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Dialog mit Juden - Christen und Islam in einen ForumKora20 04-08-02  09:34 pm
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Hanjo

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Posted on Monday, February 25, 2002 - 09:23 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Moin auch,
dabei fällt mir ein:
als ich vor über 30 Jahren Hebräisch für das Abitur lernte (nur aus Trotz meinem Griechischlehrer gegenüber, der mich für alte Sprachen für ungeeignet hielt), erteilte den Unterricht ein katholischer Priester.
Wenn ich das im Nachhinein mit meinem Griechisch- und Lateinunterricht vergleiche: dort lernte ich vieles über antike (griechische/römische) Kultur.
Beim Hebräischunterricht lernte ich außer dem rein Sprachlichen eigentlich nur, daß einige Worte wie 'Mischpoke, Maloche, Ische...' ursprünglich aus dem Hebräischen kommen. Naja, gut, vielleicht kann man jüdsiche Kultur schlecht von einem kath. Priester verlangen.
Aber warum wird dann nicht der Herbräischunterricht (der ja nach wie vor für christliche Theologen Pflicht ist) nicht von Rabbis (oder wer immer das tun kann) erteilt.
Herder sagte mal: 'Sprachen sind die Schatzkammern des Geistes'.

Rückblickend muß ich sagen, daß ich hebräisch eher als 'Platikpack' mitgekriegt habe. Deswegen vielleicht ist davon auch so gut wie nichts mehr hängengeblieben - im Gegensatz zu griechisch und Latein.

Gruß von der Ostsee

Hanjo
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Lasch

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 10:39 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@anonimous talmid, Cora
Das einzige Haus, das Jaakov baute und G"tt widmete, war in Beth El, das frühere Luz. Alles andere sind möglicherweise ziemlich unbekannte Legenden . Im Koran herrschte am Anfang ein ziemliches durcheinander, was Jakob anbelangt. Er wurde letzendlich als Prophet anerkannt, und nicht als Vater. Der Bau des Felsendoms durch Abd el Malek war REIN politisch. Vielleicht haben die Moslems noch Legenden "angeklebt"
Eli Lasch
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Miriam

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 10:56 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Im Jahre 685 n.Ch., zur Zeit des Omeyyeden- Herrschers, Abdul Malik ibn Marwan, begann der Bau des Felsendoms zum Gedenken an die Himmelsfahrt des Propheten Mohammad.
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Lasch

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 11:10 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@ Miriam
Sorry. Zum Gedenken an die Himmelsfahrt des Propheten wurde die El Aksah Moschee gebaut und nicht der Felsendom.
Eli Lasch
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Miriam

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 12:22 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Im Jahre 685 n.Ch., zur Zeit des Omeyyeden- Herrschers, Abdul Malik ibn Marwan, begann der Bau des Felsendoms zum Gedenken an die Himmelsfahrt des Propheten Mohammad
Beschreibung:
54 m hoch ist die vergoldete doppelschalig gearbeitete Kuppel mit Kupferdach....
Im Zentrum des Felsendoms befindet sich der große noble Fels der Propheten, unter dem sich eine Höhle befindet, von dem der Prophet Mohammad seine Himmelsreise antrat.
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Noam

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 02:52 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Miriam, ich glaube du hast recht. Herr Lasch, ich finde auch ihre Aussagen oft hilfreich, allerdings sind sie unglaublich rechthaberisch.
Anonymos Talmid finde ich einfach doof, ich habe den Eindruck, es geht hier einigen nur darum Herrn Lasch zu widersprechen.

Sehr interessant finde ich folgenden Artikel http://hagalil.de/nahost-politik/jerusalem/tempelberg.htm
Was sagen sie dazu Herr Lasch?
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Inge

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 04:54 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Hanjo

"Aber warum wird dann nicht der Herbräischunterricht (der ja nach wie vor für christliche Theologen Pflicht ist) nicht von Rabbis (oder wer immer das tun kann) erteilt."

Es gibt in Deutschland zu wenige.

Viele Grüße
Inge S.
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Hanjo

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 05:03 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Moin Inge,
zuwenige was ? Zuwenige (potentielle) Hebräischlehrer oder zu wenig Schüler.

Gruß v.d. Ostsee

Hanjo
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Inge

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 05:16 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Hanjo,

potentielle Schüler gibt es mehr als genug ...

Viele Grüße
Inge S.
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Hanjo

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 06:31 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Ja, wie ? Und da gibt's nur ältliche katholische Pfäfflein, die das unterrichten können ?
Niemand anders in ganz Deutschland ?

Gruß v.d. Ostsee

Hanjo
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Lasch

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 08:00 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Noam
allerdings sind sie unglaublich rechthaberisch.

Wenn ich etwas historisches "behaupte", dann konsultiere ich vorher die weitläufige hebräische Literatur, die mir zu Verfügung steht, und ich zitiere aus ihr. Das Rechthaberisch zu nennen....
Was nun das Thema betrifft, das zur Diskussion steht beziehe ich mein Wissen aus dem Buch eines der wichtigsten Forscher Jerusalems, Menashe Har-El sowie des Forschers Hirschberg. Die ganze Diskussion geht um die Sura 17, Surat El Asra: gelobt sei Der Engel der seinen Knecht in die äusserste Moschee (Masjad el Aqsa) gebracht hat. Von dort soll Muhamad seine Himmelfahrt angetreten haben. Da es zu der Zeit noch keine Moschee in Jerusalem gegeben hat ist das schwer einzuordnen. War das in Jerusalem, oder ist die El Aqsa ein himmlischer Ort? Die Frage besteht natürlich auch, warum es neben dem Felsendom die El Aqsa Moschee gibt, wo die Hauptgebete stattfinden und nach der die jetzige Intifada benannt wird. Wieder geopolitisch!
Rechthaberisch oder belesen?
"Zufällig" war mein Hobby in Israel Fremdenführer durch Jerusalem...
Eli Lasch
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Miriam

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 10:25 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Herr Prof. Lasch, ich habe die Informationen aus verschiedenen Architektur, sowie islamischen sites. Nun wissen die alle wohl gar nicht was der Felsendom/Omarmoschee ist?
Freundliche Gruesse
Miriam
P.S. Ich war im Felsendom selbst auch schon. Atemberaubend schoen, uebrigens.
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Steiner

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 10:44 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@ Miriam

Stimmt!!!
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Bina

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 10:56 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Hanjo,

es gibt in Deutschland (so weit ich weiß) mittlerweile wieder ungefähr 80 Gemeinden, aber nur so um die 30 Rabbiner.

Seit kurzem ist sogar wieder eine Ausbildung für Rabbiner in Deutschland möglich:

Am 09. Mai 2001 richtete der Zentralrat der Juden an der Heidelberger Hochschule die erste Stiftungsprofessur ein und am
12. November 2000 wurde das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam eröffnet

Es dauert also noch.
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Lasch

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 11:24 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@ Miriam,
interessant. Ich glaube aber immer noch mehr den israelischen Gelehrten.
Auf jedem Fall stimmen wir überein, dass der Felsendom eines der schönsten Gebäude ist, die es überhaupt gibt. Ich war oft dort.
Bei meinem letzten Besuch, noch vor der Intifada, hat man dort auf mich Steine geworfen
Lasch
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Inge

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Posted on Tuesday, February 26, 2002 - 11:36 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Hanjo

Nach der Schoah lag der jüdische Anteil an der Bevölkerung in Deutschland bei weniger als 0,5 Promille. Inzwischen dürfte er vielleicht die 1-Promille-Marke erreicht haben, aber das genügt noch nicht, um den Bedarf nichtjüdischer HebräischschülerINNen an jüdischen HebräischlehrerINNEn zu decken.

Viele Grüße
Inge S.
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Lasch

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Posted on Wednesday, February 27, 2002 - 08:48 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Miriam, Wenn es dem ist, wie Sie behaupten, könnten Sie mir, (von islamischer Sicht her) erklären, warum das goldene Tor mit Skeletten erfüllt war und davor sich ein Friedhof befindet? Ist nicht der Grund dafür, es unrein zumachen, damit der jüdische Messias, der dort erwartet wird, nicht durchkommen kann? Das habe ich auch aus islamischen Kreisen
Eli Lasch
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Kora

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Posted on Thursday, February 28, 2002 - 03:11 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Lasch
Wie stellt man sich in jüdischen Kreisen den Messias vor?
mfg.Kora