'Salamu alekhum - Der Weg zum Frieden...
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Stephan_p
**** Intermediate
Benutzername: Stephan_p

Nummer des Beitrags: 792
Registriert: 12-2008
Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juni 2009 - 15:47 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)


quote:

U.S.-Israel Relations: Have Some Minimal Respect, President Obama

I've written that U.S.-Israel relations have pulled back from the brink, if brink there was, but there's a detail of what's reportedly going on now that deserves to be highlighted and criticized.

The United States is pushing Israel to open up border crossings to the Gaza Strip for more goods to, in Washington's conception, facilitate reconstruction.

In theory, this is a humanitarian effort to help Gazans. At the same time, such a step deepens the enslavement of Palestinians in the Gaza Strip to a Hamas regime, strengthens a terrorist organization which now, in effect, rules a mini-state of its own, and undermines any peace process.

The United States wants Israel, for example, to let in more cement in the expectation that this will be used for rebuilding. Israel is reluctant because it knows that a large portion of this cement will be used for building military bunkers which it one day will have to assault.

The United States wants Israel to let in more pipes in the expectation that this will be used for carrying water. Israel is reluctant because it knows that a large portion of this will be used for building rockets which will be fired to kill its own citizens.


Hier könnt ihr den vollständigen Artikel von Barry Rubin lesen.
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Cora
*** Member
Benutzername: Cora

Nummer des Beitrags: 367
Registriert: 01-2009
Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juni 2009 - 21:25 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das Problem des vormundschaftlichen Habitus den Paläs. gegenüber liegt in der Geschichte begraben - wie so vieles. Der Großteil der Paläs. waren, vor der Staatsgründung Israels, Fellachen, also Pachtbauern. Ihre "Herren" waren meist Osmanen oder Syrer. Eine mehr oder weniger gebildete Stadtschicht gab es so gut wie garnicht, und die wenigen, die es gab, wurden vom Mufti klein gehalten, bzw. ermordert. Denn sie stellten dessen Machtanspruch in Frage.
Ähnlich verhält es sich heute. Wiewohl das Schulsystem in den Paläst. Selbstverwaltungsgebieten eigentlich sehr gut ist, wandern jedes Jahr hunderte von Intellektuellen ab, gehen nach Europa oder Amerika. Wer bleibt, ist entweder familiär mit der Autonomiebehörde verbandelt oder anderweitig mit der alten PLO verbunden. Insofern ist ein originäres Staatsverständnis bei den übrigen Bewohnern eher gering. Will heißen: durch die Jahre in jord. Flüchtlingslagern, auf der Flucht mit dem großen Rais Arafat, oder unter ägyptischer Herrschaft, blieben die Paläs. ihren alten Stammes- und Clanstrukturen verhaftet. Die Hilfsaktionen der UNO gaben ihnen auch keinen Anlaß, sich über ihren eigen "Staat" Gedanken zu machen, außer dass sie (durchaus berechtigterweise) einen haben wollten.
Vielleicht sollte man in den nächsten Gesprächen am runden Tisch erstmal klären, wie sich die Paläs. ihren Staat vorstellen (Demokratie? Monarchie? ...) Wie gedenkt man das Müllproblem zu lösen? Welche Joint venture wären möglich usw. Eben all das, was jeder Firmengründer der Bank abliefern muß, bevor er auch nur über einen Kredit nachdenken kann. Ist das geklärt und in den Autonomiegebieten halbwegs organisiert, dann kann man ja über Themen, wie Militär, Hauptstadt, kleiner und großer Grenzverkehr, nachdenken.
Wenn man immer wieder nach den Sternen greift, verliert man rasch den Boden unter den Füßen.
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Stephan_p
**** Intermediate
Benutzername: Stephan_p

Nummer des Beitrags: 794
Registriert: 12-2008
Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juni 2009 - 21:33 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Coole Info, danke Cora

Maschu,

Ich hab hier noch den Regierungsbericht zur Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde den ich inm einem Post789 nicht so schnell auffinden konnte.

quote:

Die israelische Regierung hat dem Ad Hoc Liaison Committee einen aktuellen Bericht über Israels Bemühungen um die palästinensische Wirtschaft und den Aufbau von Sicherheits- und administrativen Einrichtungen vorgelegt.

Die Entwicklung und Stärkung der Wirtschaft sowie funktionsfähiger Institutionen in den palästinensischen Autonomiegebieten ist eine Herausforderung, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), der internationalen Gemeinschaft und Israel gleichermaßen geteilt wird.

Israel erkennt die Bedeutung internationaler Unterstützung von Projekten im Westjordanland in den Bereichen der wirtschaftlichen Entwicklung, des Aufbaus von Leistungsvermögen und von Sicherheit und Verwaltung. Die internationale Gemeinschaft spielt durch ihre Unterstützung eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Art und Weise, wie diesbezügliche Projekte geplant und konkret durchgeführt und wie palästinensische Institutionen gebildet werden. Israel unterstützt die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft bei der Förderung palästinensischer Entwicklung.

Der nun vorliegende Bericht präsentiert eine Reihe von entsprechenden Schritten und Maßnahmen, die Israel 2008 und im ersten Quartal von 2009 eingeleitet hat. Diese Maßnahmen wurden parallel zu einem umfassenderen diplomatischen und wirtschaftspolitischen Einsatz der internationalen Gemeinschaft ergriffen, und ungeachtet der Sicherheitsrisiken in Form andauernder palästinensischer Terroraktivitäten gegen die israelische Zivilbevölkerung.

Der Bericht geht auch kurz auf die Situation in Gaza während der Operation Gegossenes Blei und Israels Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bei der humanitären Versorgung des Küstenstreifens ein. Israel unterstützt derartige Anstrengungen, obwohl es sich beim Gaza-Streifen um eine feindliches Territorium handelt, das von der Hamas, einer vom Iran unterstützten Terrororganisation, beherrscht wird und eine andauerndes Sicherheitsrisiko für Hunderttausende von Israelis darstellt.


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Maschu_01
*** Member
Benutzername: Maschu_01

Nummer des Beitrags: 266
Registriert: 01-2009
Veröffentlicht am Freitag, 19. Juni 2009 - 14:45 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

ich springe jeweils unter deine von mir "gegänsebeinten" absätze, stephan.



"Moin Maschu,

Du hast Recht, wenn du mir anzeigst, dass ich die Palästinenser unter Vormundschaft wähne und sie auch so in meinen Posts behandele."

was cora weiter unten dazu anmerkt, mag für ältere israelis gelten, nicht aber für leute, die nie dort gelebt haben, es sei, man will diese 1:1 kopieren. ergibt das sinn?


"Allerdings sehe ich leider von ihnen auch keine eigene Energie etwas zu tun, um aus diesem Status heraus zu kommen."

das ist nicht dein bier!


"Nein zu allen Vorschlägen und nein zu allen Punkten...aber damit kommen sie durch, offensichtlich und zu einem großen Teil ganz sicher aus den Gründen, die anführst."

auch ohne worte, siehe oslo I u. II.


"Eine Zweistaatenlösung ist lächerlich, wenn der pal. Staat nicht einmal in der Lage ist selbst zu existieren - insofern ist das gesamte westl. Geschrei darum doch genau so absurd.
Fakt ist, das unter anderem die Palästinenser ohne jüdische Nachbarn wohnen wollen und daran werden sie festhalten."

du glaubst, dass er nicht existieren könnte, die palis glauben, dass er es könnte. also können sie ihre fähigkeiten doch unter beweis stellen, was spricht dagegen? wer nicht wagt, der nicht gewinnt! ausserdem kann sone erfahrung auch sehr ernüchternd und heilsam sein, versuche, es mal unter diesem aspekt zu sehen, stephan. nachbarn? unmittelbare nicht, nein, wohl aber werden sie fressen (müssen), dass israel nebenan liegt und da auch bleiben wird.



"Es ist nun aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass Jordanien eben ne Menge Palästinenser ansiedelte - diesen Menschen jetzt allerdings das Recht ihrer Ansiedlung abzusprechen wäre genau so daneben, wie es bei den jüdischen Siedlern ist - d'accord."


wie soll ich dass denn nun verstehen? wer könnte den in jordanien lebenden palis irgendwas absprechen wollen/können? der jordan. king hat die wohl im griff mirttlerweile.



"Vielleicht kann man anfangen eine PA nicht als kleine Kinder zu behandeln, wenn eine PA anfängt sich wie ein mündiger Erwachsener zu benehmen.
Dazu gehört eben, dass der geforderte Staat allein existieren können sollte."


ich vermute, die UN(-RWA) wird auch hier einen dreh finden, die palis auch noch bei eigenstaatlichkeit ihren vererbbaren flüchtingsstatus geniessen zu lassen, schliesslich würden sie nicht auf dem gebiet, auf dem sich jetzt israel befindet, leben können, die armen hascherl.

kleine kinder kriegt man in den griff, stephan, allein daran sieht man, dass so ein argument nicht trägt. man muss, denke ich, vielmehr neidlos anerkennen, dass die junx recht clever agieren. mir erschliesst sich noch immer nicht, was dich bewegt, dich so vehement dafür einzusetzen, dass ein pali-gebilde eigenständig existieren können müsse.

knapp 80 km von hier (bärlin) beginnt die 3. welt,die befreiten gebiete sind samt und sonders mehr oder weniger insolvent. dennoch sind einige ganz wenige glücklich und zufrieden. es wird immer behauptet, dass es nicht gut sei, wenn wohlstand neben armut siedle, das führe zu verwerfungen und ähnlichem. humbug. wohlstand ist nur dort möglich, wo es nearby eine damit korrespondierende armut gibt.

also: wo bleibt da der marktwirtschaftler in dir?



"Auf Netanjahu's Rede könnte man z.B. Gespräche beginnen und ausdiskutieren, wat nu is mit Demilitarisierung, dem Schutzwall, der Anerkennung eines jüdischen Staates, der Rückführung der pal. Menschen mit ererbten "Flüchtlingsstatus".
Das wird alles vorausgesetzt, dass Israel eine Lösung sucht und findet...warum Israel allein?
Aber dieses ewige nein, nein, nein...seit Khartoum 1967 nervt einfach nur."

man wird es nicht schaffen, fanatiker zu demilitarisieren, es ist schon sehr viel, wenn man sie davon abhalten kann, badende und schulkinder in die luft zu jagen. also müssen die tunnel weg, technisch kein prob. unter der prämisse der anerkennung nicht nur des existenzrechts, sondern auch der staatlichen verfasstheit und unversehrtheit israels, wird sich sehr schnell zeigen,welches spiele die palis spielen, egal, ob hamas oder fatach. ich sehe manches ebenso negativ wie du, noch mehr aber scheint mir gewiss, dass es israel leider nicht gelingen wird, den sog. vorführeffekt der weltöffentlichkeit zu vermitteln, und hier ginge es nicht mal um das zuschieben des schwatten peters, den ziehen die palis mit wonne und höchst freiwillig, wie mich dünkt.



"Den Sinn einer Hudna habe ich so begriffen, dass der Waffenstillstand dazu genutzt wird,um sich wieder zu stärken und den Freund dann endgültig vernichten zu können.
Von daher betrachte ich das eher argwöhnisch."

brächte aber ggf. erstmal für max. 10 jahre(mehr geht da wohl nicht) sone art atempause, das ist m.E. besser als ein à la longueur demoralisierender verschleisskrieg. auch: man wüsste von vorneherein, worauf man sich einlässt. bei einem friedenspakt müsste man letzendlich auch stets auf der hut sein, vor allem ebenso wie bei ner hudna kostspieligst weiter hochgerüstet bleiben, denn es ist ja nicht so, dass so ein vertrag perpetuell friedefreudeeierkuchen brächte.



"Die Charta der PLO wird nicht geändert werden, realistisch betrachtet."

mit letzter gewissheit kannst du das nicht behaupten, und somit braucht man den (erneuten) proof. u.U. immer wieder. leider. hamas: dito.

nicht nur bei dir wehre ich mich auch gegen zweierlei: aus der draufsicht vermeintliche endgültig- und unmöglichkeiten apodiktisch zementieren zu wollen.



"Dem Westen scheint es egal zu sein...ggf baut man eben wieder ein paar schöne steinerne Mahnmale gegen eine neue Judenvernichtung und legt schweren und gebrochen Herzens tonnenweise Blumen an einem neuen Jahrestag eines neuen Genozids ab...dat können wir hier ja ganz gut nach 70 Jahren Übung.

der "westen" verdient am krieg, auch die former USSR und china, jedes schlachtfest ist ein $$-fest. sieh es ökonomisch, nicht moralisch-ethisch, dann weisst du, dass im grunde für diverse standorte gestorben wird, also wertschöpfungen elsewhere ermöglicht und LANGFRISTIG stabilisiert wern.



"Ja, Israel steht allein auf weiter Flur..wie gewöhnlich."

na ja, ziemlich allein...



"Trotzdem kann Israel nicht allein einen Frieden schaffen oder einen zweiten Staat für die Palästinenser kreieren - die müssen das scho auch wollen und mitarbeiten."

wer erwartet das? propagandistischen theaterdonner der zu teilen gutmenschelnden western hemisphere solltest du nicht beherzigen, denn tief drinnen sind die peaceniks recht militaristisch -nicht bloss militant-, zumal, wenns gegen israel geht.

ich meine, primär will die veröffentlichte meinung j.carters zwei-staaten-modell, weder palis noch israelis sind (mehrheitlich?) sonderlich begeistert davon; ein grund mehr, das am tisch auszuloten! der aktuelle zustand ist jedenfalls in meinen augen unhaltbar, täglich beissen leute ins gras, die nicht reinbeissen müssten.




"Vielleicht sollten Israelis und PA sich die Köpfe heissreden...aus vielen Gesprächen und mit noch mehr vorsichtigem, igel haften Abstand könnte unter Umständen ein Konsens erzielt werden...sicher nicht heute oder morgen und schon gar nicht unter den grotesken Vorgaben von Obama/ Clinton (ich verdrück mir dazu jetzt auch ne sarkastische Bemerkung)"


es ist nicht so, dass ich für verhandlungen um jeden preis bin, und ich kann auch verstehen, wenn man den palis nicht mal die hand reichen will. man kann aber ne geste machen,indem man auf den tisch weist und anbietet zu reden. zunext mal ist dabei für mich irrelevant, wie groß der gesprächskreis ist, man ist nicht angewiesen auf die "EINE STIMME", mit der die palis reden. salopp gesagt, bleiben selbst dann noch immer viele zungen, mit denen man reden kann. das ist bekannt, also kann man sich drauf einstellen. ergebnisoffen, ohne a priori zu sagen: das wird eh nix.

selfulfilling prophecy, you know...

ich denke, und auch cora wies dich auf ähnliche aspekte mehrfach hin, dass es nicht hilfreich ist, big 0 zum fra diabolo zu stempeln. tatsächlich haben die USA seit jahrzehnten die fatach gefördert (wie sie auch die taliban protegierten), ihr verhältniszu israel war und ist, gelinde gesagt, ambivalent. muss man mit leben, aber nicht so tun, als sei bis einschliesslich georgy-porgy alles in, nun ja, butter geht schlecht, sagen wir, in olivenoel, gewesen.

warum keine sark. bemerkung von dir zu big null?




"Einen Status quo erreichen mit dem Israel in "einigermaßen" friedlicher CO-Existenz zu einem pal. Staat leben könnte...ja."

darum, u.a, gehts, stephan. versuchen muss mans.



Das man einen pal. Staat sicher unterstützen muss, werde ich zähne knirschend *hyper-knirsch* zu geben müssen...alles andere ist lächerlich.
In der Vergangenheit wurden die Hilfen ja wohl durch Korruption und für Waffen verbraten.
Da müsste man dann wohl ein System finden, dass eine Wirtschaft in Gang gesetzt wird, die es ermöglicht einem pal. Staat dann in absehbarer Zeit selbst zu existieren.

das ist dein mandala, hast du ein helfersyndrom? hihi...

du gibst wahrscheinlich auch nem homeless geld mit der auflage, sich n sandwich und keinen stoff zu kaufen. und nochamls: israel ist nicht der sozialarbeiter für hamas/fatach/die palis.




"Dazu müsste man wohl die UNRWA so schnell wie möglich auflösen, damit die Posten, die vererbbar sind wegfallen...na ja ich setzt hier, naiv, wie ich nun mal bin *g*...voraus, dass jemand, außer Israel, daran interessiert ist mitzuarbeiten und Fortschritte zu erzielen."

die UNWRA wird das 100pro nicht sein!



"Israel ist ja auch daran interessiert und hat bereits Programme zur Wirtschaftsförderung auf den Weg gebracht."

ja.



"Zu den palästinensisch-israelischen Wirtschaftsbeziehungen kann ich aktuell nur ein Dokument des Peres Center for peace von 2006 anbieten...ein aktuelles des Staates Israel existiert ich find's aber auf die Schnelle nicht."

hast es ja dann gefunden,danke dafür. damitsde mich nicht fortlaufend in den falschen hals kriegst: alles, was über ABM hinaus geht, was cooperativen charakter hat, was beidseitig getragen wird: no objections.



"Ein Status Quo kann, meiner Meinung nach, nicht erreicht werden, weil zu viele Menschen sich die Hände reiben, wenn Israel mal wieder ein's auf's Maul gekriegt hat - anstatt zu hinterfragen...auch d'accord mit dir."

hinterfragen tun die schon, steph, die wollen ja genau wissen, wie und wohin der hase läuft. das prob kommt, sobald es um mögliche konsekwenzen geht. ich favorisiere den exclusiven bilateralen dialog; mag sein, dass eine art mediator hilfreich sein könnte, bloß,wen könnte man da nehmen? es gibt keine un- oder überparteiischen, wer das behauptet, begeht schon die erste lüge, ob wissentlich oder unwissentlich.




"Das größte Problem ist für mich aber, dass der Genozid, den man sich zum Ziel gesetzt hat eben nicht nur in Chartas von Hamas, PLO und Hizbollah existiert sonder eben auch in den Köpfen der Menschen zementiert ist."


... aber längst nicht in dem aller. halbwegs tragfähige lösungen gibt es ja mit jordania&egypt, auch mit syria ist das denkbar, falls die US-administration die obstruktion einstellen sollte.



"Eine Familie lyncht den eigen 15 jährigen Sohn, weil sie Kollaboration mit der IDF vermutet."

alltag in beinahe jedem krieg, das.



"Pal. Mütter geben stolz ihre Söhne an ein Selbstmordkommando...ja...es wird Generationen dauern, bis ein kleiner Konsens erzielt werden kann...wenn überhaupt."


es würde reichen, wenn sie derartiges dereinst unterlassen würden, sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht, right.





"Die jetzige Generation von jungen Menschen ist dafür wohl schon zu indoktriniert und deren Kinder werden ja von Hamas TV auch schon erzogen (dieser vollkommen abscheuliche Nazi-Hase etwa, der Juden frisst)...dann vielleicht die nächste oder über nächste?"



ich wills mal plastisch formulieren: man wird sie nicht mit argumenten ändern, sondern nur qua milit. stärke und repressiver intimidation. ein lausiges "spiel", aber ein andres überleben in und für israel erscheint auch mir auf absehbare zeit kaum vorstellbar.




"Normalerweise neige ich dazu, zu sagen, dass wer nie anfängt auch nie ankommt...Israel hat bereits 1948 angefangen und steht nach 61 Jahren immer noch vor der Aussage, dass man die Juden "in's Meer treiben will"."


die internationale gemeinschaft (der friedensbewegten) wird gewiss dafür sorge tragen, dass dies nur mit badekappe und burkini geschieht...




"Nur, Maschu, bei allem Optimismus, der sich zeitweilig bei der Beantwortung deines Posts bei mir einstellte kommt doch der Pessimismus wieder in den Vordergrund (eigentlich verschwindet er da gar nicht), dass höchst wahrscheinlich niemand auf Vorschläge eingeht oder mal ne ausgestreckte Hand nimmt und, wenn auch reserviert, guten Tag sagt als Tod den Juden."

mein umfeld sieht mich nur allzu optimistisch als pessimisten, und es ist lästig, stets erklären zu müssen, dass "kritischer realist" zutreffender ist. will sagen: zum einen bin ich nicht der meinung, dass, wer nix macht, keine fehler macht, denn das alleinige nixmachen kann bereits der eigentliche, gravierende fehler sein, zum anderen scheinste mir jmd. zu sein, der alle hoffnung, deren kwell ja die angst ist, hat fahren lassen und dennoch angst hat. dann doch lieber MIT hoffnung, stephan!

greetz

maschu
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Maschu_01
*** Member
Benutzername: Maschu_01

Nummer des Beitrags: 274
Registriert: 01-2009
Veröffentlicht am Freitag, 26. Juni 2009 - 14:15 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@ente/748

du schriebest:

"Wer richtige, falsche, gute, böse oder irgendwelche Aussagen eines Menschen mit Hilfe von damit nicht zusammenhängenden Urteilen über dessen Rasse, Religion, sexueller Orientierung, Einbeinigkeit oder Haarfarbe bewertet ist meiner Meinung nach ein Rassist."

fällt sowas auch darunter?

http://heplev.wordpress.com/

hauptseite, oben rechts, seitenleiste:"Kauft viel beim Juden!!!"


es ging, man kann das sehr schön in diesem fred (bis 4.juni, etwa ab mitte) nachlesen,

http://forum.hagalil.com/board-a/messages/279/41094.html?1244125355

um das tanja krienen. hätte mich nicht ein user nebenher drauf angesprochen, ich hätts doch glatt vergessen, ente!

nicht mal dein zurückgezogener beitrag,

http://forum.hagalil.com/cgi-bin/a/show.pl?tpc=3321&post=183422#POST183422

der für deine verhältnisse schon recht hart war, und den du in entschärfter form (nein der pöööse kommt nicht in den topf brodelnder nextenliepe, er soll ihn nur sehen) dann hier


http://forum.hagalil.com/cgi-bin/a/show.pl?tpc=3321&post=183441#POST183441

sinngm. anbrachtest, hat mich daran erinnert.


wir brauchen nicht zu vertiefen, denke ich, dass der begriff rassisimus ideologisiert ist, und dass er häufig unbedacht/ungenau verwendet wird. da er kein individuelles prob ist, kann er wohl auch nicht individuell überwunden werden, zumal er auf zuschreibungen fusst, die uns erst zu weissen oder schwarzen machen, die verallgemeinernde und verabsolutierende wertungen aus rassischen und religiösen differenzkonzepten erst ermöglichen, die das negieren der menschenwürde samt des anspruchs darauf beinhalten; rassissimus benachteiligt gruppen aufgrund ihrer präsumptiven biologischen oder kulturellen fremdheit und erfüllt somit die funktion für rechtfertigungen von agggression.

mithilfe einer eingechmeckten mache ich grade einen crash-kursus in kölsch (als sprech, nicht als getränk), und dort spricht man, bspw., von "dat minsch", "dat frauminsch". gaaaanz schalümm,die kölschen, living in de past!

ich führte beispielhaft weiter oben "das diepgen" und "das merkel" an, und es hat den anschein, als könne der deitsche kirchentagsbesucher damit halbwegs leben, denn schliesslich erhielt das diepgen den ehrentitel für exorbitante farblosigkeit sondergleichen (nicht etwa mangelnde cujones, wie häufig kolportiert, führten dazu, schliesslich wäre er so nie an die spitze eines klüngelnden sumpfes gelangt, den es so höchsten noch in nairobi, köln oder cairo gibt).

bei "das merkel" merkt der kirchentagsbesucher schon eher auf, auch wenn er bedripst einräumen muss, dass zu dieser würdevollen benamsung nicht zuletzt ihre blazer beitragen, die evident einen verstoß gegen das kriegswaffenkontrollgesetz darstellen, wie auch ihre frisuren, die einem katalog des hundesalon´s mandy (aus lääpzsch, man sieht´s am apostroph) entnommen sind, allen leuten, denen stefan raab zu plump ist, zur immerwährenden erheiterung gereichen.

bei "das krienen" allerdings zeigt der akademisierte parvenu seine prollige kinderstubb vor, da ist kein halten mehr. unbelastet von kenntnis wird das ach so schwere schicksal krienens beklagt, auch, dass sie wahrscheinlich vor einigen jahrzehnten im kz gelandet wär. nun, wir leben heute, transen werden nahezu ubiquitär immer noch mies behandelt - und dazu tragen leute wie das krienen (etliche und real trannies haben nicht diese probs mit ihrem schicksal) erheblich aktiv bei.

aaO hatte ich vor monaten ähnliches am rande mit calimero in sachen ihrer adorierten haider-schwuppe, wobei mir calimero ne schwulenphobie andichten wollte, dabei aber geflissentlich übersah, dass der jungmännern nachstellende haider sich in public als schwulenhasser par excellence gab. so wenig es einen bonus fürs schwulsein geben kann, kann man erwarten, dass solche gestalten noch jedwede verbale rücksichtnahme erfahren. mit das krienen verhält es sich ähnlich - lesen bildet! zumal thomas krienen keine transexuelle ist, sondern bestenphalls ein transendarsteller, der sich in spanien jahrelang von einem gönner seine junx finanzieren liess, um gleichweise, auch mit diesem geld, als alibi hier eine vermeintlich emanzipatorische welle qua drittklassiger printerzeugnisse und websites zu schieben.

man mag das anders sehen, ich sehe es so und verwahre mich gegen ein pseudohumanitäres gesummse, das auf nix als gutem willen fusst: bleib stehn, ich will dich retten!

wenn das thema voyeuristisch fasziniert, auf pro 7 bzw. bärliner morgenpost-level:


http://www.transgender-net.de/

und wer sich inhaltlich interessiert:



http://www.tgnb.de/?id=500&lang=de

ansonsten, es ist wieder soweit, rafft die röcke, boiz n girlz:

http://www.transgenialercsd.de/seite1.htm

mir scheint, dass in sachen menschenwürde so einiges aus dem ruder läuft, wenn ich, bspw., über krüppel, die bodenpatscheball spielen, lesen muss, dass die "andersbegabt" sein sollen. oder leute, die blind sind, die ein appes bein oder 2 appe beine haben: alles andersbegabte.

wäre das ganze nicht eine ABM sui generis für sozialarbeiter, shrinks und ähnliche beruflichen auswüchse, die die marktwirtschaft gebiert, man müsste derartiges für blanken zynismus halten. auszuschliessen ist das allerdings auch so nicht.

america, here I come, ein rückblickender ausblick:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,439628,00.html

http://www.zeit.de/2005/44/B-USA_2fSchullobbyisten

wir wollen jetzt alle ne kerze anzünden und gaaaanz traurig gucken!

ungeschminkt

maschu

axo, fast vergessen, ente:

das happich im web gefunden:

"Der Rassismus ist von Formen kultureller oder religiöser Intoleranz abzugrenzen, die auf der Basis der gleichen psychologischen Mechanismen ebenfalls zu Ablehnung und Unterdrückung anderer Menschengruppen führen. Anders als beim Rassismus wird die Differenz zur eigenen Gruppe in diesen Fällen aber nicht als erblich und unveränderbar angesehen. Durch die religiöse Konversion oder die Annahme einer anderen kulturellen Identität ist eine Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen grundsätzlich möglich."

und da ist mir, dem das thema aber auch sowas von neu und ungeläufig ist, doch tatsächlich auch dies aufgefallen, dass nämlich die definition der UN aus 65 m.E. die sache eher trifft als dein universalanspruch, den ich eingangs zitierte:

1965 definiert die UNO im Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung den Begriff der „Rassendiskriminierung“ als: „jede auf der Rasse, der Hautfarbe, der Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.“


und noch eine petitesse fällt mir auf: transvestiten und transsexuelle sind zwar vllt.andersbegabte in deinem sinne, aber eine rasse sind sie (noch) nicht.

was hälst du davon, in solchen fällen schlicht von DISKRIMINIERUNG zu sprechen? ist dir zu banal?

ein segelboot ist ein kühlschrank?

will nix gesagt ham...
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Efem
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Veröffentlicht am Samstag, 27. Juni 2009 - 14:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Sexuelle Orientierung dazu nutzen, um Leute madig zu machen?

btw.: "Ehrenmorde" nehmen ihre Berechtigung ebenfalls an unterm-Gürtel-Befindlichen.

Und dass ÄrztInnen selbst heute noch "zwittrige" Neugeborene nach Gutdünken in das eine oder andere Gender wandeln, ist beklagenswert, aber wahr. Wer dann ihr/sein Leben lang darunter leidet, sollte deshalb nicht auch noch verhöhnt werden, ganz egal, was sie/er bzw. sie/ihn sonst treibt.

Die Gute kommt aus meiner Heimatstadt - wo sich kaum jemand ihrer erinnert - aber schon deshalb stößt mir auf, wenn jemand auf ihr rumhackt per Sexuellem: als obs sonst nix gäbe :-)

Friede ihrer solchen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

efem
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Catia
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Veröffentlicht am Samstag, 27. Juni 2009 - 07:02 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Die Charta der PLO wird nicht geändert werden, realistisch betrachtet.

Wieso die Charta der PLO?

Ein deutliches Zeichen für den Frieden:
Mehrheit für die Änderungen der PLO-Charta war überwältigend!

11-12-98 - In Gaza, dem Sitz der PNA (Palestinian National Autonomy) wurde mit überwältigender Mehrheit das PLO-Grundsatzprogramm geändert. Die Änderungen bekräftigt die schon früher beschlossene Streichung aller Passagen der Charta von 1964, die zur Zerstörung Israels aufgerufen hatten und das Existenzrecht Israels negierten.

Von 95 Abgeordneten im Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO/Aschaf) stimmten gestern Abend (Donnerstag 10-12-98) 81 für die Änderung, 7 Abgeordnete waren dagegen, 7 enthielten sich der Stimme.


http://www.hagalil.com/archiv/98/12/plo-charta.htm

Ich finde es schlicht weg rassistisch wie hier 'über' die angeblich infantil/unfähigen und 'abhängigen' Palästinenser geredet wird.

Ein kleins Beispiel Stephan P:

Wie würden Sie der palästinensischen Fischereiwirtschaft auf die Beine helfen? Die Fischer sind so 'doof' dass sie nicht kapieren, dass sie ein bischen weiter rausfahren müssen, um an die reichen Fischgründe zu kommen. Laut Oslo dürfen Sie 20 Meilen ausfahren. Nur leider kapieren sie einfach nicht, dass es ganz egal ist, wenn israelische Kriegsschiffe sie beschießen. Wieso sollte das ihren Broterwerb irgendwie behindern??? Na ja, 15 Fischer sind auf diese Art und Weise 'ums Leben' gekommen, das ist halt das 'Berufsrisiko' palsätinensischer Fischer.

Schon komisch diese 'Palis' (hört sich irgendwie an wie Kuli), nicht wahr. Das ist doch kein Hindernis. Und warum exportieren sie denn nichts, sie haben doch immer neue Tunnel, da könnten sie doch ein bischen was raus schaffen, werden zwar auch ab und zu zerbombt, aber was solls und warum bauen sie so viel weniger an als die Israelis (die Israelis nutzen 80% der palästinensischen Wasserressourcen für sich).

Weltbank: "Israel" verbraucht 80% des Grundwassers der Westbank

In einem Bericht der Weltbank, nimmt "Israel" 80% des Grundwasser entlang der Westbank für sich in Anspruch. Nur der Rest, 20%, bleibt den Palästinenser übrig. Das Grundwasser unter der Westbank sollte eigentlich ein "vital shared aquifer" sein. Da halten sich die "Israelis" aber nicht daran.


http://gazainside.blogspot.com/2009/05/weltbank-israel-verbraucht-80-des.html

In der West-Bank und im Gaza-Streifen dürfen die Palästinenser keine Brunnen bohren. Die Israelis habens verboten.

Die israelische Armee zerstört die Wasserinfrastruktur eines Westbankdorfes

http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=7882&lg=de

Schon komisch, die Checkpoints in der West-Bank, die die Menschen hindern von einer Gefängnisparzelle in die nächste zu kommen sind doch die reinste 'Anschubhilfe' von Israel??? Wie kann man nur so undankbar sein.

Es ist doch offensichtlich, dass die besetzten Gebiete von den Israelis in jeder Hinsicht geplündert werden und die Palästinenser an jeder wirtschaftlich, möglichen Prosperietät mit aller Gewalt gehindert werden.

Verdeckte Reporter der Jedioth Achronoth-Wochenendbeilage "7 Days" schlossen sich eine Woche lang Siedlern bei ihrer Piraten-Olivenernte an und deckten dabei die Machenschaften von Unternehmern auf, die an der "Grünen Linie" arbeiteten: diese verkauften von den Palästinensern gestohlene Olivenbäume im Wert von zehntausenden Schekel. ...

In der Woche, in der ich als Pirat in der Westbank Oliven erntete, stieß ich auf viele Dinge, von denen S. und H. nichts erzählt hatten. So fand ich heraus, dass sich neben den hitzigen "Hügel-Kids" auch durchwegs respektable Figuren aus den Reihen der Siedler an den Oliven-Raubzügen in den besetzten Gebieten beteiligten. Ich entdeckte, dass die Leute dafür überall angeheuert wurden: auf der Straße beim Autostoppen, über das Internet, bei Kursen für neu-konvertierte Juden, in Jeshivas (Studienzentren für Männer). Manche der für die Piratenernte auserkorenen Gebiete wurden sogar von Funktionären - in unmittelbarer Nachbarschaft der Siedlungen - festgelegt.

Ich fand auch heraus, dass der Großteil der Oliven zur Ölpresse im illegalen Außenposten Ahiya gebracht wurde. Doch unter den schockierendsten Entdeckungen dieser Woche war ein von ein paar Siedlern neu entdecktes Business: Sie ernteten die Oliven der Araber und boten sie ihnen dann zum Rückkauf an. Manche drohten den Palästinensern sogar mit der Verwüstung ihrer Bäume im Olivenhain, wenn sie sich weigerten, die "für sie" von den Siedlern geernteten Oliven zurückzukaufen. Ein unwiderstehliches Angebot ...


Während ich das Geschäft der Olivenplünderei im Herzen von Samaria dokumentierte, betrieben zwei Reporter der Jedioth Achronoth– Meiron Rapaport und Oron Meiri – Recherche zu Olivenbäumen in israelischen Baumschulen. Dort entdeckten sie eine andere Art von Raub, die um nichts weniger abstoßend war. Offenbar hatten Unternehmen, die die "Trennmauer" errichteten, tausende Bäume ausgerissen, die Palästinensern gehörten, deren Land konfisziert worden war. Der Preis eines solchen Baumes betrug zwischen 600 und 25 000 Schekel (110 und 4700 Euro). Doch anstatt die Bäume für ihre Besitzer anderenorts wieder einzusetzen (explizite Anweisung des Verteidigungsministeriums), verkauften sie manche an Baumschulen in Israel. Ganze Olivenhaine verschwanden so von der Bildfläche, für die Betrüger waren es hunderttausende leicht verdiente Schekel, alles Cash – ein hübscher Nettogewinn unter dem Patronat der Zivilverwaltung.


http://www.kritische-stimme.de/Siedler/standardoliven.htm

Eins ist jedenfalls klar, die Palätinenser können sich MIT der Besatzung nicht selbst ernähren, weil sie daran konsequent, mit Gewalt und mit voller Absicht gehindert werden. Niemand könnte das unter solchen Umständen. Daran gibt es gar keinen Zweifel. Sie leben in einem von Israel geschaffenen Freiluftgefängnis und ihre Ressourcen, ihr Land etc. werden von Israel schamlos geplündert.

Gefängnisinsassen muss man halt ernähren oder man mordet sie durch aushungern. Wie ärgerlich auch, dass die internationale Gemeinschaft sich dieses Problems auch in finanzieller Hinsicht annimmt und immer wieder bereit ist die Rechnung zu zahlen. Sonst hätte es sich vielleicht 'das Problem' doch längst gelöst.

Für die Palästinenser im Gazastreifen sind die Absperrungen noch mühseliger.

..Fabriken haben die Produktion eingestellt, weil sie ihre Produkte nicht mehr vermarkten können. Die Preise von Gütern des täglichen Bedarfs sind in die Höhe geschossen, weil der Umweg über umständliche Routen zur Umgehung der Blockade die Transportkosten in die Höhe treibt. Hunderte Busse fahren nicht mehr, was die Schwierigkeit, zur Arbeit zu gelangen oder Familienmitglieder in Not zu erreichen, noch verstärkt.

..Israel versucht auf unterschiedlichste Weise, die palästinensische Wirtschaft zu erdrosseln und die Palästinenser noch tiefer in die Armut zu treiben. Es hat seit Beginn der Intifada den größten Teil der Steuern, die der Autonomiebehörde zustehen, zurückgehalten und es der Behörde dadurch unmöglich gemacht, ihre Angestellten zu bezahlen. Das ist ein klarer Bruch des Abkommens von Paris, nach dem Israel das Geld, das es für die Autonomiebehörde einzieht, innerhalb von sechs Tagen übergeben muss.

..Nach Angaben der UNO musste die palästinensische Wirtschaft schon nach zwei Monaten einen Rückgang des Bruttosozialprodukts um zehn Prozent hinnehmen und die Wachstumsrate war von vier Prozent auf minus zehn Prozent gefallen. Ende März war das Einkommen der Palästinenser um 50 Prozent gefallen und die Arbeitslosigkeit war dreimal so hoch wie September letzten Jahres.

Eine derart drastische Verschlechterung des Lebensstandards in einem so kurzen Zeitraum ist fast ohne Beispiel. Es ist jedoch eines der ärmsten Völker der Welt, das darunter zu leiden hat. 1999 betrug das Pro-Kopf Einkommen auf der Westbank nur 2000 Dollar - verglichen mit 18.000 Dollar in Israel -, aber selbst das war noch doppelt so hoch wie das Pro-Kopf Einkommen im Gazastreifen.

..Israel hat eine Politik der verbrannten Erde verfolgt und 400.000 Oliven-, Zitrus- und Mandelbäume vernichtet. Das Applied Research Institute of Jerusalem (ARIJ) berichtet, dass die palästinensische Landwirtschaft unter folgenden Schikanen zu leiden hat: Absperrung und Durchtrennung von Dörfern und Distrikten, das Entwurzeln und Verbrennen von Obstbäumen, das Einschüchtern und sogar Töten von Hirten, um sie am Erreichen ihrer Felder zu hindern, die Zerstörung von landwirtschaftlichen Früchten und Maschinen, die Schließung des Fischereihafens und Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Fischer, und eine drastische Reduzierung der Tier- und Milchproduktion.

Dr. Azzem Tbeleh, Vizeminister der Autonomiebehörde für Landwirtschaft, teilte dem Wirtschaftsmagazin Globe mit, dass die Maßnahmen der Sicherheitskräfte und der Siedler der palästinensischen Landwirtschaft bis zum Mai schon einen Schaden von mehr als 300 Millionen Dollar zugefügt hätten....

http://www.wsws.org/de/2001/aug2001/isra-a24.shtml
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Efem
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Nummer des Beitrags: 1733
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Veröffentlicht am Samstag, 27. Juni 2009 - 23:34 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das war Alles "Vorgestern". Es tut sich aber akut was:

"Israel hatte gestern zugestimmt, seine Kräfte aus vier Westbank-Städten größtenteils abzuziehen, um die US-gestützte Sicherheitskampagne der Palästinenser zu unterstützen.

Demnach haben sich israelische und palästinensische Sicherheitskräfte am Mittwochabend darauf geeinigt, dass Israel sich aus Bethlehem, Ramallah, Jericho und Qalqilia zurückzieht, es sei denn, die Armee habe akute Hinweise auf Terroranschläge. Darüber hinaus ist
eine Vielzahl Checkpoints aus den Gegenden um Nablus, Ramallah und Jericho entfernt worden. (ynetnews.com, 26.6.09)" (aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin)

Na also. Hoffentlich gibts keinen Ärger, s.o.:

"es sei denn, die Armee habe akute Hinweise auf Terroranschläge."

efem
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Dansharon
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Nummer des Beitrags: 829
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Veröffentlicht am Sonntag, 28. Juni 2009 - 06:18 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Von Israel werden laufend "Zugestaendnisse" gefordert.
Aber wenn Israel verlangt dass der entfuehrte Soldat von einer Kommission des Roten Kreuzes besucht werden soll- so lehnt das die "Hamasregierung" des Gazastrips ab.
Die Hilfe des Roten Kreuzes bei den Problemen der Gazabevoelkerung nimmt die Hamasregierung natuerlich entgegen.
WARUM REAGIERT DAS ROTE KREUZ NICHT UND STELLT ALLE TAETIGKEITEN IM GAZASTRIP EIN BIS ES IHNEN BEWILLIGY WIRDE DEN ENTFUEHRTEN SOLDATEN ZU BESUCHEN?
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Efem
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Benutzername: Efem

Nummer des Beitrags: 1739
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Veröffentlicht am Sonntag, 28. Juni 2009 - 17:13 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Schreib ihm (dem ICRC) deinen Vorschlag / deine Frage oder ruf an

Oder nütz diese E-Mail-Adresse:

tel_aviv.tel@icrc.org

Damit dürftest du hier landen:

Tel Aviv
ICRC delegation
185, Hayarkon Street
TEL AVIV 63453

Tel.: (+972) 35 24 52 86
Fax: (+972) 35 27 03 70

Head of delegation: Mr WETTACH Pierre
Media contact persons: Ms SEGEV-EYTAN Yael
Mobile: (++972) 52 275 75 17
Languages spoken: Hebrew/English

Success...

efem


(Beitrag nachträglich am 28., Juni. 2009 von efem editiert)
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Catia
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Veröffentlicht am Montag, 29. Juni 2009 - 06:13 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Sicher ist zu wünschen, dass Gilat Shalit

a) am Leben und gesund ist
b) endlich frei gelassen wird

Aber trotzdem möchte ich daran erinnern, dass sich in israelischen Gefängnissen tausende palästinensische Gefangene befinden, oft ohne irgend eine Anklage, darunter nicht wenige Frauen und Kinder. Es wird auch nach wie vor gefoltert in israelischen Gefängnissen.

Es stellt sich auch die Frage, inwiefern die Hamas es vorzieht, dass eine große Anzahl ihrer ehemaligen Führungsriege in Israel inhaftiert ist und diese nicht gegen einen an und für sich unbedeutenden israelischen Soldaten austauschen will, das würde gar keinen Sinn machen.

Die Abgeordneten wurden seinerzeit gefangen genommen, als Reaktion auf die Entführung. Ich nehme nicht an, dass die Freilassung all dieser Abgeordneten verhandelt wird, obwohl schon ihre Festnahme unter dieser Voraussetzung recht fragwürdig war, oder - oder nicht?

Darüberhinaus muss man ca 4 Millionen Palästinenser unter Besatzung in Gaza und der West-Bank als israelische Geiseln betrachten.

Daher beinhaltet die Forderung der Hamas nach einer Freilassung Shalits die Öffnung der Grenzen von Gazas.

Insofern sind Äußerungen wie 'Von Israel werden laufend "Zugestaendnisse" gefordert.' reichlich absurd, auch wenn das nichts daran ändert, dass das Rote Kreuz natürlich zu Shalit vorgelassen werden sollte, wenn er noch lebt. Sein Schicksal ist genauso bedauerlich, wie das aller anderen (mehrheitlich Palästinenser, ob gefangen in Israel oder in den besetzten Gebieten, denn dort sind alle 'Gefangene'), die unter den Folgen dieser Besatzung zu leiden haben.

Der 'Krieg' (ich würde es eher Massaker nennen, da man eine weitgehend hilflose eingesperrte Bevölkerung mit modernem Kriegsgerät großflächig bombadierte) gegen Gaza, könnte natürlich auch, neben vielen anderen Spekulationen, Shalit getroffen haben. Zumindest scheint dass die israelische Regierung in Kauf genommen zu haben, wurden doch großzügig ganze Viertel bombadiert, wo man die Hamas vermutete.

Jedenfalls ist das 'Faustpfand' der Hamas ein Menschenleben, gegen die Freiheit von 4 Millionen Palästinensern. Da hat das Wort 'Zugeständnis' von israelischer Seite, einen merkwürdigen Klang.

Aber vermutlich lebt Shalit und hat auch die Bombadierungen auf Gaza überstanden:

Shalit might be transferred to Egypt soon

..The source said that the transfer is considered the first step towards a prisoner-swap deal mediated by Egypt, conducted in cooperation with the United States and supported by Syria.

Shalit would remain in Egyptian hands until the prisoner –swap deal is carried out, and then would be moved to Israel.

Besides prisoner-swap, the deal would include opening the crossings between the Gaza Strip and Israel.


http://www.imemc.org/article/60941
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Maschu_01
*** Member
Benutzername: Maschu_01

Nummer des Beitrags: 277
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Veröffentlicht am Freitag, 03. Juli 2009 - 10:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@efem/1.731

du schriebset:

"Sexuelle Orientierung dazu nutzen, um Leute madig zu machen?

btw.: "Ehrenmorde" nehmen ihre Berechtigung ebenfalls an unterm-Gürtel-Befindlichen.

Und dass ÄrztInnen selbst heute noch "zwittrige" Neugeborene nach Gutdünken in das eine oder andere Gender wandeln, ist beklagenswert, aber wahr. Wer dann ihr/sein Leben lang darunter leidet, sollte deshalb nicht auch noch verhöhnt werden, ganz egal, was sie/er bzw. sie/ihn sonst treibt.

Die Gute kommt aus meiner Heimatstadt - wo sich kaum jemand ihrer erinnert - aber schon deshalb stößt mir auf, wenn jemand auf ihr rumhackt per Sexuellem: als obs sonst nix gäbe :-)

Friede ihrer solchen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

efem"


das krienen ist schon madig, efem, da braucht man nix mehr zu machen. wahrscheinlich ist mein schwuler-haider-hasst-schwule-beispiel nicht einleuchtend genug; kurz gesagt, ist aber entscheidend für jeglichen soli- und "artenschutz"verlust, dass die eigenen leute gnadenlos in die pfannne gehauen werden, im phalle krienens sogar noch unter berufung auf "antidiskrienenierungsgebote". again: man lese ihre sachen, bevor man hier ein pseudo-humanitäres fass aufmacht.

die debatte darüber, was darf, was nicht, ist kalter kaffee, der mir -bis hin zu hans mayer- grosso modo geläufig ist, und wie ich schrieb, kann man es völlig anders sehen als ich. als nachhaltiger kerzenhalter sollte man aber vllt. u.a. berücksichtigen, dass die krüppelbewegung keine zuschreibung von aussen ist, dass niggas sich auch selbst so bezeichnen. will das nicht beleuchten, aber darauf verweisen, dass diese über jahrhunderte gemachten zuschreibungen von aussen nicht selten von den zugeschriebenen selbst ironisierend angewendet werden.

denn der weisse mann ethnisiert, segregiert, diskriminiert, pathologisiert, marginalisiert, grenzt umso mehr aus, je höher der organisationsgrad dessen wird, was er für gesellschaft hält.

da muss natürlich gegengehalten werden, also nimmt sich das fussvolk bei der hand und bildet ganz betroffen dreinschauende menschenketten (bestehend nicht zuletzt aus berufsgruppen, die eigens zu dem behufe der abfederung und dämpfung des ausgrenzenden irrsins neu geschaffen wurden) für eine bessre welt: fairplanet im vollklimatisierten KADEWE.

von der unterstellten dehumanisierung - obwohls nur ein beherzter tritt in die weichteile ist- ist da natürlich leicht die brücke zum sog.ehrenmord, der noch bis vor 3 generationen auch hier sehr en vogue war, zu schlagen, dabei ebenso unterstellend, dass es eine zwangsläufige eskalation gebe, was einer völligen verkennung der tatsächlichen gegebneheiten gleichkommt. völlig ausgebelendet wird ebenfalls, dass das nicht meiner allgemeinen grundhaltung entspricht (ist ja wohl nicht mein erster und einziger beitrag, der über das krienen), aber so dargestellt wird, obwohl explizit der exclusive und begründete bezug zu dieser dreckhecke hergestellt ist. dass das öööbelst ist, keine frage. es ist ne sauerei, geht unter die gürtellinie. mea culpa, asche auf mein haupt.

nur: das weiss ich, BEVOR ich sowas loslasse, bedarf da keiner schulmeisterey.

dass das krienen aus deiner stadt kommt, verleiht deiner argumentation natürlich erst das gewicht, die sie ohne die gemeinsame buddelkiste nie nicht gehabt hätte! kommt der jürgen bartsch nicht auch da her? selbe buddelkiste? wie niedlich!

als oppes sonst nix gäbe, schreibste, und da haste nu aba auch sowas von recht, efem!

greetz

maschu

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