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Uriel_K
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, July 20, 2001 - 05:48 pm: |
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Hallo, Nun gut, der Film läuft nun also auch in Deutschland und jedeR kann sich ein eigenes Bild machen... Die Taz http://www.taz.de/pt/2001/07/19/a0135.nf/text hat eine ziemlcih positive Kritik geschrieben. Im dortigen Forum habe ich nochmal zusammengefasst, warum ich den Film sehr kritisch sehe und ihn gar für gefährlich halte... Liebe Grüße uri |
   
Maika
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, July 23, 2001 - 11:25 am: |
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Hallo Uri, ich denke, dass ihn nicht sehr viele Menschen in Deutschland sehen werden. In ganz Berlin läuft er nur im Kino in den Hackeschen Höfen. Falls ich es also bis Donnerstag nicht schaffe noch mal nach Berlin zu kommen, muss ich wohl darauf verzichten. Ich denke nicht, dass die "normalen Kinos" ihn ins Programm aufnehmen werden. Na wir haben hier ja ein Studiokino. Vielleicht kann man da ja mal nachfragen, ob sie ihn zeigen. Liebe Grüße Maika |
   
Jonathan
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, July 23, 2001 - 05:45 pm: |
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Dieses unsägliche "Auge um Auge, Zahn um Zahn" nach christl. Verständnis als Aufruf nach Vergeltung wie im Film geäußert hat mich tatsächlich auch sehr gestört. Allerdings kann es auch bedeuten, daß gewisse christl. Motive in das orthodoxe Judentum Eingang gefunden haben. Juden haben nie auf einer einsamen Insel frei von fremden Einflüssen gelebt. Ich maße mir an, etwas Einblick in die orthodoxe Welt gefunden zu haben, und auch aus dieser Perspektive gesehen hat mir der Film eigentlich ganz gut gefallen. |
   
Karsten
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, July 23, 2001 - 07:32 pm: |
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Hallo Jonathan, wenn Du sowas ableitest, ich mein das mit dem Zahn und dem Auge, frage ich mal, ob der Film und das Drehbuch von orthodoxen Juden produziert wurde? Ist das so? oder waren es Leute, die meinen so geht es bei den orthodoxen zu? Gruß Karsten |
   
Uriel_K
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, July 23, 2001 - 09:30 pm: |
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Naja, in Frankreich hatte dieser Film angeblich 800.000 Besucher und wude wohl doch in einigen Kinos gezeigt... Die Chance, dass sich dieser Erfolg auch in Deutschland fortsetzt, wird sich zeigen. Ansonsten ist am Freitag in Berlin auch Trembling before God angelaufen, ein sehr sehr einfühlsamer dokumentarfilm über das Leben Homosexueller im Orthodoxen Umfeld, die trotz all ihrer Schwierigkeiten ihr orthodoxes Milieu und den Glauben, das Leben , die Tradition nicht aufgeben wollen.. Dass dabei natürlich auch Kritik laut wird, ist klar.. dennoch muss ich sagen: wirklich sehr zu empfehlen... |
   
Eric
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, July 24, 2001 - 04:33 pm: |
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Ich denke oft, daß wir niemals vorankommen werden, solange wir uns bei allem überlegen, "ma jagidu hagojim". In Deutschland hat kaum jemand die Möglichkeit Juden überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn jüdischen Pluralismus in der Gegenwart. Deshalb gehe ich davon aus, daß die Ausstrahlung dieses Films bei sehr vielen ganz falsch mal wieder ankommen dürfte. Da hast du sicher recht Uri, wenn ich dich richtig verstanden habe. Aber sollen wir uns immer von außen betrachten? |
   
Jonathan
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, July 24, 2001 - 05:26 pm: |
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Tja Karsten, Amos Gitai, der Regisseur ist kein orthodoxer Jude. Vielleicht hast du also Recht: Der Film zeigt das Leben ultra-orthodoxer Juden so wie es sich nicht-orthodoxe Juden vorstellen. Ich kenne die Welt von Mea Shearim zu wenig als das ich wirklich dazu etwas sagen kann. Zumindest möchte der Film uns Betrachter das Leben dort ein wenig vorstellen. Klar, Amos Gitai erzählt uns seine Sicht der Dinge. |
   
Karsten
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, July 25, 2001 - 10:07 am: |
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Hallo Jonathan, unser Problem heute ist, dass wir nicht mehr zwischen einer erzählten Geschichte und der Realität unterscheiden können. Ich meine, ohne diesen Film gesehen zu haben, dass hier die Gefahr besteht, dass damit zum einen Vorurteile bedient werden und zum anderen Menschen, die in einer bestimmten Form zusammen leben, zutiefst verletzt werden. Sicher gibt es solche wie im Film beschriebene Probleme. Kann man daraus aber was allgemeines ableiten? Ich kenne einen Katholiken, der säuft und schlägt seine Frau. Sind deswegen jetzt alle so? Menschen lieben Schubladen. Gruß Karsten |
   
Awram
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 26, 2001 - 08:54 pm: |
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hallo uriel, durch deinen hinweis habe ich den artikel von philipp bühler (in der taz) gefunden. die qualität dieses journalisten möchte ich nicht beurteilen, dazu kenne ich ihn zu wenig. doch aus seinem artikel möchte ich zwei textstellen hier aufzeigen, die ihn, wie auch seine sicht, wohl recht trefflich skizzieren: "Der praktisch rechtlosen Stellung der Frau in der jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft widmet sich derzeit noch ein weiterer Film. "Kadosh", ein Spielfilm von Amos Gitai, führt in den ultra-orthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Schearim." "So zeigt auch "Kadosh", dass die wieder erstarkte jüdische Orthodoxie wie jeder religiöse Extremismus vor allem ein gigantischer Repressionsapparat ist." auch im dlf habe ich eine rezension dieses filmes gehört, die in in eine ähnliche richtung ging. peter |
   
Oli
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, July 27, 2001 - 09:26 am: |
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Hallo Awram, aus genau dem Grund freue ich mich schon auf die Bekannten, welche diesen Film gesehen haben und mir gegenüber dieses so kommentieren :-( Gut schabbes, Oli |
   
Terry
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, August 28, 2001 - 05:34 pm: |
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Trembling before G-d - Feigen sollte David essen, immerzu Feigen, und Psalmen aufsagen, dann würde ihm die Lust auf Männer schon vergehen. Oder: Sich jedesmal auf die Zunge beißen, wenn es ihn trieb. Der junge Mark wurde von den Eltern nach Israel geschickt, als er ihnen seine Homosexualität offenbarte. Im Heiligen Land kann es ja keine Schwulen geben. Ein allzu frommer Wunsch und eine fatale Fehleinschätzung. Auch Feigen und Zungenbeißen haben nichts gefruchtet. David und Mark sind immer noch schwul - und zugleich orthodoxe Juden. Homosexualität und orthodoxes Judentum, wie geht das zusammen? Wie alle monotheistischen Weltreligionen hat auch die jüdische mit der Homosexualität große Probleme. Die Bibel verdammt den Verkehr mit einem anderen Mann als mit dem Tod zu bestrafendes Gräuel. Aber es gibt sie doch, als einzelne sowieso, mittlerweile sogar in Gruppen: Orthodykes oder Gay and Lesbian Yeshiva heißen sie. Sogar offen schwule orthodoxe Rabbiner gibt es. Vor Jahren schon begann der junge amerikanische Filmemacher Sandi Simcha DuBowski, sich mit dem Sujet zu beschäftigen. Erst nur aus Neugier. Doch dann wälzten die Erfahrungen auch sein Leben religiös um. Leicht ist das nicht nachvollziehen. Denn "Trembling before G-d" erzählt von zerrissenen Leben. Zwischen Glauben und Trieb, Eltern und Kindern, Träumen und Lebenswirklichkeit. Viele der Beteiligten wollten unerkannt bleiben. Das ist beklemmend - auch wenn DuBowski die idyllischen Szenen aus dem jüdischen Festtagsbüchlein mit einer Schattenspieltechnik vorführt. Die Hauptfrage bleibt allerdings ungeklärt: Woher eigentlich rührt das Bedürfnis, sich ausgerechnet in einer Religion zu verorten, die nicht nur oberflächlich autoritär und patriarchal strukturiert ist? Einige Male wird sie im Film gestellt, beantwortet nie. Eine einzige unter den gezeigten Figuren geht einen anderen Weg: aus der Religion heraus. Er sehe einen logischen Widerspruch zwischen seinen Einstellungen und den Positionen der Bibel, sagt Steve. Aber wahrscheinlich denken religiöse Menschen einfach anders. Silvia Hallensleben im Tagesspiegel |
   
Iris
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, August 28, 2001 - 05:54 pm: |
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Hallo Terry, aus Copyright-Gründen und Platzgründen bitte nur die URLs hier einposten; zu trembling before g-d gibt es einen Thread, der über die Suchmaschine auffindbar ist. Viele Grüsse Iris |
   
LS
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, August 29, 2001 - 06:24 pm: |
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KOSHER MEAT is a collection exploring the intersections of Jewish identity and gay sexuality, whose contents range from a tale of an ex-porn actor who lives across the street from a Yeshiva to a piece about cruising in Independence Park, from a story about two men who meet at the Holocaust Museum and reaffirm life through their passion to a sweet fable of a man who builds himself a golem lover. These diverse, ascinating personal stories arouse and enlighten and push the limits of previously conceived notions as to the intersections of sexuality and religion. KOSHER MEAT edited by Lawrence Schimel Sherman Asher Publishing ISBN: 1-890932-15-9 $14.95 Table of Contents "Building an Appetite: an Introduction" by Lawrence Schimel "My Nazi Summer" by Jonathan Wald "My People" by Michael Lassell "Isaac and Moshe" by Rick Stanford "The Day I was Caught" by Daniel M. Jaffe "Mein Yiddishe Tate" by David May "The Minyan" by Lawrence Schimel "Down, Down" by David O'Steinberg "From His Own Hands" by Andrew Ramer "The Good Son" by Brian Stein "A Fine Point" by Allen Ellenzweig "Afterword: Diaspora, Sweet Diaspora" by Lawrence Schimel The book is available for sale from http://www.amazon.de. Discounts are available from the publisher for bulk sales. Please contact Nancy Fay at fayedit@worldnet.att.net to inquire for details. Lawrence Schimel (born 16 October 1971) is the author or editor of over 40 books, including I LOVE YOU: SCHWULE PAERE UEBER IHRE LIEBE (mit Michael Lassell; Albino Verlag), SEXPERIMENTE (mit Carol Queen, Sophie Hack, und Rainer Falk; Quer Verlag), GUT BESTUECKT (Bruno Gmuender Verlag), THE DRAG QUEEN OF ELFLAND, BOY MEETS BOY, THINGS INVISIBLE TO SEE: LESBIAN AND GAY TALES OF MAGIC REALISM, and the forthcoming anthology FOUND TRIBE: JEWISH COMING OUT STORIES (Sherman Asher Publishing, April 2002). His PoMoSEXUALS: CHALLENGING ASSUMPTIONS ABOUT GENDER AND SEXUALITY (with Carol Queen) won a Lambda Literary Award in 1998, and he has also been a finalist for the Award for 4 other titles. He has also been a finalist for the Firecracker Alternative Book Award (twice), the Small Press Book Award (twice), and the Spectrum Award (twice). His writings have been translated into Basque, Catalan, Czech, Dutch, Esperanto, Finnish, French, German, Italian, Japanese, Polish, Portuguese, Russian, Slovak, Spanish, and Swedish. Born in New York City, he currently divides his time between New York and Madrid, Spain. More information about him and some of his books can be found on the website schimel.htm |
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