Archiv bis und mit 20. März, 2006
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Forum haGalil - Board A » JUEDISCHE RELIGION (Allg.) » Judentum, Christentum: Einige Fragen » Archiv bis und mit 20. März, 2006 « Zurück Weiter »

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Iris
** Junior
Benutzername: Iris

Nummer des Beitrags: 278
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Mai 2003 - 22:55 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das Kabbalah-Center in Hannover ist inzwischen eröffnet.
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Burks
*** Member
Benutzername: Burks

Nummer des Beitrags: 361
Registriert: 12-2002
Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2003 - 09:04 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@zep: "Entgegen jüdisch, christlicher, muslimischer, buddhistischer oder hinduistischer Tradition liegt es an der sprirituellen Leistung des Esoterikers ein glückliches Leben zu führen und nicht an der Hinwendung G-ttes.

Falsch. Die beiden Tendenzen, entweder den "individuellen" Anteil des Gläubigen zu betonen oder den des jeweiligen höheren Wesens ("Hinwendung" = Gnade im Christentum) gibt es in jeder der Buchreligionen. Esoteriker sind praktisch die "Trüffelschweine" für protestantische Versionen. Vgl. Karl Marx über den Protestantismus - was auch über Esoterik zu sagen wäre: "Er hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat."

Wenn wir uns anstrengen können wir uns zu Menschen von morgen, zu Menschgen der "New Age" entwickeln. Ich übertreibe nicht, wenn ich hier behaupte, dass sich hier der theosophische "Übermensch"-Gedanke verbirgt.

"Übermensch" ist eine gruppendynamische Konstruktion, die das der Verhältnis innen-aussen beschreibt. Jede Religon definiert die Mitglieder als "heilig" (im ursprünglichen Sinn des Wortes!) und die anderen als "profan". Und nichts anderes will das sagen.

Und von Theosophie zur Ariosophie war nur ein winziger Schritt, wie wir wissen)
Machen wir jetzt hier ein Goten-Bashing oder was? :-)

Wir sind alle wiedergeboren und büssen mit unseren schlechten Erfahrungen hier für böse Taten in früheren Leben.Dies ist nicht hinduistisch oder buddhistisch, sondern entstammt der Theosophie. Die "Kollektivschuld" der Juden dient hier gar zur Rechtfertigung des Holocaust (Trutz Harding, Shree Rajneesh, Thorwald Dethlefsen)

Die Idee stammt eigentlich von Helena Petrovna Blavatsky (http://www.idgr.de/lexikon/bio/b/blavatsky-hp/blavatsky.html) Der liebe Eli Lasch empfiehlt Trutz Hardo ja wärmstens, vielleicht solltest du dich mit ihm mal rumstreiten.

"Sekten" gehören zu etablierten Verehrungsformem höherer Wesen wie der Schatten zum Licht. Beide bedingen sich wechselseitig. Deswegen finde ich "Warnungen" vor bestimmten Gruppen eigentlich nur komisch. So etwas ist religionssoziologisch nicht angebracht, sondern stammt immer au s einer Marketing-Abteilung der jeweiligen Religon.Auch mit Verlaub alles, was der gute Pfarrer Haack so geschrieben hat. Das Verhältnis "etablierte Religon" versus Esoterik ist wie Förmchen werfen im Sandkasten von kleinen Jungs.
Burks


(Beitrag nachträglich am 16., Mai. 2003 von Burks editiert)
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Zep
* New Member
Benutzername: Zep

Nummer des Beitrags: 29
Registriert: 04-2003
Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2003 - 18:06 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Burks!

Danke für Deinen fundierten Beitrag. Deine Kritik ist verständlich, aber natürlich nach meiner Meinung nicht angebracht.
Mir geht es nicht um eine Rechtfertigung.

Mir persönlich ist Toleranz wirklich sehr wichtig. Ich empfinde die Mystik als eine alle Religionen verbindende Sprache. Meistens haben es Mystiker verschiedener Religionen einfacher im Diskurs als die verschiedenen Ausrichtungen innert eines Glaubens.

Trotz meiner Bedenken kann ich nicht ausschliessen, dass eine der esoterischen Bewegungen näher am "Göttlichen" ist, als ich mit meiner Überzeugung. (Zumindest bin ich manchmal sehr weit davon entfernt)

Aber ich bin mir sicher, man muss auch Grenzen ziehen.

Nach eingehender Beschäftigung mit der Esoterik (wegen Verwechslungsgefahr) halte ich das heutige so genannte esoterische Gedankengut für verbreitet und mittlerweile fast dominant.

Diese "Gedankengüter" halte ich für gefährlich, da sie oft undemokratisch, faschistoid und zu einem hohen Prozentsatz antisemitisch sein können.

1) Die Bemerkung mit den protestantischen "Trüffelschweinen" ist in der Sache richtig, allerdings befürchte ich, dass nicht die wertvollen Teile des Protestantismus ausgegraben werden (Auch wenn ich hier zwischen lutherisch und calvinistisch trennen wollte.)
"Alles Glück, das Du findest, liegt in Dir." sagt L. Ron Hubbard.
Welche "Buch"-Religion sagt das?

2) Der in der Esoterik gemeinte "Übermensch" bezeichnet oft z.B. die nächste Stufe der Evolution, zu der wir uns durch diverse Techniken erheben können und nicht ein "Auserwähltsein". (Das an sich auch fraglich ist.)

3) Zu Trutz Hardo, "Jedem das Seine", Zitat:
"Die meisten, die vergast wurden, mussten durch diesen Gewalttod noch nicht ausgeglichenes Karma abtragen. Die hatten früher andere Menschen getötet oder zugestimmt, dass andere Erdenbewohner, meist Juden und Minderheiten, mit ihren Kindern dem mordenden Mob einer blutrünstigen Menge zum Opfer fielen.” Zitatende
Klasse, gell: Die Opfer des Holocaust waren Antisemiten!
Hardos Vorstellung vom Karma ist nicht hinduistisch, sondern eben theosophisch, wie Du richtig bemerkst. Der zugrunde liegende Gedanke hat nichts mit Karma zu tun.
Diese Idee z.B. ist nicht per se antisemitisch, aber befindet sich in gefährlicher Nähe.

Diese Anliegen sind mir wichtig und ich empfinde "Förmchen werfen im Sandkasten" als beleidigend.

Meiner Meinung ist "Goten"-Bashing oder "Islam"-Bashing oder "Höheres Wesen"-Bashing eher "Förmchen-Werfen" eines Agnostikers nach den "Buch"-Religionen, wie mein Versuch auf gefährliche Strömungen in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Trotzdem wirklich nichts für ungut.
Ich bin auf Deine Antwort gespannt!
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Gnoti_seauton
* New Member
Benutzername: Gnoti_seauton

Nummer des Beitrags: 60
Registriert: 12-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Mai 2003 - 13:34 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hi Zep,

ja und ich auf Deine Antwort bezüglich der Definition eines Mystikers etc. Würde mich wirklich interessieren.

Grüsse

Thorsten

p.s.: Ice-Age, kurz vor der genialen Rutschpartie on Ice latschen die Helden doch durch die Eisfelsen, mit vielem Eingefrorenem, u.a. ein UFO. Was glaubst Du, was das Baby, sich noch mal umdrehend, für einen Gruss in Richtung UFO parat hat?
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Mibu_21
* New Member
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 68
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. März 2006 - 09:41 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Burkhard (Burks),

ich bin jetzt einfach mal vom Hamas-Thread hierher ausgewichen, denn ich find's schade, wenn der Verlauf einer Diskussion ständig von anderen Themen überlagert wird.

Ich habe mich erst vor kurzem registrieren lassen, verfolge aber die Diskussionen in diesem Forum schon seit längerem, mal mehr mal weniger.
Darum ist mir wohl bewusst, dass dieser Dialog zwischen Juden und Christen leicht eine Gratwanderung werden kann.

Ich dachte eigentlich, dass der Link den ich im Hamas-Thread angebracht habe, ein vernünftiger Beitrag ist, zumal man dort Dokumente finden kann, die Christen darauf hinweisen, dass Missionierung bei Juden nicht statthaft ist, und die auch sonst Respekt vor anderen Religionen einfordern.
Beispielsweise hat die katholische Kirche in dieser Hinsicht in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht.

Viele Grüße,

Michael
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Mibu_21
* New Member
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 109
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Freitag, 17. März 2006 - 12:03 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Ruth,

ich setze das Thema "Infantilisierung" lieber hier fort:

könnte es nicht sein, dass auch diese "Infantilisierung" recht neu ist ?

deine Antwort:
"Nein, das scheint mir bereits aus dem Neuen Testament deutlich hervorzugehen: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, das Pappa-Unser habe ich schon erwaehnt usw."

Ich habe im Matthäus-Evangelium zwei Stellen gefunden, die eine ähnlich lautende Passage wie die von dir zitierte enthalten:
Mt18,1-5 "Der Rangstreit der Jünger" (fast wörtlich)
Mt19,13-15 "Die Segnung der Kinder"
Da ich kein Theologe bin, werde ich mir eine Interpretation erstmal verkneifen.Ich finde aber, dass es sinnentstellend ist, nur diesen Nebensatz zu zitieren.
Das Vater-Unser ist eine Konzentration von Glaubensinhalten, wobei mir das Vaterbild für ein bestimmtes Treue-/Vertrauensverhältnis zu G"tt zu stehen scheint, das in den Evengelien immer wieder betont wird.
Also mit infantil hat das m.E. recht wenig zu tun und diese Beschreibung passt auch kaum zur Situation der Mitteilung des Vaterunser bei Matthäus 6,5-15 .

Gruss,
Michael
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2325
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 08:04 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Michael,

ich habe gerade nachgeschaut, offensichtlich bezog ich mich auf "Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
Matthäus 18,3

Ich will mich nun wirklich nicht als Expertin fuer's Christentum aufspielen, aber mein subjektiver Eindruck ist schon, dass da zum einen eine idealisierte Vorstellung von Kindheit vorliegt und zum anderen, dass das Verhaeltnis G"tt-Mensche als G"tt-Kind-Verhaeltnis dargestellt wird. Vielleicht hat das auch etwas mit der Ueberforderung des Menschen durch die Anforderungen des Christentums zu tun. Auch das kleine Kind erlebt ja staendig seine Unzulaenglichkeit, aber gleichzeitig (im Fall von guter Elternschaft) das Bewusstsein, geliebt zu sein.
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Mibu_21
* New Member
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 115
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 11:18 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth,

danke dass du mich daran erinnerst: du hast in einem deiner früheren Beiträge einen Essay über den ethischen Anspruch des Christentums und dessen Erfüllbarkeit erwähnt; der würde mich sehr interessieren.

"Auch das kleine Kind erlebt ja staendig seine Unzulaenglichkeit, aber gleichzeitig (im Fall von guter Elternschaft) das Bewusstsein, geliebt zu sein."
Solange, wie die Eltern diese Liebe (i.S. einer grundsätzlich immer fürsorglichen Einstellung zu ihrem Kind) nicht in der Weise in Frage stellen, dass sich Sympathie zu einer Art Währung wandelt, wird das Kind seine Unzulänglichkeit nicht als existenzielle Gefahr wahrnehmen. Infolgedessen besteht für das Kind solange auch kein Anlass die Autorität der Eltern in irgendeiner Weise zu bewerten. Sie ist einfach ein Bezugssystem, das dem Kind ein sicheres Umfeld bietet, Erfahrungen zu sammeln.
Es ist ein Verhältnis, das noch nicht durch Verunsicherung, Voreingenommenheit, Misstrauen, Spekulation, Heroisierung, etc. belastet ist. Zugegebenermassen ist es ein ideales Verhältnis, das eigentlich immer früher oder später endet. Der Anspruch dieser Textstelle bezieht sich m.E. aber auch nur auf das grundsätzliche Vertrauen, das der Mensch in G"tt haben soll, und z.B. nicht, dass die Menschen in der heutigen Zeit die heiligen Schriften unreflektiert wörtlich nehmen sollen.

Übrigens sehe ich mich auch nicht als Experten für's Christentum. Ich hab nur aus Neugier angefangen, etwas in der Bibel und anderen Schriften herumzuschmökern.
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2329
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 11:40 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Michael,

ich habe den Artikel nicht wiedergefungen, (meiner war auf Englisch) allerdings hat Monika im Thread "Islam" etwas aehnliches auf Deutsch eingestellt.

Ich erinnere mich auch an einen Artikel ueber die Theologie/Philosphie von Leibowitz, wenn ich mich nicht taeusche in einer Wochenendbeilage der Jerusalem Post. Er wurde dabei ausfuehrlich zitiert. Der Punkt, der mich besonders interessierte, war auch das Mensch-G"tt-Verhaeltnis. Leibowitz wandte sich gegen das Eltern-Kind-Schema und argumentierte vor allem auf der Basis des Hohen Liedes (fuer mich ueberzeugend), dass G"tt und das Volk Israel sich als Liebende gegenueberstaenden, auch dies ein Kontext von grundsaetzlichem Vertrauen, aber eben weniger (die Frau im historischen Kontext ist dem Mann nicht ganz gleichgestellt) durch Ungleichgewicht gekennzeichnet.

Dieses Bild wurde im Christentum uebrigens auch uebernommen: Jesus als Braeutigam und die Kirche als Braut.

(Beitrag nachträglich am 19., März. 2006 von Ruth_br editiert)
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_ralf
* New Member
Benutzername: _ralf

Nummer des Beitrags: 71
Registriert: 01-2006
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 12:54 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ja, liebe Ruth, das Christentum uebernahm dieses Bild nicht nur durch das Gleichnis Braut-Braeutigam, sondern Paulus verglich (als Sinnbild) die Einheit zwischen Frau und Mann mit der Einheit von G_tt und den Glaeubigen (->Jesus: sie sollen ein Fleisch sein).
Vielen Christen ist diese sehr urspruengliche Gemeinsamkeit mit Juden jedoch nicht mehr bewusst.

MFG Ralf
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Lasch
****** Senior
Benutzername: Lasch

Nummer des Beitrags: 1633
Registriert: 12-2001
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 12:56 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ja Ruth, aber...es kann auch anders gesehen werden.
Ich glaube es war Einstein der gesagt hat: Der so genannte "gesunde Menschenverstand (Common sense) ist nichts anderes als das Sammelsurium aller Vorurteile, die man in den ersten 18 Jahren des Lebens aufgenommen hat".
Michael:Es ist ein Verhältnis, das noch nicht durch Verunsicherung, Voreingenommenheit, Misstrauen, Spekulation, Heroisierung, etc. belastet ist.
Genau darum geht es. Das Kind besitzt nur DIE Ängste, die man ihm eingeredet hat. Es erinnert mich an die Kinder eines eingeborenen Stammes, die auf dem Rande eines Abgrunds spielten.Sie fielen nie herunter. Einer meiner Söhne ist Fallschirmjäger - er hat keinerlei Höhenangst. Ein Kind glaubt es sei omnipotent, bis man ihm das Gegenteil einbleut, und gewöhnlich ist das die Mutter. Ich glaube, daß es das war, was Jesus meinte. Nur ein Kind kann den Weg einschlagen, der zum Himmelreich führt. Er ist nämlich ganz Anders, für den "normalen" Menschen "Unmöglich",
Eli
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2331
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 13:07 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Eli,

das Bild vom Kind und von der kindlichen Psyche, das Du hier zeichnest, scheint mir verzerrt.

Das sog. "Urvertrauen" ist bereits das Ergebnis einer geglueckten Mutter-Kind-Bindung. Ein Kind, das diese Bindung nicht erlebt oder wo sie missglueckt, bekommt ein "Urmisstrauen" mit auf seinen Lebensweg. Hast Du selber keine Kinder? Oder warst Du nicht an ihrer Erziehung beteiligt? Oder hast Du schon vergessen, weil alles so lange her ist? Die Angst vor dem Dunkel wird den wenigstens Kindern "eingeredet". Es handelt sich um eine Entwicklungsphase, wo Kinder sich die Dunkelheit selbst mit ihrer Phantasie bevoelkern und weil auch die kindliche Phantasie Aggressionen kennt, sind nicht alle Formen, in denen ihre Phantasie sich ausdrueckt, harmlos, friedfertig und schoen.

Ein sich gesund entwickelndes Kind erlebt relativ frueh, dass es nicht omnipotent ist, d.h. dass es seine Mutter nicht kontrolliert. Bei Piaget ist diese Phase ausfuehrlich beschrieben. Eine Mutter, die verhindert, dass ihr Kind diese Entdeckung macht, verhindert auch eine gesunde Entwicklung. Das Ergebnis wird Narzissmus genannt.
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Lasch
****** Senior
Benutzername: Lasch

Nummer des Beitrags: 1635
Registriert: 12-2001
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 13:29 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth,
Ich habe drei Kinder und war sehr tätig in ihrer Erziehung. Alle drei sind SEHR "gelungen" haben viel erreicht und ich bin sehr stolz auf sie. Wir haben das beste Verhältnis.
Ausserdem war ich 30 Jahre lang als Kinderarzt tätig, und zwar in verschiedenen Kulturen.
Ich kenne die Arbeiten von Piaget, bin aber nicht seiner Meinung. Auch nicht Deiner. Du bist eben genau eine Mutter, wie ich sie beschreibe. Das ist nicht negativ gemeint, Ruth, aber ich habe ein Mal ein Gedicht über jüdische Mütter geschrieben. Wenn Du interessiert bist, kann ich es Dir Mailen. Es wurde sogar vertont.
Eli
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2333
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 13:36 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Eli,

nein, ich glaube, ich bin nicht interessiert. Du kennst weder mich noch meine Kinder, noch meine Auffassung zur Erziehung noch das, was ich davon wirklich umsetze, noch sonst irgendetwas, was Dich berechtigen wuerde, mich in Deine Schublade zu schmeissen.

Zurueck zur konkreten Frage: Haben Deine Kinder im entsprechenden Alter keine Angst vor Dunkelheit entwickelt? Wenn doch, wer hat sie ihnen eingeredet?

(Beitrag nachträglich am 19., März. 2006 von Ruth_br editiert)
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Lasch
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Nummer des Beitrags: 1636
Registriert: 12-2001
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 14:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth,
"was Dich berechtigen wuerde, mich in Deine Schublade zu schmeissen" - das ist das letzte was ich versuchen will.
Zu deiner konkreten Frage: Nein, mein Kinder hatten keine Angst.
Mütter, genau wie Psychologen versuchen ihre Kinder, bzw. Patienten an die bestehende Kultur/ Gesellschaft anzupassen. So kann nichts neues geschehen.
Ein historisches Beispiel - die zionistische Bewegung. Die Erste, Zweite und Dritte Aliya waren alles Menschen, die gegen ihr Elternhaus revoltiert hatten, gegen die jüdische Denkweise der Diaspora und gegen den Willen ihrer Eltern nach Palästina gingen. Ohne sie, ohne den Bruch mit dem Elternhaus und der bestehenden Tradition, würde es heute kein Israel geben.Es war dieser Bruch, der das möglich machte. Als jemand der in Israel aufgewachsen ist kann ich nur sagen: Wir fühlten uns damals omnipotent. Ohne dieses Gefühl hätten wir es nie gewagt uns drei Jahre nach dem Holocaust gegen die ganze Welt zu stellen. Die wiederholten Siege haben uns in unserer Einstellung nur bestätigt.
Eli
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2335
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 14:45 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Eli,

die "Revolte gegen das Elternhaus" ist nicht unbedingt gleich bedeutend mit einem sich Befreien von den Einfluessen des Elternhauses. Der sog. "neue Jude" ist im Rueckblick sehr deutlich als Anti-Typ erkennbar.

Wir sprachen bisher von Kindern: Dass Jugendliche eine Phase erleben, wo sie sich fuer omnipotent halten, ist mir bekannt (habe es selber auch erlebt). In dieser Phase kann jemand viel erreichen, aber wirklich omnipotent ist natuerlich auch in diesem Alter niemand und das Scheitern eines Teil der Jugendlichen ist ja auch kein Geheimnis.
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Rage
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Nummer des Beitrags: 1009
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Veröffentlicht am Sonntag, 19. März 2006 - 15:32 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

re. angst vor der dunkelheit

meine kinder haben keine angst vor der dunkelheit, ich aber auch nicht. es gibt aber mütter, die haben angst vor der dunkelheit, aber ihre kinder nicht. es gibt aber auch mütter, die keine angst vor der dunkelheit haben, aber ihre kinder sehr wohl. wo bleibt da die logik, Eli?

ach ja: mein vater hatte sehr wohl angst vor der dunkelheit. ich wurde aber von seiner mutter erzogen. jetzt bin ich doch etwas mit mir selber durch, so als mutter und verantwortliche allen übels - tststs

Ildi
die jetzt sonne tanken geht
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Miriam
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Benutzername: Miriam

Nummer des Beitrags: 1895
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Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 08:57 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

"Werdet wie die Kinder..." Hier muss ich Eli recht geben - ich bin sicher, diese Aufforderung bedeutet nichts anderes, als dass man unschuldig wie die Kinder werden soll.

Unvoreingenommen, offen, neugierig, aber nicht boese, nicht verdorben.
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2340
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 09:03 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam,

wie definierst Du "unschuldig"?

Im letzten Sommer sass ich mit einer Nachbarin auf der Bank im Park, waehrend unsere Kinder spielten. Irgenwie kamen wir auf Gewalt in Kindersendungen und ich meinte dann, dass sie klassischen Kindermaerchen wie Haensel und Gretel (Ami und Tami auf Hebraeisch) doch eigentlich auch ein geruettelt Mass an Gewalt enthalten. Die Eltern wollen die Kinder aussetzen (verhungern lassen), die Hexe wird lebendig verbrannt usw.

Die Frau schaute mich an und meinte, daran haette sie noch nie gedacht. Was ich denn davon halten wuerde? Ich antwortete, dass auch Kinder Aggressionen haben, sie naturgemaess haben muessen, denn sie sind zu einem grossen Teil von Erwachsenen abhaengig, erleben als Fremdbestimmung am laufenden Band. Fuer meine Kinder bin ich einerseits die gute Mutter, die sie liebt und fuer sie sorgt, andererseits die boese Mutter, die Aufraeumen verlangt, sie ins Bett schickt usw. Maerchen erlauben die Abspaltung der Anteile, die Aggressionen ausloesen. Die Hexe ist die boese Mutter, sie haelt Haensel gefangen, will ihn essen und zwingt Gretel zur Hausarbeit. Das Verbrennen der Hexe erlaubt dem Kind also die Aggression gegen die boese Mutter (die jede Mutter auch sein muss) in der Fantasie auszuleben und zu befriedigen.

Ich glaube nicht, dass dem Kind ein Gefallen getan wird, wenn sein aggressives Potential geleugnet wird. Meinen Maedchen versuche ich zu vermitteln, dass Wut und Liebe sich nicht gegenseitig ausschliessen und dass es legitim ist, wenn sie auch auf mich wuetend sind.

Vor einiger Zeit sass ich mit der Kleinen (5 Jahre) im Cafe. (Das "Ausgehen" mit jeweils einer von beiden mache ich etwa einmal im Monat, damit sie ganz ungestoert mit mir reden koennen.) Sie erzaehlte mir, dass Itamar ihr sagen wuerde, sie solle mich, ihre Mutter toeten. Itamar ist ein Kind aus ihrer Kindergartenklasse, wohl der wildeste der Jungs. In ihrer Phantasie ist er zur Personifizierung des "jezer hara" (des boesen Triebs) geworden. Michal hat manchmal offensichtlich starke Aggressionen gegen mich, aber auch sie braucht noch die Abspaltung, Itamar, damit sie mir das sagen kann. Ehrlich gesagt bin ich sogar stolz darauf, dass sie in der Lage war, in dieser Weise ueber ihre Aggressionen mir gegenueber zu sprechen.



(Beitrag nachträglich am 20., März. 2006 von Ruth_br editiert)
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Miriam
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Benutzername: Miriam

Nummer des Beitrags: 1896
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 09:32 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth, ich verstehe Jesus' Aussage in bezug auf die Kinder so, dass Erwachsene logischerweise mehr Schuld auf sich laden koennen, als Kinder.

Kinder gelten immer als unschuldig, im Allgemeinen. Dass auch sie mit der Zeit Aggressionen entwickeln, ist natuerlich. Wobei es dann auch wieder auf das einzelne Kind ankommt.
Das eine hat eine aggressivere Ader, als das andere.

Wir reden hier jedoch ueber das Glaubens-Verstaendnis im christlichen Sinne. Die Psycho-Analyse gab es sehr vermutlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Jesus meinte sicherlich nicht - seid unmuendig wie die Kinder, sondern er meinte bestimmt: Versucht zu sein wie Kinder - offen, ohne Vorurteile, ohne Boshaftigkeit, ohne verzerrte, falsche Wahrnehmung usw.

Ich werde mal einen Fachmann zu Rate ziehen und gebe dann Bescheid.
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2341
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 10:16 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam,

wir hatten es im Thread "Islam" davon, dass Jesus die Gebote der Thora verschaerfte, indem er nicht nur die Tat, sondern auch den Affekt an sich zum Verstoss erklaerte:

Jesus bekräftigt nicht nur das mosaische Gebot "Du sollst nicht toeten", er verschaerft es, indem er nahezu alle aggressiven Regungen tabuisiert. "Ihr habt gehoert, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht toeten. Wer aber jemand toetet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zuernt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Dummkopf!, soll dem Spruch des hohen Rats verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hoelle verfallen sein." (Matthäus 5, 21-22)

Kopiert aus Monikas Beitrag 3088

Bei einem solchen Ansatz muessten Kinder eigentlich nicht "unschuldiger" sein, da sie gerade in ihren Affekten noch weniger durch gehemmt sind. Erinnere Dich an einen Kinderstreit!

Meine kleine Michal waere also des Muttermords schuldig, denn die Wut und der Gedanke waren da.
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Miriam
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Benutzername: Miriam

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Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 10:41 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ruth, ja ich habe den Link von Monika gelesen, letzte Woche - und finde ihn sehr interessant.

Allerdings moechte ich nochmal betonen - Ruth klar, Kinder haben ja auch Gefuehle, und so spueren sie nicht nur Freude, sondern auch Trauer, und Zorn, Wut, Enttaeuschung, usw.

Ich denke trotzdem, dass es im christlichen Glauben, bezgl. dieser Aussage von Jesus zu "den Kindern", wirklich darum geht zu sagen - seid uneingenommen, seid unschuldig, ohne Argwohn und Misstrauen.

(Selbstverstaendlich haben auch Kinder Zweifel, Skepsis, Misstrauen, einen gesunden Instinkt ...) darum geht es J. nicht, sondern weil Kinder ein "unbeschriebenes Blatt" sind, sind sie faehig ohne Hinterlist, Gedanken aufzunehmen.

Ruth, ich denke, die Psychoanalyse hat hierbei nichts zu suchen.
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Ruth_br
****** Senior
Benutzername: Ruth_br

Nummer des Beitrags: 2344
Registriert: 08-2004
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 10:58 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam,

nicht die Psychoanalyse, sehr wohl aber die Psyche haben einiges dabei verloren.

Bist Du Christin? Warum versuchst Du mir zu erklaeren, wie das Christentum die Jesuworte auslegt? Dazu gibt es ueber die Geschichte hinweg mehr als eine Lesart. Meine eigene Lesart, naemlich eine Tendenz zur Infantilisierung, habe ich auch schon dargelebt.
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Miriam
****** Senior
Benutzername: Miriam

Nummer des Beitrags: 1901
Registriert: 08-2000
Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 11:08 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Nein Ruth, ich bin keine Christin - aber ein bisschen kenne ich mich aus.
Natuerlich gibt es mehr als eine Lesart, Deine besagt, es bestehe im Christentum eine Tendenz zur Infantilisierung - das mag sein, ich denke aber, dass diese "Infantilisierung" hauptsaechlich durch die Kirchen, ich moechte sogar sagen, durch die katholische Kirche stark vorangetrieben wurde.

Zu den Geboten, die Jesus verschaerft, die Du auch oben ansprichst, (was auch Prof. Vinnai sagt) da bin ich auc der Meinung, dass Jesus radikal war. Wir koennen natuerlich gerne auch diskutieren, welche Auswirkungen solche Verbote auf die Psyche haben.

Unter anderem lehne ich das Christentum auch deswegen fuer mich persoenlich ab. Ich meine, das Christentum verfaelscht/verzerrt so einiges.
Das ist aber ein anderes Thema.

Und: Ich respektiere Christen genauso wie ich Juden und Muslime respektiere. Fuer mich sind glaeubige Menschen, die versuchen G-tt nahe zu sein, die versuchen die Gebote G-ttes einzuhalten, nicht infantil. Ich verachte sie nicht.
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Ruth_br
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Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 11:26 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam

Deinen letzten Absatz solltest Du noch schnell loeschen, meinst Du nicht?
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Miriam
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Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 11:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Warum ? Glaubst Du, ich wollte damit ausdruecken, dass Du Ruth, glaeubige Menschen als infantil ansiehst, und ihnen Verachtung entgegenbringst ???

Defintiv NEIN, das ist so nicht gemeint.

Wenn Du das so verstehst, dann vergiss den letzten Teil.
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Rage
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Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 11:45 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

...werdet wie die kinder...

hierzu einige gedanken von einem meiner geistigen wegbegleiter, Joseph Ch. Pearce:

Magical Child

for "our problems have been caused by ignoring nature's plan."

Emotionale Erfahrung und Intelligenzentwicklung

Die Vorstellung, dass wir mit unserem Herzen denken, ist nicht länger bloß eine Metapher, sondern in der Tat ein sehr reales Phänomen

möglichst diesseits aller schlagworte (geistig, intelligenz, mit dem herzen denken etc.) zu lesen :-)

Ildi
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Rage
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Veröffentlicht am Montag, 20. März 2006 - 11:50 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Miriam

Ich denke trotzdem, dass es im christlichen Glauben, bezgl. dieser Aussage von Jesus zu "den Kindern", wirklich darum geht zu sagen - seid uneingenommen, seid unschuldig, ohne Argwohn und Misstrauen.

das denke ich überhaupt nicht. es heißt eher: seid so mitfühlend und intelligent wie kinder, die geliebt worden sind. ich habe mich schon immer gewundert, wieso J. nie gefragt worden ist, was er genau mit seinen worten von den kindern gemeint hat?

wußten es alle damals schon? gab es einen seinerzeitigen gesellschaftlichen, kulturellen und/oder religiösen konsens?

was sagt die Torah zu diesem "thema" kinder?

Ildi

(Beitrag nachträglich am 20., März. 2006 von Rage editiert)

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