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Alex03
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, October 26, 2001 - 12:34 pm: |
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Ich (Nicht-Jude) interessiere mich für jüdisches Leben in Deutschland und hatte neulich mit einem Gleichgesinnten eine Diskussion über die "Behandlung" und Anerkennung als Jude im heutigen Deutschland. In diesem Zusammenhang ging es die Selbstdefinition der Juden hier (Deutscher jüdischen Glaubens oder Jude mit deutscher Staatsbürgerschaft), aber auch um die verwendeten Begriffe im Behörden-Deutsch. Wie wird man als Jude heutzutage von den hiesigen Behörden bezeichnet? Steht z.B. in der Geburtsurkunde Herr XY ist "jüdischen Glaubens" oder ist von "jüdischer Religion" oder wird das einfach ganz ausgelassen ? Gab' es früher (30er Jahre) tatsächlich die amtliche Bezeichnung "mosaischen Glaubens" ? |
   
Jingl
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, October 26, 2001 - 09:00 pm: |
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Es gab die amtliche Bezeichnung "mosaischen Glaubens", so steht es bei meinem Urgroßvater in der Heiratsurkunde. |
   
Feibus
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, January 24, 2002 - 01:26 pm: |
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Shalom, bei meinen Ururgroßvater, meinem Urgroßvater und weiteren Vofahren und Verwandten, die im russ. ( überwiegend deutschsprachigen ) Gouvernement Livland lebten, taucht die amtliche Bezeichnung Hebräer in vielen in deutscher und russ. Sprache verfassten Dokumenten auf. Sie waren deutsch akkulturiert, gehörten als Maskilim zur Reformbewegung ( Haskala ) und soweit ich aus den Familienüberlieferungen weiß, bezeichneten sich die Vorfahren meiner Mutter um 1750/1800 als Hebräer, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bis zur russ. Revolution, als Livländer, später nur noch als Deutschbalten. |
   
Shalom
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, May 09, 2002 - 09:27 pm: |
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Die HAuptfrage war jedoch, wie Jüdische Mitbürger heute beahndelt werden... Was ich persönloch nicht schätze ist, wenn man sich stets in dei Vergangenheti flüchtet und dem SEIN, oder der Gegenwart ausweicht DANKE |
   
Yaelu
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 12:14 am: |
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Juden sind keine "Mitbürger" des Landes, sondern Bürger, man stelle sich vor, Minderheiten würden Deutsche als Mitbürger bezeichnen. "Mitbürger" ist aus dem Bereich den Römischen Reiches und es bezeichnete Menschen zweiter Klasse. Die Tatache sich der Vergangenheit zustellen ist heute aktueller denn je, das zeigen schon die sogenanten Isrealkritiker, die keine Schublade antisemtischer Stereotypen für ihre Zwecke immer wieder ausgraben. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken. Und wie werden wie denn "behandelt" aus Ihrer Sicht? Wie ich immer wieder feststellen kann , nicht als Menschen, sondern in erster Linie als Juden, um uns immer zu zeigen, wie "anders" wir doch sind und eigentlich gar nicht dazu gehören. Yael |
   
Fritz7
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 12:30 am: |
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Hallo Yael, ich habe keinerlei Bedenken, Mitbürger in Deutschland genannt zu werden. Das ändert an meiner Identität gar nichts ... und drückt nach meinem verständnis ausschließlich Gleichheit aus. Was die Römer damit bezeichneten, ist mir für den heutigen Sprachgebrauch ziemlich schnuppe. Fritz |
   
Mat
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 01:16 am: |
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Die Franzosen, die die moderne Buergerschaft einfuehrten, kennen meines Wissens auch keine Mitbuerger. Auch ich habe diese Bezeichnung immer als Diskriminerung verstanden, da sie nur fuer Nicht-Deutsche verwendet wird ("Liebe Deutsche und liebe auslaendische Mitbuerger..."). Meines Erinnerung ist diese Redeweise nach den Brandanschlaegen auf Auslaender zu Beginn der 90er Jahre eingefuehrt worden. Ich vermute, dass die subjektive Intention mitunter wohlmeinend ist, konstatiere jedoch den objektiven Ausschluss. Warum nicht tuerkische Deutsche, juedische Deutsche, ...? mat |
   
Iris
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 07:16 am: |
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Als "Mitbürger" werden in diesem Land üblicherweise im öffentlichen Raum Leute bezeichnet, denen man in irgendeiner Form eine Randposition zuschreibt: die älteren, die ausländischen bzw. die jüdischen Mitbürger Neulich hörte ich auf einem interkulturellen Stadtteilfest in einer der Begrüßungsreden einen "ausländischen Mitbürger" sagen, wie sehr er sich freue, daß soviele "deutsche Mitbürger" gekommen seien. An den non-verbalen Reaktionen war deutlich zu sehen, daß die so bezeichneten das nicht so besonders nett fanden. Außerdem finde ich es verfehlt, wenn jemand, der üblicherweise nicht als "deutscher Mitbürger" bezeichnet wird, äußert, er habe keinerlei Bedenken so genannt zu werden. Selbst wenn es so wäre, ist es zu respektieren, wenn Angehörige von Minderheiten eben nicht unter "Mitbürger" subsummiert werden wollen. Iris |
   
Lasch
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 02:23 pm: |
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@Yael, Iris, Danke.Ihr habt mir wirklich aus dem Herzen gesprochen. Da ich Deutschland als Kind verlassen musste, habe ich in Jerusalem promoviert. Aber als ich meine Approbation als Arzt in Deutschland bekam. musste ich auf mein Schild schreiben: Dr. med. Israel. Als ich mich weigerte, kam die Polizei. Später die Antisemiten. Ich bin eben kein deutscher Bürger sondern Mitbürger.In Israel bin ich zumindest ein VOLLER Bürger Eli Lasch |
   
Lisas
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 05:16 pm: |
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Ich finde diese Diskussion, die bereits an einer anderen Stelle in diesem Forum - ../1744/7021.html"#f7f7f7"> |    
Iris
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 07:16 pm: |
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Lisa, hier ein tipp für Dich: Gib bei paperball "Mitbürger" ein und schau Dir an, in welchen Zusammenhängen dieser Terminus auftaucht und in welchen nicht. Sei so freundlich und erklär mir doch das mit dem Autismus in der deutschen Gesellschaft besonders bei den deutschen Juden. Würde mich echt wahnsinnig interessieren. Iris |
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