Schreibweise: HaShem/Tetragrammaton Log Out | Topics | Search
Moderators | Register | Edit Profile

Forum haGalil - Board A » JÜDISCHE RELIGION (Jüd.) » Schreibweise: HaShem/Tetragrammaton « Previous Next »

  Thread Last Poster Posts Pages Last Post
  ClosedClosed: New threads not accepted on this page        

Author Message
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Etkerender

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Sunday, January 06, 2002 - 04:10 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Ich habe mir erlaubt, für die Diskussion über die Schreibweise von Tetragrammaton bzw. Haschem einen extra Thread einzurichten. Danke für das allgemeine Verständnis. - Kerender
=================================================


Donnerstag, den 03. Januar, 2002 - 18:29


@Lasch

darf ich Sie erneut darauf hinweisen, daß in diesem Forum der Konsens besteht, HaShem nicht zu vokalisieren? Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dies künftig in Ihren Beiträgen berücksichtigen könnten.

Vielen Dank.

Ildi

________________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 17:40


@Ischtara.
Ich habe heute mit David Gall gesprochen, und es besteht KEIN Konsensus und kein Verbot das Wort Gott zu verbalisieren. Schliesslich ist das Wort Gott kein Name sondern eine Funktion, um David zu zitieren, ein Beruf.
Mich stört weitaus mehr der Begriff Haschem, "der Name", der im rabbinischen Judentum mehr oder weniger angebetet wird.
Aber wie Sie es in meinen Auslegungen über die Torah lesen können(oder werden, denn ich glaube dieser Abschnitt erscheint erst in einigen Tagen)hat Gott, Elohim, Moses am Berge Horev ausdrücklich gesagt, dass er KEINEN NAMEN HABE. Das war die grosse konzeptuale Revolution: Ein Gott ohne Name.Es gibt also keinen Namen, und wenn man sagt, mit Hilfe von Haschem,Oder mit anderen Worten, mit Hilfe des Namens, übertritt man eigentlich das erste und wichtigste Gebot Gottes! Gott ist kein Wesen, dass man benennen kann, er/sie ist ein Konzept oder ein Prozess, und jede Benennung, wie z.B. El Zewaot beschreibt nichts anderes als einen seiner Attribute. Den Begriff Haschem anzubeten ist nichts anderes als Avoda Sara, oder Götzendienerei.
@Monika: Und gab und gibt es nicht liberale, religionskritische bis hin zu agnostizistischen, atheistischen Juden, die sich an den Werten der jüdischen und europäischen Aufklärung und nicht an den g'ttlichen Zehn Geboten orientieren? Eine rhetorische Frage, nicht wahr?

Basiert nicht leztendlich die europäische und insbesondere jüdische Aufklärung auf die ewigen und unvergänglichen Werte der Zehn Gebote. Natürlich kann man sich auf Schiller beziehen. Ich wollte nur die Leser darin erinnern, dass das echte Judentum nicht für Juden bestimmt war, und insbesondere nicht die Zehn Sprüche.
Eli Lasch

______________________________________________________________________


von Eric


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 18:32


Hi Eli,
was heist denn das "echte Judentum" und "nicht für Juden bestimmt"? Wie meinst du das?
Die Erklärung, dass G'tt einen "Beruf" bezeichnet und kein Name ist, finde ich bestechend logisch. Danke! Woher stammt eigentlich die Gepflogenheit G'tt zu schreiben? Ich habe hier ein Buch von Rabbiner Lau, und da hält man sich an diese Sitte auch nicht.

______________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 18:45


ein Buch von Rabbiner Lau, und da hält man sich an diese Sitte auch nicht.

Das würde mich jetzt auch interessieren. Ich habe nämlich in der Ausgabe der Heiligen Schrift, übersetzt von Naftali Herz Tur-Sinai, erschienen im Hänssler-Verlag, den Namen bzw. die Bezeichnung "Gott" ebenfalls ausgeschrieben gefunden. Hier im Forum habe ich mich an wiederholten Bitten orientiert, und mir ist es egal, ob ich nun ein o oder einen Apostroph schreibe. Doch was ist denn nun richtig, oder ist das Ansichtssache?

Monika

__________________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 18:47


@Lasch

Ihre Torah-Auslegungen ist eine von vielen... Daß Sie der Auffassung sind, im "rabbinischen Judentum" würde HaShem (der Name) angebetet - was meinen Sie denn genau mit "mehr oder weniger"? -, läßt mich, mit Verlaub, allerdings an Ihrer Kompetenz zweifeln, dies beurteilen zu können. Weil Sie nämlich außerhalb dieses (eben rabbinischen) Judentums stehen. HaShem ist für mich ein sog. "Platzhalter" für etwas deswegen nicht zu Bezeichnendes, weil es nicht beschrieben werden kann. HaShem steht für das Tetragrammaton und diese Bezeichnung vermeidet das Risiko, dieses auch nur versehentlich zu vokalisieren. Im deutschen Sprachraum unterliegt die Verwendung von G'tt der gleichen respektvollen Devokalisierung. Hier von Götzendienerei zu sprechen ist - "mehr oder weniger" - diskriminierend.

Wie Sie dem untenstehenden Link entnehmen können, hatten wir bereits eine Diskussion um die Ausschreibung von HaShem. Es erfolgte eine Sperrung durch Admin deswegen.

Ildi

______________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 21:11


Hallo Monika,

es ist in der Tat Ansichtssache, ob man den Begriff "G-tt" nun vokalisiert oder nicht. Es gibt unterschiedliche rabbinische Meinungen dazu, insbesondere für das Schreiben auf dem Computer. Manche Rabbinen sagen, dass Buchstaben im PC nur eine Ansammlung elektronischer Pixel seien, und somit eine Schreibung mit Vokalen genauso erlaubt sei, wie ohne - wenn man es schon sehr genau nehmen will.

Mir persönlich ist es völlig egal, ob andere vokalisieren oder nicht, solange das Tetragrammaton nicht geschrieben wird. Wie Eli Lasch schon sehr richtig zitierte, ist G-tt nicht der Name, sondern eine Funktionsbezeichnung und es heißt im dritten Gebot:

"Fuehre nicht den Namen des Ewigen zur Nichtigkeit, denn nicht freispricht der Ewige jenen, der seinen Namen zur Nichtigkeit fuehrt."

Dass man die Funktion nicht nennen oder schreiben darf, steht dagegen in keinem Gebot und es wurde auch noch niemandem der Zugang zum Forum gesperrt, wenn er die vokalisierte Form des Begriffs benutzte. Lediglich die Schreibung des Tetragammatons ist hier tabu.

Dass dennoch viele Juden vermeiden, den Begriff zu vokalisieren, beruht auf einer (nicht unbedingt logisch gewachsenen) Tradition. Aber auch in der Religion ist ja nicht immer alles logisch. Aus dieser Tradition ein Dogma ableiten zu wollen, wäre nicht richtig. Jeder soll es handhaben, wie er es gewöhnt ist bzw., wenn er mag, sich aus Respekt der mehrheitlichen Gepflogenheit anpassen, um Kränkungsgefühle bei anderen Teilnehmern zu vermeiden.

Ursprung der Tradition ist das Bemühen, keine Bezeichnung für haSchem in eine Form zu bringen, die beschmutzt werden könnte. Ein Papier, auf dem eine Bezeichnung für haSchem steht, könnte in den Abfall gelangen und das wäre eine vermeidbare Form von Respektlosigkeit, da man nicht gezwungen ist, irgendwelche Bezeichnungen für G-tt auf Papier niederzulegen. Manche benutzen deshalb auch nicht die Begriffe Adonaj oder haSchem sondern eine Zusammenziehung der Begriffe zu Adoschem. Wenn in einem Buch dennoch die regulären Begriffe in vokalisierter Form benutzt werden, dann deshalb, weil ein Buch in der Regel nicht nach Gebrauch weggeworfen wird. Bei der Entsorgung von Texten, in denen diese Begriffe geschrieben stehen, oder in denen sogar das Tetragrammaton steht, ist jede Synagoge behilflich, die diese Texte sammelt und später bestattet, um eine Entweihung der Bezeichnungen oder des Namens zu verhindern.

Der Begriff haSchem ist nun allerdings - wie jeder andere Begriff auch - nicht geeignet, ihn anzubeten, Eli Lasch, da nichts und niemand angebetet wird, als G-tt allein. Sämtliche uns zur Verfügung stehenden Begriffe sind für uns Menschen nur eine Art "Krückstock der Erklärung", damit wir G-ttes Wesen mit unseren menschlich-beschränkten Möglichkeiten wahrnehmen können.

Viele Grüße und eine gute Woche!
Inge S.

____________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 21:22


Vielen Dank, liebe Inge, für diese interessanten Erklärungen. Schön, mal wieder von Dir zu hören!

Besten Gruß und ebenfalls eine gute Woche

Monika

_____________________________________________________________________________


von Anatner


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 22:23


Habe mich auch sehr gefreut mal wieder von dir zu hören. Kompetenz ohne Arroganz, Belehrung ohne Herabsetzung, Kritik ohne Beleidigung.

_____________________________________________________________________________


Samstag, den 05. Januar, 2002 - 23:16


Hallo Inge,

schön, daß Du wieder da bist.

Bernd

____________________________________________________________________________


Sonntag, den 06. Januar, 2002 - 02:48


Hi Inge,

es ist schön das du wieder bei uns bist, ich habe deine konstuktiven und wissensreichen Beiträge vermisst aber die Zeit des Wartens ist jetzt vorbei.

kostikk (ganz froh :-) )

___________________________________________________________________


von Edgaranderson


Sonntag, den 06. Januar, 2002 - 12:10


schildknappen aller länder vereinigt euch!

Kamo
(der sich um die leichtmatrosen kümmert :-)

____________________________________________________________________


von Eric


Sonntag, den 06. Januar, 2002 - 14:08


Jippieeeee! Inge, toll dass du wieder da bist!
Kamo Etkeret Anderson pi pa po, was ist mit dir los, ist dir das Thema zu schwierig?

Hier noch was zum obigen Thema (leider nur english - written by Rabbi Lewis C. Littman, Temple Bat Yam, Fort Lauderdale, FL.)

"The advent of the information age, and the proliferation of computers as a medium of communication and study raises questions which our tradition could not have anticipated, yours among them. Nonetheless there is a body of discussion on the subject of destroying the Name of God that is helpful in approaching this most modern issue. An overview of the traditional issue from the Reform perspective is found in CURRENT REFORM RESPONSA, edited by the late Solomon Freehof, and published by HUC Press in 1969. Your local Rabbi or synagogue may have a copy.

I have not seen a more recent discussion, though the Computer Committee of the Central Conference of American Rabbis may be discussing the issue. The prohibition of destroying God's name stems from a passage in Dt. 12:3-4, where we are commanded to obliterate the names of idols, "but you shall not do so to the Name of the Lord your God." Through the centuries, the rabbis expanded the prohibition to include the Name of God (YHVH) in all sacred writings. But they created exceptions to the rule. Two of them, in my opinion, apply directly to your question.

First, the Mishnah (Shabbat 12:4) concludes that writing done with any material that does not endure is not actually writing. The Name of God created in such a way could thus be erased without violating the law. Since electronic images are not permanent, they are only digitized electronic impulses, and thus are not actually writing as the sages defined it, erasing the Name of God from a computer screen or disk would not violate halakhah. Second, the rabbis debated whether the prohibition of erasing God's Name applies when the Name appears in a text which has not been consecrated for a religious purpose. Citing the SHULCHAN ARUCH and a number of later halakhic works, Rabbi Freehof concludes: "It is the opinion of many of the earlier and later authorities that no sin is committed by erasing a Name which we know for certain was not consciously consecrated.

Again, this all applies to the Shem Ham'forash, the Tetragrammaton Yod Hey Vov Hey. It seems to me that both of these principles apply to the Name of God "written" on the computer. Electronic images are temporary and not writing at all. as halakhah defines writing; and the Name of God in the computer, I presume, has not been consciously consecrated. Under these circumstances, erasure of the Name would not be a violation of Jewish law."

=================================================
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Ishtara

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Monday, January 07, 2002 - 10:59 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

(...)Die ganze zionistische Bewegung ist als Protest gegen das starre und sture Rabbinat entstanden(...)

Das ist m.E. so nicht richtig. Theodor Herzl, der maßgebliche Gründer der Zionistischen Bewegung bzw. der späteren Zionistischen Weltorganisation, entwickelte die Idee eines jüdischen Staates vor dem Hintergrund eines zunehmenden europäischen Antisemitismusses und Nationalismusses. Richtig ist, daß gegen die Zionistische Bewegung der stärkste Widerstand aus dem Orthodoxen Judentum kam - so wurde z.B. aus diesem genannten Grunde der Tagungsort des Ersten Zionistischen Kongresses von München nach Basel verlegt.

Ildi
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Lasch

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Monday, January 07, 2002 - 12:54 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Ishtara,
Würden sie bitte aufhören mir Anweisungen und Befehle zu geben? Sie sind bestimmt nicht Admin! Ich antworte auf dem Thread, auf dem ich gefragt wurde
Lasch
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Ishtara

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Monday, January 07, 2002 - 01:31 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Sehr geehrter Prof. Lasch,

ich hatte Sie gebeten :-)

Sie schrieben, Sie würden auf dem Thread antworten, auf dem Sie gefragt wurden. Nun, ich hatte Ihnen hier geschrieben, doch Sie antworten mir woanders.

Ich bin tatsächlich hier kein Admin, das muß ich auch nicht sein, weil ich als Forumsteilnehmerin Ihnen genauso wie jedeR andere hier meine Ansicht mitteilen kann.

Etkerender hatte gestern in aller Höflichkeit extra für Ihr Thema einen neuen Thread installiert und darauf hingewiesen. Daß ich lediglich Sie ansprach und nicht die anderen, geschah, weil ich annahm, daß Sie mit den Gepflogenheiten dieses Forums nicht dermaßen vertraut sind, wie z.B. die Alt-Chatter Inge, Berndb oder Eric.

Sollten Sie sich durch meine Bitte persönlich getroffen oder gar angegriffen gefühlt haben, so tut es mir leid - das war nicht meine Absicht.

Shalom


Ildi
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Carolina

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Tuesday, January 08, 2002 - 12:59 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Ildi
„ja, so ist das halt mit dem zweierlei Maß, das man am anderen anlegt und bei sich selbst nicht..."

(Zitat Ildi)
was nun den themenwechsel innerhalb eines threads anbelangt, [...] im hinblick auf den inneren zusammenhang jedoch - dass nämlich alles teil des einen, des ganzen ist - nehme ich mir die freiheit, diese regelung zu mißachten.
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Ishtara

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Tuesday, January 08, 2002 - 02:34 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@carolina

wow! du hast ja den vollen durchblick hier!

danke, daß du noch zeit gefunden hast, neben all deinen gehaltvollen postings hier im forum tagein-tagaus, noch ein paar zeilen der erziehung meiner ach so mißratenen person zu widmen. zu viel der aufmerksamkeit - die ich hiermit erwidern möchte.




Ildi
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Lasch

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Saturday, January 12, 2002 - 07:55 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Inge
Der Begriff haSchem ist nun allerdings - wie jeder andere Begriff auch - nicht geeignet, ihn anzubeten, Eli Lasch, da nichts und niemand angebetet wird, als G-tt allein. Sämtliche uns zur Verfügung stehenden Begriffe sind für uns Menschen nur eine Art "Krückstock der Erklärung", damit wir G-ttes Wesen mit unseren menschlich-beschränkten Möglichkeiten wahrnehmen können

Liebe Inge,
Ich wollte eigentlich schon früher antworten, war aber zu beschäftigt mit meinen Torah Auslegungen, die sich im Grunde mit derselben Problematik auseinander setzen. Ein Gott ohne Name, eine Begriffliche Revolution - mit der die Menschheit, inklusive das Judentum, bis heute noch nicht klar gekommen ist. Und so betet das Christentum Jesus, den "menschgewordenen Gott", und der Islam den Begriff Allah an. Und das Judentum? Den Namen, die Krücke. Sollen, oder ist es uns überhaupt möglich,G"t wahrzunehmen? Ich glaube darüber hat schon Maimonides geschrieben (und das kannst Du in meinem Auszug der Bibel lesen). Ich hatte ein Gotteserlebnis (und darüber berichte ich in meiner Autobiographie - das Licht kam über mich) und alles was ich sah, war Licht, reines Licht. Aber ich WUSSTE, das dieses Gott war, oder eins
seiner Attribute.(Nein, ich bin weder Geisteskrank noch nehme oder nahm ich Drogen. Und es war auch kein Traum) Und so wurde der Atheist zum Mystiker. Das Problem ist, dass der Krückstock von einer Krücke zur Hauptsache wird. (ich höre gerade Blochs Avodat Hakodesh, und dort sagt man: and all the world will WORSHIP thy NAME)Nicht Dich, sondern Deinen Namen. Und das ist GENAU das, was Gott Moses am Horev VERBOTEN hat ICH HABE KEINEN NAMEN, sagt Gott Moses.Alle Bezeichnungen Gottes, El Schadai oder Elohei Zwaoth usw. sind die Bezeichnungen von Attributen Gottes. Höher als die Attribute können wir mit unserem Verstand nich steigen, denn sonst stossen wir aufs Nichts. Und das was der Mensch nicht begreifen kann (hier winkt der Affe), existiert für ihn nicht! Und alles was wir benennen und begreifen können, wird automatisch zum Götzen, vom Menschen erschaffen. UND GENAU DAS WOLLTE DIE BIBEL VERMEIDEN, den das Einzige, was kein Attribut ist, ist ein Name. Und so begrenzen wir Gott und uns selbst!Was die Bibel, oder ihr Verfasser wirklich wollte, ist diese Begrenzungen zu überschreiten. Aber stattdessen fürchten wir Gott statt ihn zu lieben und warten darauf das ER uns erlöst, oder das ER uns erlaubt aktiv zu werden.
Bei dem Tetragamaton handelt es sich möglicherweise um etwas anderes, um eine andere Ebene. Der Talmud sagt, das wenn der Hohepriester am Versöhnungstag in das Allerheiligste ging und DEN Namen aussprach, musste er sich in einer besonderen Verfassung befinden, oder er verbrannte. Legenden, oder handelt es sich um eine Art von Zauberwort, denn die Bedeutung des Wortes ist ja, es wird sein. Da stellt man sich natürlich die Frage, was ist es, das sein würde... Beim Heilen, und insbesondere beim Fernheilen, benutzte ich besondere Worte, mit unglaublichen Resultaten, aber das ist schon eine andere Geschichte. Aber, wurde nicht laut der Bibel, unsere Welt durch ein ausgesprochenes Wort erschaffen: Und Gott sprach. Und sind wir nicht in Gottes Ebenbild erschaffen?
Eli Lasch
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Inge

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Sunday, January 13, 2002 - 01:05 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Eli,

danke für deine ausführliche Antwort. Du hast schon recht, eine Gratwanderung ist es allemal.

Was deine persönlichen Erfahrungen angeht: Mir geht jegliches Gefühl für Mystik ab, aber ich glaube schon, dass etliche Menschen so ihren Weg finden. Alles Gute dir also auf deinem Weg.

Viele Grüße und eine gute Woche!
Inge
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Lasch

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Monday, January 14, 2002 - 06:32 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Gott, wer bist Du?

Von Eli E. Lasch


Wenn Du Gott Elohim nennst,
Wird Er zu vielen Göttern,
Eine Zusammensetzung von vielen Begriffen
Ein Sammelsurium....
Du machst Ihn zu dem, was du bist,
Zu all den Personen, die du bist,
Die du in dir trägst.
Du begrenzt Ihn mit deinen Begrenzungen und zwingst Ihn in die Falle des Wortes

Nicht auszusprechen den Namen, ist auch nicht der Weg
Zwar glaubst du, der Falle zu entfliehen.
Aber das geschriebene Wort besteht weiter
Du hast ihm nur die Macht genommen,
Aber nichts Neues erschaffen
Und nichts hinterfragt.
Statt Gott betest du “den Namen“ an
Aus Angst vor seiner Macht,
Die Macht des Wortes – nicht die von Gott.
So mißbrauchst du Seinen Namen
Aus Angst vor der Macht des ausgesprochenem Wortes.

Wenn du Ihn aber MI HU LO nennst
Negierst du die bestehende Wahrheit,
Ohne dabei eine neue zu schaffen
.Er wird zum Negativ,
Aber nicht derjenigen Wahrheit,
die du kennst
Er wird vom Begriff zur Frage,
Die alle Türen öffnen kann.
So entfliehst du der Falle des Wortes,
Ohne eine neue aufzustellen.
In der Frage befindet sich die Antwort.
Du mußt sie nur richtig stellen.
Die Frage impliziert auch,
das Er besteht
Und auch, daß Er ganz anders ist,
Als wir bisher glaubten.

Gott – Wer bist Du?
Wir glaubten zu wissen, wer Du bist,
aber jetzt weiß ich, daß ich es nicht weiß.
Nur, daß Du bist.
Hilf mir!

Und Gott antwortete mir in Sturm und Donner
Und im tiefsten Schweigen ...
HÖRE UND SCHREIBE.


Mi H Lo: Elohim, rüchwärts geschrieben, bedeutet Wer Er Nicht ist
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Goleshet

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Wednesday, January 16, 2002 - 06:30 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

sind die vier buchstaben jetzt ein name oder ein wort, das man nicht mehr deuten kann?
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Inge

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Wednesday, January 16, 2002 - 08:35 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Goleshet

Mosche sprach zu G-tt: "Wenn ich nun zu den Kindern Jisraels komme und sage ihnen: "'Der G-tt eurer Väter sendet mich.', und sie sagen: 'Wie ist sein Name?' Was soll ich ihnen sagen?" G-tt sprach zu Mosche: "Ich bin das Wesen, welches ewig ist." Er sprach nämlich: "So sollst du zu den Kindern Jisraels sprechen: 'Das ewige Wesen, welches sich nennt: <<Ich bin ewig>> hat mich zu euch gesandt." G-tt sprach ferner zu Mosche: "So sollst du zu den Kindern Jisraels sprechen: 'Das ewige Wesen, der G-tt eurer Voreltern, der G-tt Awrahams, Jizchaks und Jaakows sendet mich zu euch. Dieses ist immer mein Name, und dieses soll mein Denkwort sein in zukünftigen Zeiten.' ..."

Schemoth, 3, 13-15

Im Hebräischen wird dieser Name mit den vier Buchstaben dargestellt, die entweder nicht vokalisiert oder mit den Vokalzeichen für Adonaj vokalisiert sind. Dadurch wird verdeutlicht, dass der Name nicht ausgesprochen werden darf.

Mosche wusste, dass die Israeliten ihn fragen würden, wie denn der Name des G-ttes sei, von dem er zu ihnen sprach - abgesehen davon, dass er auch nur ein Mensch und entsprechend neugierig war. Und G-tt wusste, dass der Mensch eine Möglichkeit braucht, G-tt zu erfassen. Es ist dem Menschen nicht möglich, ein Wesen zu erkennen, wenn er keine Bezeichnung dafür hat. Ein Phänomen der Sprache ist es, dass sie uns das Denken ermöglicht. Und ohne Denken kein Glauben. Hätte G-tt gewollt, dass wir keine Bezeichnungen für ihn finden, hätte er uns wahrscheinlich keinen Namen genannt und uns vielleicht auch zur Sicherheit die Fähigkeit zu sprechen nicht gegeben.

Buber sagte dazu (sinngemäß), erst der "eigentliche" Name einer Person verleihe uns Macht über sie.

Deshalb benutzen wir in unserem menschlichen Sprachgebrauch nur die allgemeinen Bezeichnungen, wie Elohim, ein Oberbegriff, der eigentlich auf jede G-ttheit zu trifft, oder Adonaj, ein Begriff, der das Machtverhältnis zwischen G-tt und den Menschen verdeutlicht (Herr - Diener), haSchem, was nur "Der Name" heißt und den Namen meint, den wir nicht aussprechen, usw..

Viele Grüße
Inge S.
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Lasch

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Thursday, January 17, 2002 - 05:58 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Goleshet,
Die vier Buchstaben sind kein Name, sondern ein Wort, und wir wissen nicht, wie man es ausspricht. Das ist mit der Zerstörung des Tempels verloren gegangen. Die Bedeutung wissen wir zwar. Er war, Er ist und Er wird sein, auf alle Ewigkeit. Oder aber, etwas ist und wird auf ewig sein. Was das ist, wissen wir nicht.
Inge:
Und ohne Denken kein Glauben. Hätte G-tt gewollt, dass wir keine Bezeichnungen für ihn finden, hätte er uns wahrscheinlich keinen Namen genannt und uns vielleicht auch zur Sicherheit die Fähigkeit zu sprechen nicht gegeben.

Genau darum geht es: Gott HAT uns eben keinen Namen genannt, weil auch ein Name begrenzt. Buber hat vollständlich recht. In Ägypten hatten alle Götter Namen, und wurden daher von den Priestern beherrscht. Wie ich es in meiner letzten Bibelauslegung schon geschrieben habe, handelt es sich hier um ein begriffliche Revolution. GOTT BRAUCHT KEINE DIENER. Das ist der grosse Fehler der bestehenden Religionen. Ob man nun den Namen selbst sagt, oder den Begriff Namen ist vollständlich gleich. Wie gesagt, begrenzen wir die Gottheit und uns selbst
Eli Lasch
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Goleshet

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Saturday, January 19, 2002 - 05:55 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

ja das verstehe ich so halb. mir ist auch aufgefallen daß in diesen 4 buchstaben die wörter "ist gewesen", "seiend" und "wird sein" drinstecken! so als ob man alle drei wörter gemischt hätte! aber ein richtiges grammatisches wort ist es ja nun nicht, also keines, das man normal sagen würde, für "ewig" oder so. was heißt es? kann mir das wer erklären? dankeschön.

mfg goleshet
Top of pagePrevious messageNext messageBottom of page Link to this message

Lasch

Rating: N/A
Votes: 0 (Vote!)

Posted on Saturday, January 19, 2002 - 06:48 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Liebe Goleshet,
Es handelt sich weder um ein Wort noch um einen Namen. Auch mit ewig oder Ewigkeit hat es nichts zu tun. Ist es ein Prozess? Bedeutet es "Er war, ist und wird sein" oder ES, mit anderen Worten,die Schöpfung, war, ist und wird sein. Nur dass die Bibel G"tt den Schöpfer als Elohim bezeichnet (Und Elohim sprach)und HVJH erscheint erst in der zweiten Schöpfungsgeschichte. Zusammen mit dem Menschen. Es handelt sich eben um etwas, das wir mit unserem Verstand nicht fassen können oder sollen,
Alles gute
Eli Lasch