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Edgaranderson

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Posted on Wednesday, December 19, 2001 - 02:49 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Gut Schabbes
Nr.4
Paraschat Mikez 5762

Ihr Repräsentant

Die wichtigste Gestalt im neuen Wochenabschnitt ist Joseph oder Yosef, dessen Name oft benutzt wird, um das jüdische Volk als Ganzes zu symbolisieren.
Warum gerade Joseph? Die dominierende Gestalt in der Torah ist zweifellos Mosche, und er steht für alles, woran wir glauben. Abraham als erster Jude wäre ebenfalls eine gute Wahl. Was hat Joseph an sich, dass er uns alle vertreten könnte?
Anfangs zeichnet er sich allein dadurch aus, dass er der Sohn von Rachel ist, die sich lange nach einem Kind gesehnt hat. Dennoch - sein Vater hat bereits elf Söhne und Töchter mit Leah und zwei Mägden. Da Jakob seinen Sohn Joseph im hohen Alter zeugte, liebt er ihn am meisten. Und während seine Brüder hart arbeiten, beschäftigt er sich anscheinend damit, zu träumen und Träume zu deuten - kein gefragter Job in der damaligen Zeit!
Seine Brüder werfen ihn in eine Grube und verkaufen ihn als Sklave nach Ägypten; dann erzählen sie ihrem Vater, Joseph sei getötet worden. Aber der feiert ein großes Comeback, weil er einen Adligen beeindruckt und zum Verwalter seines Hauses ernannt wird.
Aber er muss erneut unter Rachsucht leiden, als er die Frau seines Herrn abweist. Sie beschuldigt ihn, er habe sie belästigt, und Joseph ist wieder ganz unten - im Gefängnis. Diesmal rettet ihn seine Traumdeutung. Er erklärt dem Pharao genau, was dessen Träume bedeuten.
Später ziehen Josephs Brüder nach Ägypten, um Nahrungsmittel zu kaufen. Sie wissen nicht, dass Joseph inzwischen einen hohen Rang hat. Bevor sie ihn erkennen, behandelt er sie schlecht, um ihnen eine Chance zur Reue zu geben. Dann offenbart er sich, und das Wiedersehen wird gefeiert.
Im Gegensatz zu Abraham und Mosche, die alle überragen, erleidet Joseph eine Niederlage nach der anderen. Er ist der Jüngste der Familie und kein Krieger. Er wird oft herumgestoßen, aber jedes Mal rappelt er sich irgendwie wieder auf. Und obwohl seine Brüder ihm Unrecht tun, rächt er sich nicht an ihnen. Seine Nachsicht und seine Liebe sind stärker.
Er ist also eine sehr menschliche Gestalt, aber auch moralisch hoch entwickelt. Das gilt auch für Sie. Selbst wenn Sie nicht immer richtig handeln, wissen Sie immer, was richtig ist. Josephs Name bedeutet auf hebräisch “Zunahme”, eine Anspielung auf das unbegrenzte Potenzial in Ihnen, in Ihrer Seele, die “ein echter Teil Gottes” ist. Wie Joseph können auch Sie immer wieder aufstehen und sündhafte Neigungen besiegen.

Leitgedanken
“Und Speisen wurden ihnen aufgetragen von seinem Tisch. Aber Benjamins Teil war größer als die Teile aller anderen, fünfmal so groß. Und sie tranken und waren fröhlich mit ihm” (43:34).
Frage: Rashi kommentiert: “Seit dem Tag, an dem sie ihn verkauft hatten, tranken sie keinen Wein mehr, und auch er (Joseph) trank keinen Wein. Aber an diesem Tag tranken sie.”
Joseph erkannte seine Brüder. Darum hatte er guten Grund, zu trinken und froh zu sein. Aber seine Brüder wussten ja nicht, wer er war - warum tranken sie dennoch?
Antwort: Das Hauptproblem zwischen Joseph und seinen Brüdern war Eifersucht. Weil sie eifersüchtig auf seine Bemühungen waren, sie zu übertreffen, verkauften sie ihn sogar als Sklaven. Als man sie in Josephs Haus zum Essen einlud, stellte Joseph sie auf die Probe, um herauszufinden, ob sie ihre bösen Neigungen abgelegt hatten. Er gab Benjamin fünfmal soviel Essen als den anderen und wartete auf die Reaktion der anderen.
Aber die Brüder hatten ihre Lektion gelernt und zeigten keinen Anflug von Neid. Wenn ein Mensch sich bemüht, besser zu werden und seine Schwächen zu überwinden, ist er sehr glücklich. Auch Josephs Brüder waren stolz auf ihren Sieg über die Eifersucht, und darum tranken sie Wein, um ihren neuen Charakter zu feiern.

Wer ist wichtiger?
Ein Mann und eine Frau kamen mit einer Meinungsverschiedenheit zu einem Rabbi. Der Mann behauptete, die Frau sei wichtiger als der Mann, weil sie so viele Pflichten zu Hause und bei der Arbeit erfülle, die Schmerzen der Geburt ertrage, geduldig mit den Kindern umgehe und vor allem, weil sie Geduld mit ihrem Mann habe.
Die Frau meinte, der Mann sei wichtiger, denn er müsse nicht nur hart für die Familie arbeiten und sie beschützen, sondern auch die häufigen Klagen und Wünsche der Frau erdulden, sogar nach einem langen Arbeitstag.
“Ihr habt beide recht!” sagte der Rabbi. “Die Frau eines so rechtschaffenen Mannes ist gewiss ebenfalls rechtschaffen, und der Mann einer derart gesegneten Frau ist ganz bestimmt ebenfalls gesegnet!”

Der Standpunkt des Rebbe
Gedanken und Ensichten des Lubawitscher Rebbe

Die Menschen fragen: Warum sehen Sie soviel Gutes in der Zukunft, obwohl heute das Böse herrscht und Tag für Tag stärker wird?
Aber das ist die Natur der Dinge: Die Dunkelheit wurde nur in die Welt gebracht, um das Licht herauszufordern. Wenn das licht stärker wird, verdichtet sich die Dunkelheit, um sich zu wehren.


Herausgeber
Chabad / I.R.G. Württemberg Olpa Str. 93
89073 Ulm
Telefon 0731 96 91 691 Fax: 0731 96 91 69 2
Email: chabadwurttemberg@eudoramail.com
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Edgaranderson

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Posted on Thursday, January 03, 2002 - 05:25 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Gut Schabbes
Nr.8
Paraschat Waera 5762

Der Exodus braucht uns alle
Der neue Wochenabschnitt beginnt mit einer der faszinierendsten, dramatischsten und bestimmt berühmtesten Geschichten der Torah: Mosche macht sich auf den langen Weg, die Juden aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien.
Plan A: G-tt weist Mosche an, zu den Kindern Israel zu sprechen und ihnen zu sagen, dass sie von ihrem Joch befreit würden. Aber sie wollten ihm nicht zuhören und glaubten ihm nicht.
Plan B: Mosche spricht mit Pharao und verkündet ihm die Worte des H-rrn. Er verwandelt seinen Stab in eine Schlange. Aber der Pharao hört nicht auf ihn.
Plan C: Die zehn Plagen. Fast bis zum Schluss bleibt der Pharao verstockt und weigert sich immer wieder, seine Sklaven freizulassen.
Interessant ist, dass G-tt Mosche schon im Voraus sagt: "Der Pharao wird nicht auf dich hören" und Zeichen und Wunder ankündigt, um den Exodus durchzusetzen.
Bemerkenswert ist auch, dass die Geschichte in der Mitte eine Pause einlegt und die vielen "Häupter der Häuser" aufzählt, die ihre Familien auf die Reise durch die Wüste führten.
Dass G-tt wusste, welche hohen Hürden Mosche vor dem Sieg würde überwinden müssen, belehrt uns darüber, dass wir hohe Ziele nicht leicht und schnell erreichen. Wir müssen begreifen, dass Fehlschläge normal, aber nicht endgültig sind.
Die lange Aufzählung zeigt, dass Mosche nicht alles, was noch kommen sollte, allein vollbracht hat. Hinter ihm stand der Wille und das Bemühen vieler anderer. Die Inspiration ging zwar von G-tt aus, aber er wollte, dass Menschen wie wir die Arbeit leisten. Dadurch bauen wir für ihn eine Wohnung auf Erden.
Lassen Sie sich durch Rückschläge nicht entmutigen. Und glauben Sie nicht, dass Sie allein für die Mizwot sorgen müssen. Wenn wir das wissen, werden wir in unserem Exodus stärker. Dieser Exodus geht heute noch weiter und führt uns weg von sündhaften Neigungen.

Eine vielsagende Geschichte
Zwei junge Männer besuchten einmal mitten im Winter eine kleine russische Stadt. Sie suchten das rituelle Bad und erfuhren, dass es sich am Fuße eines steilen Berges befand. Der Weg sei im Winter so glatt und gefährlich, dass niemand das Bad benutze - außer einem ganz besonderen Mann, der jeden Tag hingehe.
Die Männer waren skeptisch und beschlossen, diesem Mann am nächsten Morgen zu folgen. Zu ihrer Überraschung war er sehr alt und gebrechlich. Sie zweifelten daran, dass er den Steilhang bewältigen konnte. Aber er ging mühelos hinab, während die zwei jungen Männer immer wieder ausrutschten und stürzten. Staunend sahen sie zu, wie er ins Bad ging.
Hinterher fragten sie den alten Mann respektvoll, wie er den Abstieg geschafft habe. "Wer mit dem Himmel oben verbunden ist", sagte er ruhig, "der fällt nicht nach unten."

Leitgedanken
"G-tt befahl Mosche: Sage Aaron, er soll deinen Stab nehmen und deine Hand über dem Wasser ausstrecken. Es soll zu Blut werden" (7:19).
Frage: Rashi erläutert, der Fluss habe Mosche geschützt, als man ihn hineinwarf; darum habe Mosche ihn nicht bestraft. Aus dem gleichen Grund habe Aaron auch die Plage der Frösche - die ja aus dem Wasser kommen - selbst veranlasst. Für die dritte Plage - die Läuse - war Aaron ebenfalls zuständig, denn als Mosche einen Ägypter getötet hatte, vergrub er ihn im Sand, und darum befahl er dem Staub der Erde nicht, den Ägyptern eine Läuseplage zu schicken.
Warum hielten diese Gründe Mosche nach so vielen Jahren davon ab, die Plagen selbst zu veranlassen?
Antwort: Wir lernen daraus etwas sehr Wichtiges: Wenn jemand uns einen Gefallen tut, vergessen wir es oft und sind undankbar. Haschem wollte uns mit seinen Befehlen sagen, dass wir ein Leben lang dankbar sein sollen. Obwohl das Wasser Mosche vor etwa 80 Jahren einen Gefallen getan hatte und der Sand vor rund 70 Jahren, sollte Mosche dankbar sein und beiden nichts zuleide tun.
Wenn das für Wasser und Sand gilt, die leblos sind, dann gilt es noch viel mehr für Menschen, die uns einen Gefallen tun.


Der Standpunkt des Rebbe
Gedanken und Ensichten des Lubawitscher Rebbe
Wenn Sie die Geschichte vom Exodus genau lesen, erkennen Sie, dass die wahre erlösende Kraft der Glaube der Frauen war. Heute wiederholt sich die Geschichte.

Herausgeber
Chabad / I.R.G. Württemberg Olpa Str. 93
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Edgaranderson

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Posted on Friday, May 24, 2002 - 05:58 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo,
ich habe ein html-skript geschrieben, das Euch direkt mit Rebbes shul verbindet - ohne Umwege.
Ihr braucht nur den Quelltext abzuspeichern -z.B. als rebbe.html - und mit dem Browser zu öffnen (mit dem Internet Explorer: Datei/Öffnen.../Durchsuchen/...).

(Alternativ kann realplayer mit der Adresse http://216.53.71.20:8080/ramgen/encoder/771.rm aufgerufen werden)

Ich kann Euch die Datei auch schicken.

Edgar
(Email: kamorev@yahoo.de)


----------------------------------------

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<TITLE>MHaMSab (c)Kamo</TITLE>
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</center>
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