Archiv bis und mit 28. Dezember, 2005
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Forum haGalil - Board A » ISRAEL / NAHOST » Gaza zuerst? » Archiv bis und mit 28. Dezember, 2005 « Zurück Weiter »

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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 584
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 07:44 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth, ich hatte keine Attacke gegen dich geritten, sondern wollte, von dem (auch) mich sehr berührenden Tag von Rabins Ermordung ausgehend, nicht in eine Kristallkugel gucken, sondern lediglich beklagen, was danach ablief. Das wars, und du meintest wohl, so eine Verknüpfung sei nicht der Weisheit letzter Schluss. Sind also Beides nur Meinungen, zu denen wir auf Grund unterschiedlicher Verarbeitung gelangten - na und?

Dein "auffallen muessen" hab ich IMHO schon gerafft, deswegen nannte ich es oben in meinem an Schoschana gerichteten und dich darin indirekt ansprechenden Text "rhetorisch" (im Shai-Zusammenhang). Alles klar?

Außerdem bin ich nicht hier, um zu gefallen :-)

Ich komme aus der naturwissenschaftlichen Sparte. Was du da nicht für Alle nachvollziehbar belegen kannst, ist ohne Wert. Ein "Was wäre passiert, wenn" ist nur dann interessant, wenn es nachvollziehbar ist und immer das gleiche Ergebnis herauskommt.

Dazu müssen alle Parameter genauestens definiert werden, das geht bei dem Parameter "Mensch" aber nicht Dank unserer Komplexizität. Also k a n n ich(fm), willentlich allerdings :-), mich in bestimmte Denkschemata einfach nicht hineinversetzen, das musste halt akzeptieren. O.K.?




(Beitrag nachträglich am 01., Dezember. 2005 von efem editiert)
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 1969
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 07:55 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

Ein "Was wäre passiert, wenn" ist nur dann interessant, wenn es nachvollziehbar ist und immer das gleiche Ergebnis herauskommt.

Was befasst Du Dich ueberhaupt mit Politik und Zeitgeschichte, wenn Du alles als "unnuetz" abtust oder als Deine Denkfaehigkeit ueberfordernd, wo die Methoden der Naturwissenschaften nicht greifen?!

Ich habe nie von Dir erwartet, dass Du hier bist, um mir oder jemand anderem zu gefallen. Was ich tatsaechlich von Dir erwartet hatte, war ein gewisses intellektuelles Niveau (da hast Du mich nicht enttaeuscht), eine gewisse intellektuelle Integritaet (da schon eher) und vor allem ein Interesse, in der Diskussion mit jemand anderen (mir) mit vergleichbarem Niveau, Integritaet und Interesse, aber voellig anderer Blickrichtung, die gegenseitigen Grenzen auszuloten und ev. zu erweitern. Dieses Interesse scheint Dir voellig abzugehen, der Wunsch, Recht zu haben, ist wohl staerker.
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 1971
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 08:47 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

ich habe mir auf Deine Empfehlung hin den FR Artikel ueber Curtis ausgedruckt - und prompt enttaeuscht mich nun auch Dein intellektuelles Niveau.

Hier eine nicht zu lange Zusammenstellung von Literatur zum Thema samt Diskussion der beiden relevantesten Theorien zu Al Kaida.

http://www.windsofchange.net/archives/006532.php#method
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 585
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 09:11 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

"Was befasst Du Dich ueberhaupt mit Politik und Zeitgeschichte"

Unhöfliche Frage, höfliche Antwort: Steht weiter oben.

Die Steinzeit ist noch nicht zu Ende, leider: ich will nicht, dass in diesem Land alte, menschenverachtende Mechanismen je wieder greifen und möchte dazu beitragen durch aktives Eingreifen, in gezwungen bescheidenem Rahmen freilich. Natürlich habe ich dabei das Bedürfnis, mich solide weiterzubilden, sonst kommts aus dem hohlen Bauch und genügt höchstens dem eigenen narzistischen Befinden, insofern weist du mich schon zu Recht zurecht :-) , aber rennst offene Türen ein.

Banal: Alles, was hier (und auch sonst von Menschen überhaupt) beredet wird, dreht sich um Vergangenes und seine eventuelle Auswirkung auf die unbekannte Zukunft.

Da aber können denn Wertmaßstäbe angelegt werden. Die wiederum sind m.M. nach verbindlich festgelegt in der UN-Charta, und ich versuche, sie zur eigenen Richtlinie zu machen.

Wenn ich meine, dass ich beurteilen kann, dass jemand sich da - mich quasi herausfordernd - nicht dran hält und ich es mitbekomme und mich dazu äußern möchte und das kann, mache ich es eben. Nicht allein hier. Das ist weder Größenwahn noch Rechthabenwollen oder unredlich noch einschränkend, sondern Menschenpflicht. Falls ich mich dann im Einzelfall irre: fein, umso besser.

Aber zum Beispiel kann ich mich mit militanten Positionen, wie sie hier in krassem Gegensatz zum redaktionellen Teil von haGalil öfters aufscheinen, einfach nicht anfreunden. Wenn auch du, Ruth, sie zwar wohl nicht vertrittst - du betontest öfters deinen Pragmatismus -, so kommt doch häufig in Antworten auf das, was du bringst, heraus, dass du Anlass dazu gabst, sowas zu entwickeln - und du korrigierst diese deine AnhängerInnen nicht ausreichend bzw. sie kapieren es nicht. Finde nun ich schade. Ist das ein Aufhänger? Kann auch anders bezeichnet werden: diese Foren - wie es eine Internet-Foreneigentümlichkeit überhaupt zu sein scheint - verführen zum Polarisieren und laufen aus dem Ruder, das die webmaster führen :-) möchten. Es geht doch nichts über ein ernsthaftes Gespräch im Biergarten oder im Café :-)

Aber was ganz Anderes: ich bin so eingespannt, dass ich mir den "Luxus" haGalil-Forum (von den haGalil-blogs garnicht erst zu reden) kaum leisten kann. Mein Auftreten hier war immer sporadisch. Ich wollte lediglich denen, die mit Holländisch Schwierigkeiten haben, den Text von Miep übersetzt haben und hatte eigentlich wenig Willen dazu, wieder einzusteigen.

Wenn ich Mal in Rente bin, ändert sich das (hoffentlich). Und jetzt habe ich genug über mich gelabert. Die Pflicht ruft. Schönen Tag noch.

fm
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 1972
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 09:22 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

ich kann Deine Haltung nicht ganz nachvollziehen.

Du siehst politisches Engagement als moralische Anforderung, die Du an Dich selbst richtest, habe ich das richtig verstanden?

Zwar siehst Du die Notwendigkeit, Dich ausreichend zu informieren, doch scheint der moralische Winkel von Anfang an festzustehen. Geht das denn? Wie kannst Du denn so sicher sein, dass alles, was unter der Flagge "Antifaschismus" segelt, wirklich die moralisch ueberlegenere Position ist? Ist es nicht bereits Narzissmus, von der eigenen moralischen Ueberlegenheit a priori ueberzeugt zu sein?

Meine Herangehensweise ist anders (nicht unbedingt besser): Ich moechte fuer mich selbst verstehen. Politisches Engagement leitet sich fuer mich daraus noch gar nicht ab. Das ist natuerlich der moralische Schwachpunkt bei mir. Andererseits bin ich - seit es mir um's Verstehen geht - einfach wirklich noch nie zu einwandfreien Ueberzeugungen gekommen. Je mehr ich weiss, um so unsicherer erscheint mir alles: Keine gute Grundlage fuer politischen Aktionismus.

Fuer das, was andere aus meinen Auslassungen verstehen oder auch nicht, lehne ich jede Verantwortung ab. Den Schuh wuerdest Du Dir ja auch kaum anziehen, oder?
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 1973
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 09:44 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

immer vorausgesetzt, Du willst Dich wirklich informieren:

Was soll denn die These von Curtis, wie in der FR referiert?

Terroranschlaege gibt es. Curtis hat sich nicht so weit durchgerungen, auch die als eigentlich von CIA und Mossad inszeniert darzustellen. Sie seien jeweils von autonomen Gruppen veruebt worden.

Es gibt also Terror, es gibt Terrororganisationen. Soll jede Kooperation zwischen Terrororganisationen geleugnet werden? Das waere hanebuechen, weil lange vor dem 11.9. solche Kooperationen bereits bekannt waren (Attentat von Bueones Aires z.B.). Die Neocons koennten allenfalls den Namen Al Kaida aus dem Zusammenhang gerissen und die Vernetzung existierender Terrororganisationen stark uebertrieben haben. In Konflikten macht es uebrigens durchaus Sinn, den Feind lieber zu ueberschaetzen, als in die entgegengesetzte Richtung zu irren.

Der Film von Curtis und die ganze These scheint mir mehr ein Beispiel fuer "Displacement" zu sein, als eine ernsthafte These.

Hier noch eine Auseinandersetzung mit dem Thema, die Dich interessieren koennte (immer vorausgesetzt, es geht Dir um Information und Verstaendnis) "The Project", Part I, worin sich Scott Burgess mit einem islamistischen Strategiepapier auseinandersetzt:

Speaking of "jihad as part of a methodology to establish the Islamic state" (see today's previous post), I have received my copy of Swiss journalist Sylvain Besson's La Conquête de L'Occident, which contains the text of "The Project" - the document I discussed last week. The Project is an outline for a strategy - most likely drawn up by the Muslim Brotherhood - to combine jihad, surveillance, infiltration and propaganda (among other techniques) in order to "establish the reign of Allah throughout in the world" via the creation of the Caliphate and its subsequent dominance.
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Efem
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Nummer des Beitrags: 586
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 10:01 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Oh no, da muss ich also doch noch Mal dran. Ruth, du bist zu kurz gesprungen, und deine unbeholfenen Freundlichkeiten sind mir Kurzweil :-).

Also der FR-Artikel ist mehr journalistisch beschreibend und hält sich an Curtis` Konzept, während der von dir Verlinkte überhaupt nicht auf dessen Hauptanliegen, nämlich Darstellung einer Instrumentalisierung bestimmter Gegebenheiten ab 1949 - zum Machterhalt - eingeht.

Vereinfacht: C. sagt: als die USA (C. meint ihre zeitweise Regierenden, die "Neocons") nicht mitbekamen, dass die UDSSR, die genau wegen dem Vorstehenden (was C. deutlich aus seiner Sicht darlegt) von ihr sinnlos(!) befeindet wurde, eh zerbrechen würde, verbündeten sie sich mit denen gegen sie, mit denen sie heute scheinbar - hinhören, ich sage nicht anscheinend - Probleme haben (wer das bzw. die letztlich seit 1949 seien, erläutert Curtis auch). Das muss so sein, weil - s.o.

Spannende Hypothese, keine Verschwörungstheorie oder so. Erst Mal Alles - drei Stunden Film! - bekucken (wer Lust dazu hat) oder wenigstens den Text lesen und dann schwätze. Außerdem wollte ich mit der Verlinkerei den bis dato vielen unbekannten Denkanstoß, den Curtis gibt, unters Volk bringen und keine Diskussion anregen. Wen wer das tun möchte: ohne mich. 5.000 Kommentare bisher, aus wohl jedem Lager, wenn auch wohl meist englischsprachigen, sind, denke ich, nicht wenig.

fm
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 1974
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 10:22 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

immerhin diene ich Dir zur Kurzweil, obwohl Dir ja nie langweilig ist, nicht wahr?!

Die These, dass die USA (wie weit zurueck koennen denn die Neocons als "herrschende Elite" ueberhaupt datiert werden?!) sich auch mit Islamisten gegen die Sovietunion verbuendetetn, ist ja nun weder neu noch unbekannt.

Wechselnde Allianzen, wobei fruehere Verbuendete heute Feinde und uebermorgen vielleicht wieder Verbuendete sind, kommen in der Geschichte staendig vor. Da scheint etwas Struktulles vorzuliegen...
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 587
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 10:36 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth, meine "Freundlichkeit" ziehe ich zurück, mich selbst auf die Zunge beißend. Aber meine sonstige Darstellung betr. Curtis gilt weiterhin.

Ja, knapp gesagt (weil ich wirklich weg muss): Antifaschismus ist mir der von Adorno vor Allem, das ist schon eine (wie heißt das denn auf Englisch, etwa leaderline?) Leitlinie, und glaub mir, mit anderen ihren A. Betonenden (ist nicht jede/r Menschenliebende ein/e Antifaschist/in) habe ich mich öfters in der Wolle. Ich bin aber in der VVN-BdA, wenn dir das was sagt (googeln), und da spielt Tradition eine erhebliche Rolle und das regt zur Artikulation an.

Selbstredend habe ich m.M. nach kein Überich, das mich unbemerkt beherrscht (das sieht meine Freundin anders), sondern ändere Ansichten, wenn sie sich als falsch erweisen. Gehört zum vernünftigen Handeln.

Und deine für dich beschriebene Herangehensweise glaube ich hier im Forum längst bemerkt zu haben: du reagierst nicht einseitig oder verbissen.

Meinen Schuh würde ich analog Chrustschow aber schon ausziehen, käme mir zu plumper Beifall aus m. M. nach falscher Ecke unter. Allerdings manchmal zwischen den Zeilen, von wegen der Netiquette. (Wie wärs? gib dir nen Ruck, viele sähen dich in neuem Licht, schätze ich.) War hier vor Zeiten manchmal heftig der Fall. Miriam wird sich erinnern. Monika auch. Und Jutta. Sie könnte was zu dem sagen, was der von dir verlinkte Schreiber zu Sri Lanka bemerkt, da ist sie absolut fit drin. Jjjjuuuutttttaaaa, komm wieder!!!

fm
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Ruth_br
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 10:44 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

was den Schuh angeht: Ich weiss nicht, wovon oder von wem Du sprichst. Anscheinend handelt es sich auch um weit zurueckliegende Faelle. Entweder Du klaerst mich konkret mit Text oder Link auf oder Du laesst die Andeutungen bitte bleiben. Wie gesagt, ich bin fuer niemanden verantwortlich ausser fuer mein eigenes Tun und Lassen und in Grenzen fuer meine Kinder.

Adorno habe ich sicher auch mal gelesen (gehoerte ja zum Kanon), konnte aber wohl nicht viel mit ihm anfangen, denn erinnern kann ich mich an wenig.

Wie wird denn Faschismus und Antifaschismus bei Adorno definiert? Kannst Du mir auf die Schnelle aushelfen?

Die Frage ist, wie nahe Du Argumente an Dich heranlaesst, die Deine Ansichten in Fragen stellen koennten. Dein bisheriges Diskussionsverhalten scheint mir eher Abwehr zu zeigen.
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Ruth_br
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 10:55 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

habe ein bisschen gegoogelt.

Efem, Du haelst Dich hoffentlich an Adornoauffassungen wie diese?
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 11:10 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Anscheinend sind aehnliche Adornoauffassungen tatsaechlich begruendet und/oder mainstream.

Ich kann damit wenig anfangen. Zum einen lehne ich die These, dass es zwangslaeufige Entwicklungen in der Geschichte gaebe, an sich ab. Ich kann trotz Geschichtsstudiums und fortwaehrender Beschaeftigung einfach keine solchen Gesetzmaessigkeiten erkennen. Wer sie trotzdem ausmacht, geht mE so vor, wie derjenige, der erst schiesst und dann die Zielscheibe um das Loch malt. Er definiert ein zu erzielendes Resultat und vereinfacht und abstrahiert anschliessend so lange, bis es passt.

Kapitalismus ueberhaupt als Gesellschaftsform zu definieren, finde ich bereits sehr bedenklich. Habe mich noch nicht ausfuehrlich damit befasst, daher keine tiefgruendige Argumentation. Aus dem Bauch heraus scheint mir "Kapitalismus" nichts weiter als ein ideologisch begruendeter Begriff zu sein, unter den eine Fuelle von Phaenomena gezwungen werden, die nicht wirklich zusammengehoeren und auch durch keine Ideologie zusammengehalten werden. Kapitalismus als konstruierter Gegenbegriff zum Marxismus in seinen verschiedenen Ausfuehrungen.

Auch Faschismus als Gesellschaftssystem ist auch ein bisschen schwierig. Mir scheint, das allzu viel an Unterschieden verloren geht, wenn Systeme wie Nazideutschland, Mussolinis Italien, Francos Spanien und jetzt auch Bush's USA da auf einen Nenner gebracht werden sollen. Welchen Sinn kann ein solches Prokrustesbett ueberhaupt haben? ME ist "Faschismus" ein typischer Etikettenbegriff, der ausser emotionaler Wertung kaum etwas transportiert.

Am ehesten koennte ich mit "Faschismus" wohl noch im psychologischen Zusammenhang etwas anfangen, Stichwort "autoritaerer Charakter", aber auch da erscheint mir "totalitaer" bzw. "totalitaeres System" der bessere Begriff.
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 1979
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Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Dezember 2005 - 13:25 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Schade, ich halte mal wieder Selbstgespraeche, dabei kann ich im Austausch wirklich besser denken.

Hans Magnus Enzensberger hat seinen Essay "Der radikale Verlierer" ganz selbstverstaendlich in der Einleitung vorausgesetzt, dass die Globalisierung (aka weltweiter Kapitalismus oder verstehe ich da etwas falsch?) die Zahl der Verlierer vergroessert und diese selbst radikalisiert habe.

Stimmt das ueberhaupt? Quite the opposite is true, Norberg said on Tuesday at lunch at the Centre for Independent Studies headquarters in Crows Nest. Global capitalism has halved chronic hunger in the past 30 years, slashed illiteracy from 70 to 23 per cent since 1950 and cut infant mortality by two-thirds. Since 1981 almost 400 million people in the developing world have escaped poverty.

"The rich get richer, and the poor get richer even faster than the rich … Globalisation means that technologies it took wealthy nations billions of dollars and generations to develop can be used straight away in poorer countries," he said.

Norberg demolishes the Marxist idea that one person can get rich only at the expense of another by pointing out that the average western European or American is 19 times richer than he was when Marx was born in 1818, "but a Latin American is nine times richer, an Asian six times richer and an African about three times richer. So from whom was the wealth stolen?"


zitiert aus Lazy thinkers still defend bad ideas

Sehr oberflaechlich definiert Enzensberger "verlieren" fast ausschliesslich materiell, wobei die Verlierer dem Anblick von materiellem Ueberfluss im Fernsehen ausgesetzt sind. Zufaellig kam am Abend, bevor ich seinen Essay las, gerade etwas ueber Prinz Charles in Amerika in unseren Nachrichten und ich meinte zu meinem Mann, eigentlich sei er eine arme Sau. Shimon fragte mich, wie ich so etwas sagen koennte bei dem hohen Einkommen, ueber das Prinz Charles verfuegt. Ich antwortete, das beides doch wohl nicht viel miteinander zu tun haette. Ich sei mir sicher, selber ein viel gluecklicheres, erfuellteres Leben zu fuehren, auch wenn wir gerade mal isr. Mittelschicht sind. Ich habe auch schon mal den Ausdruck "real estate pornography" gehoert, wonach die uebertrieben aufwendigen Interieurs von Seifenopern einen Voyeurismus bei Zuschauern befriedigen, die nie so wohnen werden. Enzensberger beruecksichtigt beide moeglichen Reaktionen gar nicht, weder dass Zufriedenheit nicht an materiellen Status gebunden sein muss, noch dass der materielle Ueberfluss lustvoll betrachtet werden kann, ohne Neid und Verlierergefuehle auszuloesen.

An Enzensbergers Ansatz musste ich denken, als ich heute beim Adorno-Faschismus-Googlen auf Folgendes stiess:

Der Antisemitismus als Volksbewegung war stets, was seine Anstifter den Sozialdemokraten vorzuwerfen liebten:
Gleichmacherei. Denen, die keine Befehlsgewalt haben, soll es ebenso schlecht gehen wie dem Volk. Vom deutschen Beamten bis zu den Negern in Harlem haben die gierigen Nachläufer im Grunde immer gewußt, sie würden am Ende selber nichts davon haben als die Freude, daß die andern auch nicht mehr haben.


zitiert aus Elemente des Antisemitismus Grenzen der Aufklärung

Enzensberger und die von im vertretende Haltung gegenueber der Globalisierung also als primitive Gleichmacherei, aus Neid geboren und darin dem Antisemitismus verwandt (wobei ich fuer mein Teil diese Reduktion von Antisemitismus nicht mit mache)?
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Udosefiroth
* New Member
Benutzername: Udosefiroth

Nummer des Beitrags: 105
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Veröffentlicht am Freitag, 02. Dezember 2005 - 05:51 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth, bin beeindruck, aber...
was ist mit dem religiös bedingten Antisemitismus
dieser würde nicht unter "Gleichmacherei" laufen -
oder?
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Miriam
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Benutzername: Miriam

Nummer des Beitrags: 1723
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Freitag, 02. Dezember 2005 - 08:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hi Schoschana, ich weiss dass Du da einer Meinung mit Ruth bist - ich beziehe Deinen Text allerdings nicht auf Efem, sondern nur auf Kari.

Ich sehe das nicht so, Ihr glaubt ja eindeutige Antisemitismen bei Kari festgestellt zu haben - auch das kann ich gar nicht erkennen.
Die Spitze fand ich wie gesagt unnoetig und irgendwie kommt sie mir auch hinterhaeltig vor.
Aber ich denke Kari kann damit leben, dass man sie verdaechtigt - ich weiss schon wie das ist, mich verdaechtigt man ja auch immer wieder mal.

Wir haben also da ganz unterschiedliche Meinungen. Mehr moechte ich nicht mehr dazu sagen, hab keine Lust und keine Zeit.

shabbat shalom
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 588
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Freitag, 02. Dezember 2005 - 09:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

hallo Ruth, willst du dies Forum zu einer Bühne für eine Podiumsdiskussion bzw. ein Kolloquium mit Ziel eines noch zu findenden Konsens aller hier versammelten Kritischen machen? Und wann könnte dann gesagt werden: heureka, Amen? Auf welcher Ebene sollte das geschehen können? Wer entscheidet über die Validität (Stichwort vor Allem: Kompetenz) der Teilnehmenden (o.k., sie selber), vor Allem über ihre Integrität? Letztere gäbe allerdings der Sinn von haGalil vor, ich möchte annehmen, dass keine Rechtsgestrickten - praktischer, vager Begriff - versuchen würden, so ein Unterfangen zu unterminieren. Die Gefahr der Lächerlichkeit schwebte aber dennoch hämisch grinsend darüber. So verlockend es aussehen mag, in einen ehrlich gemeinten Diskurs zum Zwecke der Erkennung einzutreten vor der auf Grund der Natur des Internet potentiell annehmbar versammelten Weltöffentlichkeit (wenn auch nur der wohlhabenderen, die sich Zugang zu einem PC verschafft hat), so abschreckend erscheint es mir dabei, dass es wahrscheinlich auf ein gegenseitiges Dozieren mehr oder weniger fundierter Überlegungen, Setzungen und auch erst noch zu bestimmender Axiome hinauslaufen würde, und weil Alles schriftlich fixiert werden muss, kann es keine wirklich lebendige Kommunikation sein: das ist nicht machbar, sondern es wird lahm und schleppend und füllt lediglich Speicherplatz. Also verzichten wir lieber darauf, meine ich. Zum Wohle von haGalil.

Trotzdem möchte ich skeletthaft auf deine Ansätze eingehen, halt aus meiner Sichtweise. Du bringst viel ins Spiel (chronologisch):

die BBC-Doku, die ich ausdrücklich nicht andiskutieren, sondern nur bekanntmachen wollte: ist - für mich - hier deshalb abgehakt.

Kapitalismus ist kein Gegenentwurf zum Marxismus, sondern dessen Zustandsbeschreibung der klassenkampfgeprägten Gesellschaft.

Antifaschismus bekämpft den Faschismus. Faschismus in letzter Konsequenz meint organizistisch / biologistische Erklärungen der Menschheitsentwicklung und postuliert daraus das "survival of the fittest" und ist bestrebt, dem zuzuarbeiten.

Adorno hat mit Berkeley u.a. sich daran versucht, die autoritäre Persönlichkeit auszuloten und dabei die "F-Scale" entwickelt: Wenn ich den Gegner so also erkenne, vermag ich ihn zu bekämpfen.

hallo Udo: Ruth zitiert aus dem von ihr angegebenen Link, Wenn du den Text durchliest, findest du die Antwort auf deine Frage :-)




(Beitrag nachträglich am 02., Dezember. 2005 von efem editiert)
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 1980
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 04. Dezember 2005 - 07:23 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem

willst du dies Forum zu einer Bühne für eine Podiumsdiskussion bzw. ein Kolloquium mit Ziel eines noch zu findenden Konsens aller hier versammelten Kritischen machen?

Nein, wie kommst Du denn darauf? Ich habe Dich als potentiell fuer mich besonders attraktiven Diskussionspartner identifiziert und angesprochen. Wer immer Lust hat, sich zu beteiligen, ist natuerlich herzlich eingeladen.

Und wann könnte dann gesagt werden: heureka, Amen? Auf welcher Ebene sollte das geschehen können?

Auch hier verkennst Du etwas: Jeder neue Gedanke, auf den Du mich bringst, waere ein kleines Heureka fuer mich. Ein Endziel habe ich nicht im Sinn und brauche daher auch keine Ebene dafuer zu definieren.

Wer entscheidet über die Validität (Stichwort vor Allem: Kompetenz) der Teilnehmenden (o.k., sie selber), vor Allem über ihre Integrität?

Du und ich und jeder, der sich beteiligen moechte, kann subjektiv entscheiden. Ich sehe nicht, dass Kompetenz oder Integritaet "objektiv" beurteilt werden muessten. Wenn ich zum Ergebnis komme, dass Du zwar kompetent aber nicht integer bist, dann stelle ich natuerlich die Diskussion ein.

Letztere gäbe allerdings der Sinn von haGalil vor, ich möchte annehmen, dass keine Rechtsgestrickten - praktischer, vager Begriff - versuchen würden, so ein Unterfangen zu unterminieren.

Ein "Rechtsgestrickter", der sauber und integer argumentiert, waere mir genauso willkommen. Und wenn er das nicht tut, dauert es ja nicht lange, bis ich das erkennen kann, worauf ich die Diskussion einstelle. Ich sehen keinen Grund, a priori Beruehrungsangst zu entwickeln.

Die Gefahr der Lächerlichkeit schwebte aber dennoch hämisch grinsend darüber.

Ich habe keine Probleme, mich auch mal laecherlich zu machen.

So verlockend es aussehen mag, in einen ehrlich gemeinten Diskurs zum Zwecke der Erkennung einzutreten vor der auf Grund der Natur des Internet potentiell annehmbar versammelten Weltöffentlichkeit (wenn auch nur der wohlhabenderen, die sich Zugang zu einem PC verschafft hat), so abschreckend erscheint es mir dabei, dass es wahrscheinlich auf ein gegenseitiges Dozieren mehr oder weniger fundierter Überlegungen, Setzungen und auch erst noch zu bestimmender Axiome hinauslaufen würde, und weil Alles schriftlich fixiert werden muss, kann es keine wirklich lebendige Kommunikation sein: das ist nicht machbar, sondern es wird lahm und schleppend und füllt lediglich Speicherplatz. Also verzichten wir lieber darauf, meine ich. Zum Wohle von haGalil.

Dein Anspruch ist mE zu hoch. An die Weltoeffentlichkeit (der Wohlhabenden) denke ich nun wirklich nicht. Gegenseitiges Dozieren ist langweilig und sollte die Diskussion sich dahin entwickeln, haetten wir beide wohl schnell kein Interesse mehr. Bei meinem viel kleineren und bescheideren Ansatz sehe ich auch nicht, wie das "Wohl von Hagalil" leiden koennte.
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 589
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Montag, 05. Dezember 2005 - 08:24 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Ruth, echt mieses Wetter haben wir hier. Ist es bei euch besser?

Schade, ich muss zur Sache kommen, da hilft keine angelsächsische Einleitung. . .

Also: bei allem ehrlichen (nimm mir das ab) Wohlwollen - darf ich dich bitten, nicht so autor.. - gestrichen - repressiv aufzutreten? Das hier sind nicht deine und auch nicht meine Foren. Ich traue dir zu, dass du weder naiv bist noch blauäugig schreibst, was du schreibst.

fm
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Ruth_br
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Veröffentlicht am Montag, 05. Dezember 2005 - 09:11 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Efem,

Du wirst Deine Gruende haben, warum Du Diskussionen mit mir nicht wuenschst. Natuerlich steht es Dir auch frei, ohne Angabe von Gruenden dankend abzulehnen.

Allerdings finde ich den Vorwurf, ich waere autoritaer oder repressiv aufgetreten, ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

Und ja, das Wetter ist viel besser, aber ich habe nicht viel davon, weil ich fuer die naechsten 6 Stunden an den Computer und das Telefon gefesselt bin.
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2023
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Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Dezember 2005 - 07:55 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Israel's place in the war on terror

(...)

Having given up the Egypt-Gaza border to total PA control under heavy U.S. pressure, the Israeli government belatedly realises that the PA is unlikely to do anything to prevent terrorists operating in their midst. They find that al-Qaeda and listed palestinian terrorists are crossing in to Gaza through PA customs, so they aren't exactly keen to let convoys of trucks and buses cross from Gaza to the 'west bank'. The U.S. applies the pressure again.

Who's dumber - the Israelis for letting the PA have the Egypt-Gaza border, despite the obvious dangers, or the U.S. for pushing them to concede the basic security measures Israel tried to retain? The confrontation between terrorist forces and the West has long centered on Israel, a confrontation that 9/11 and the rise of al-Qaeda have brought in to stark relief. So when eve Israel won't protect its own backyard from the world's most dangerous terrorists, and the U.S. pushes for even more hazardous concessions, perhaps the faith terrorists across the world have in the brittle character of Western nations is not as misplaced as we might like.
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 2047
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Veröffentlicht am Montag, 19. Dezember 2005 - 14:28 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ashkelon to get rocket alert system

Zum zweitenmal sind nun schon Kassamraketen auf Ashkelon gefallen. Bisher waren nur Sderot und ein paar umliegende Moshavim Ziele gewesen:

IDF sources said the rocket launching came as no surprise.

"It should be kept in mind that our withdrawal from the settlements in the northern part of the Gaza Strip helped the terror groups extend their fire range," an IDF official told Ynet.
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 2095
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Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Dezember 2005 - 14:56 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Kriegt irgendjemand mit, dass inzwischen taeglich Kassam auf Ashkelon abgeschossen werden?

Am 30.12 ist ein Schulausflug zum Kraftwerk in Ashkelon geplant, ich habe das entsprechende Formular schon unterschrieben. Vielleicht sollte ich das noch einmal ueberdenken?!
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Schoschana
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Nummer des Beitrags: 1387
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Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Dezember 2005 - 15:12 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich haette Angst. Kann man die Schulleitung nicht dazu ueberreden, den Ausflug nach Ashkelon auf einen spaeteren Zeitpunkt zu verschieben und statt dessen woanders hinzufahren?
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Alex61
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Nummer des Beitrags: 1228
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Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Dezember 2005 - 18:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth,

davon wird hier nichts in den Medien berichtet soweit ich das mitbekomme.
Rhetorische Frage: woher kommen diese Raketen und welchen Schaden haben sie bisher angerichtet?
Wenn die Rakten aus dem Gaza kommen (rhetorische Antwort), dann wüßte ich gerne, wie und ob die PA das unterbinden möchte.
Eigentlich ist das ja eine Kriegshandlung.

Alex
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 2097
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Veröffentlicht am Sonntag, 25. Dezember 2005 - 07:52 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Schoschana,

mein Mann und ich haben vereinbart, dass wir auf alle Faelle den Schulausflug begleiten. Wir rechnen damit, dass Zahal bis dann etwas unternommen hat. Wenn nicht, fahren die Maedchen nicht mit beim Ausflug.

Alex,

Die Raketen kommen natuerlich aus dem Norden des Gazastreifens. Vor der Raeumung waren dort Siedlungen und Armeepositionen, die verhinderten, dass von so nahe der Grenze Kassams abgeschossen werden konnten.

Natuerlich ist das eine Kriegshandlung. Im Gazastreifen regiert die PA schon lange nicht mehr und Hamas befindet sich auch nach eigener Aussage im Kriegszustand mit Israel.
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 2101
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Veröffentlicht am Sonntag, 25. Dezember 2005 - 09:57 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Israel threatens Gaza strikes to clear rocket zone

(...)

Despite
[in Wirklichkeit natuerich wegen, aber das haben die MSM noch nicht verarbeitet - RB] the withdrawal, the rocket firing has not stopped, and Israel has mounted air and artillery strikes on Gaza.

(...)

On Thursday, four Israeli soldiers were wounded when a rocket hit their base after Israeli troops killed three militants in the West Bank. One rocket fell on Friday.

The Defense Ministry said the army had already been ordered to restrict movement within the belt along the border and security sources said that meant intensified air strikes.

But Sharon's office said the no-go zone was not yet being enforced.

(...)

The cross-border violence has quickly soured any hopes that the Gaza pullout could lead to a quick return to peacemaking.

(...)
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Ruth_br
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Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2106
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Veröffentlicht am Montag, 26. Dezember 2005 - 15:04 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Leider habe ich diesen Blog erst entdeckt, als Imaan schon wieder abgereist ist.

Living in Gaza City

Imaan ist Schwedin und mit einem Palaestinenser aus Gaza City verheiratet. Dem Namen nach zu urteilen ist sie wohl zum Islam konvertiert. Die Familie (Imaan, ihr Mann und ihre drei Kinder) haben ein knappes Jahr versucht, in Gazastadt zu leben, wobei Imaan anscheinend von Anfang an fuehlte, dass ihr Mann dabei von Nostalgie getrieben wurde.

Ich zitiere mal ein paar Ausschnitte meiner Wahl:

Blogotherapy: Lead her to a place...

Yesterday I went to the principal of my son's school to tell them that he's not coming back. Although it was an emotionally hard thing for me to do, because of the fact that Ibrahim did not like the school, it had to be done. Arriving in her office she started saying how very well behaved my son was compared to the other students who beat each other, and she showed me where in the face a boy had got kicked yesterday and how big of a scar he got and how much blood there had been. Then she made a face complaining about the noisy and cruel children she had in her school and told me that she wished they would all be quiet and kind like my son. Well, all I did was treat him like a little human and I didn't beat him.

Then we went to the schoolyard since the kids where having their break and Ibrahim wanted to say bye to some of his friends. Suddenly we were in the middle of fights and kicking, beating and pushing. Even though I was shocked by the EXTREME behaviour, I've learned by now that this is how children "play" here. All they ever see is violence, if not inside their family, so from TV or computergames or even just from above - airplanes in the air.

(...)


My lovestory is all over

1. My son, who never is allowed to go out to play (too dangerous) spent some time just outside our building playing fotball with two neighbour-kids. So I thought. Being a few years older than him it turns out they took his fotball and kept playing between themselves while my son desperately tried to be a part of the game. He came home crying after a while. Kids here simply don't learn how to be compassionate.

2. Some days later he wanted to go with one of his friends from our bulding to a nearby park (the only playground in Gaza, I repeat the ONLY one), that is just a few minutes walk from our home. I personally didn't allow him, but my son is soooooooo bored that he begged and begged, so I asked my realtives. Here's what they answered -"Oh no, there's two families in fued right now so they are outside shooting eachother and they might pass by the playground and start shooting." Nice, really nice.

(...)
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Ruth_br
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Nummer des Beitrags: 2111
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Dezember 2005 - 09:50 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Die Schule hat inzwischen das Ausflugsziel geaendert. Statt nach Ashkelon fahren unsere Kinder nach Beit Guvrin.

Ich habe freundlicherweise eine Uebersicht erhalten ueber Schlagzeilen deutscher Agenturen zu Nahost von gestern:


01:14
rtr REU0842 3 pl 68 ( GEA GERT SWI OE DNP GEG MEAST PS IL ) L27629312
NAHOST/KAMPFHUBSCHRAUBER/BESCHUSS
270104 Dez 05

01:32
dpa bdt0014 4 pl 83 dpa 0048
Konflikte/Nahost/
»Israel greift erneut Ziele im Gazastreifen an =
270133 Dez 05

03:28
afp DEU006 4 pl 107 TER /AFP-UT39
Nahost/Israel/Palästinenser
»Israelische Armeehubschrauber greifen Ziele im Gazastreifen an =
270328 DEZ 05

05:00
dpa bdt0061 3 pl 457 dpa 4110
Nachrichtenüberblick/dpa/Politik/
»dpa-Nachrichtenüberblick POLITIK, Dienstag, 27.12.2005 - 05.00 Uhr =
... Gaza-Stadt (dpa) - Israelische Kampfhubschrauber haben in der Nacht
Raketen auf Ziele im Gazastreifen und in Gaza-Stadt abgefeuert. ...
270500 Dez 05

07:06
rtr REU1556 3 pl 369 ( GEA GERT SWI OE DNP GEG IL MEAST PS ) L27126086
ISRAEL/SCHARON 2.ZF (FOTO) WDHLG
»WDHLG-FScharon steht mitten im Wahlkampf Herzbehandlung bevor=
270656 Dez 0