, aber ich kann damit schon eher etwas anfangen. Danke. Wenn die Zuwanderungen wieder zunehmen, könnte man eines Tages mit mindestens 18 Millionen Einwohnern in Israel rechnen. Wo sollen die alle hin? Wird es dann nicht ziemlich eng und zunehmend aggressiv in Israel werden?} |
   
Baer
****** Senior Benutzername: Baer
Nummer des Beitrags: 1475 Registriert: 05-2002
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. November 2003 - 21:33 Uhr: |
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@Alijah .....könnte man eines Tages mit mindestens 18 Millionen Einwohnern in Israel rechnen. Rechnen Sie mit einer solch starken Einwanderung? Woher sollen all die Menschen kommen? USA? Europa? Südamerika? Also Alijah wird es auch in Zukunft geben, aber 100'000 und mehr im Jahr? O.K. Es gab schon mal eine solche Einwanderung: "Bei diesen Einwanderungen handelte es sich um speziell organisierte Unternehmen. Die dramatischsten waren das Unternehmen „Fliegender Teppich" fuer die jemenitischen Juden und das Unternehmen „Esra und Nehemia", das die irakischen Juden nach Israel brachte. 684.201 Einwanderer - mehr als die gesamte juedische Bevoelkerung Israels zur Zeit der Staatsgruendung - kam zwischen dem 14. Mai 1948 und dem Jahresende 1951." Aber kann sich dies wiederholen? Baer |
   
Alijah
* New Member Benutzername: Alijah
Nummer des Beitrags: 7 Registriert: 10-2003
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. November 2003 - 20:15 Uhr: |
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@Baer Es ist auch erwiesen, sobald sich der Antisemitismus verstärkt (G'tt bewahre uns davor), vermehren sich auch die Zuwanderungen, man rückt eben zusammen. Ich rechne mit keiner Wiederholung, sondern mit einen immens steigenden Zuwachs, beginnend in absehbarer Zeit. Nur, wie würde sich so etwas auf Israel auswirken, wenn sich aus der Friedensverhandlung ein verkleinertes Israel ergibt?
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Raphael Wegmann
Unregistered guest
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. April 2004 - 20:12 Uhr: |
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Hallo, als politisch interessierter Österreicher versuche ich alle Seiten des Nahost-Konfliktes zu verstehen. Immer wieder lese ich (auch in diesem Forum), daß auch hochrangige palästinensische "Persönlichkeiten" Selbstmordattentäter als Märtyrer feiern würden bzw. keinen Frieden sondern die Vertreibung der Juden fordern. Werden solche Aussagen auch öffentlich gemacht? Kann man diese auch im Internet (auf englisch oder deutsch) nachlesen? Shalom -- Raphael |
   
Rc_sylvester
****** Senior Benutzername: Rc_sylvester
Nummer des Beitrags: 1619 Registriert: 05-2003
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. April 2004 - 22:22 Uhr: |
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Raphael, > hier z.B., der Absatz ganz unten, die Konklusion der langen Hasspredigt von Sheikh Ibrahim Mudeiris, "an employee of the Awqaf (Religious Affairs) ministry of the Palestinian Authority". "...We, the people of Truth, reach out our hand in peace. But they accuse us of being terrorists. Terrorists, because when the Palestinian mother welcomes her martyred son, she wishes to receive him as a corpse. She does not want him to be alive. But she does not want this corpse butchered. The wish of the Palestinian mother is to see the body of her son the martyr. "Are we terrorists? We, terrorists?! We face burning rockets that leave the martyr no flesh, bone, head, or foot. When the news of the death of her son reached the martyr's mother, she said to the youths: 'I want to see my son.' They were patient with her and took him to the cemetery to be buried. She learnt of this, and went there, asking: 'Where is my son?' Her son is a pile of flesh in a container, in a small sack. She watched while they buried him, and she said: 'If only a foot remained, I would kiss it.' Allah Akbar, is she a terrorist?! A terrorist, this woman who wants to find the foot of her son so she can kiss it before he is buried?! With these statements, Umm Muhammad broke the hearts of those present. "Where are the hearts of the world?! Where are the hearts of the Arabs? Where are the hearts of the Muslims in light of these sights? By Allah, if they didn't see them, we would say, 'Never mind.' But the entire world saw how our martyrs are burned in their cars on the road. Our children - their heads are cut off. Despite all this, we will be patient, because we are a people that deserves triumph, Allah willing." |
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