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Olavschroeer

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Posted on Friday, August 24, 2001 - 06:44 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Holocaust-Plakat: Verfahren eingestellt

Gericht hält Text für unverfänglich
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Iris

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Posted on Friday, August 24, 2001 - 10:04 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Interessant wird es, was der Förderkreis tut, um der Vereinnahmung dieses Plakats durch rechte Kreise entgegenzutreten.

Iris
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Chris

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Posted on Friday, August 24, 2001 - 12:41 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Tut der Förderkreis denn etwas? Ausser den Kopf in den Sand stecken, warten, daß die schnell-lebige Mediengesellschaft das Plakat bald vergißt, und hoffen, daß keiner merkt, wie sehr das Plakat in rechten Kreisen "vereinnahmt" wurde... und wird? Ich würde mich sehr freuen, da mal was positives zu lesen.

Chris
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Olavschroeer

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Posted on Friday, August 24, 2001 - 02:15 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Email an den Förderkreis:

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus einem heutigen Tagesspiegel–Artikel war zu entnehmen, dass die Ermittlungen gegen Sie eingestellt worden sind. Eine entsprechende Entscheidung war im voraus abzusehen, da mittels der Werbekampagne die Auschwitz–Lüge als Zitat verwendet wurde, es jedoch nicht die Absicht war, die Lüge als solche zu verbreiten.

Ihnen wurde am 03.08. von einer Privatperson, Herrn ..., mitgeteilt, dass Revisionisten (http://www.....) das Werbeplakat plagiiert haben, um das eigene revisionistische Gedankengut zu verbreiten. Am 06.08. wurden Sie darüber noch einmal offiziell von einem Rechtsanwalt in Kenntnis gesetzt. In einem taz–Artikel von Nicole Maschler wurde mitgeteilt, der Förderverein lasse prüfen, ob dieser Tatbestand vorliegt. Nun sind über 14 Tage vergangen und die Revisionisten verwenden weiterhin die plagiierte Version des Plakats für Werbezwecke.

Was ist in den vergangenen 14 Tagen von Seiten des Förderkreises bzw. der Werbeagenturen und deren Rechtsanwälten veranlasst worden? Ist es normal, dass derartige Copyright–Verletzungen 14 Tage lang ungeahndet auf der Datenautobahn verbreitet werden können? Ergreifen der Förderverein und die Werbeagenturen zur Zeit alle rechtlichen Mittel, dass die vom Förderverein mit dem Plakat als Zitat instrumentalisierte Auschwitz–Lüge nicht von Revisionisten in besagter Plakatversion zur Verbreitung der Auschwitz–Lüge genutzt wird?

Ich würde mich freuen, wen Sie im HaGalil–Forum im Thread "Den Holocaust hats nie gegeben": eine Anzeigenkampagne eine Stellungnahme dazu veröffentlichen. Haben Sie Dank im voraus für die Beantwortung meiner Fragen.


Mit freundlichen Grüßen,

Olav Schröer
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arne

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Posted on Friday, August 31, 2001 - 04:17 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

bei allem respekt für die empörung. ich bin
der
meinung. mit diesem plakat wurde ein
versuch
unternommen, in der von ihnen auch so
benannten
"schnelllebigen zeit der medien", eine
provokation zu erreichen, die nun gerade nicht
schnell vergessen wird. die linie hätte nur
beibehalten werden müssen zum beispiel mit
einem
weiteren plakat, welches die dvu(?)-politiker
als
aktuellen beweis der holocaustleugnung vor
vor
dem ursprünglichen plakat an einen pranger
stellt. aber dieses einlenken der
verantwortlichen empfinde ich als
inkonsequent.
die botschaft war für die öffentlichkeit bereits
eineindeutig formuliert. ich glaube nicht, das
klassisches mahnen wirkungsvoller als
bittere
ironie ist und habe in israel selbst menschen
kennengelernt, die ihre geschichte sehr
beeindruckend trotz ironie vermittelt haben.
das
bauwerk selbst wird ja wohl kaum
zweideutigkeit
ausstrahlen und um menschen für spenden
zu
begeistern, sind eben neue wege zu begehen
oder
wann haben sie das letzte mal brot für die
welt
gespendet?
arne
(fast) Diplomkommunikationswirt
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Iris

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Posted on Friday, August 31, 2001 - 08:08 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Arne,

von einem (fast) Diplomkommunikationswirt wundert mich ein solches Posting umso mehr.
In einem Studium über Kommunikation müßte man eigentlich etwas über die verschiedenen Ebenen von Kommunikation lernen?

Daß dieses Plakat eindeutig war, kann man wohl nicht behaupten. Seit mehr als 2 Wochen wird es von rechten Kreisen plagiiert ohne daß der Verein etwas dagegen tut.

Wenn es so eindeutig wäre, wie Sie nahelegen, warum wird es dann von Rechten plagiiert - doch nicht weil diese Kreise um Aufklärung bemüht sind.

Viele Grüsse

Iris
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Olavschroeer

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Posted on Friday, August 31, 2001 - 08:44 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

"Seit mehr als 2 Wochen wird es von rechten Kreisen plagiiert ohne daß der Verein etwas dagegen tut."


Liebe Iris,

der Förderkreis wurde am 03.08. von einer Privatperson über den Copyright-Mißbrauch in Kenntnis gesetzt. Am 06.08. erhielt der Förderkreis über diesen Tatbestand zudem noch eine Benachrichtigung von einem Rechtsanwalt.

Folglich weiß der Förderkreis seit genau VIER WOCHEN Bescheid. Die plagiierte Version ist zur Zeit immer noch auf der revisionistischen Internetseite präsent.

Viele Grüße,

Olav
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Olavschroeer

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Posted on Tuesday, September 04, 2001 - 04:49 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

"Tautologie und Tapete"

Die Holocaust-Plakataktion hat ihren Zweck erfüllt, indem sie ihn verfehlte. Oder umgekehrt

Georg Seeßlen
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Tochter Courage

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Posted on Sunday, October 07, 2001 - 05:34 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Jetzt können sie es auch legal? Auf einem Wahlplakat der NPD in Berlin steht groß "den Holocaust hat es nie gegeben", in klein untertitelt mit einem Bezug zum Föderkreis zum Mahnmal.Ich fordere alle auf kreative Möglichkeiten der Civilcourage dagegen zu suchen.
Das Plakat muß weg!

"Den Holocaust hat es nie gegeben" - dieser Satz vom umstrittenen Plakat des Förderkreises für das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas - wird jetzt aufgegriffen von der NPD als Wahlkampfslogan auf einem ihrer Wahlplakate in Berlin. Dieses Plakat muß verboten werden. Ich fordere diejenigen auf, die die Mittel und öffentliche Wirksamkeit durch ihr Person haben, gegen das Plakat der NPD rechtlich vor zugehen. Jede Person und Initiative sollte selbst kreative Möglichkeiten der Civilcourage überlegen. Das Plakat muß weg!
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Charlotte Opfermann

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Posted on Tuesday, October 09, 2001 - 12:43 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Das Plakat mu§ UNBEDINGT weg!
Es gibt einen Ausdruck im Englischen "to shoot
yourself in the foot" -- und das ist ein Wortspiel
im Anklang an den unsterblichen Braven Soldaten
Schwejk den Jaroslav Hasek nach dem Ersten
Weltkrieg geschaffen hat. Hasek's Schwejk war ein
kluger Kopf, der den Dummen spielte, ein kluger
Dummer, ein Unbeirrter unter Irren.
Die Foerderkreis Leute und ihre Berater hingegen
sind die Dummen, die Irren, die der Sache
unendlich geschadet haben und damit die guten
Vorsaetze und die guten Muehen von einem Dutzend
vonvergangenen Jahren jede Kredibilitaet genommen
habe
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Olavschroeer

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Posted on Tuesday, October 09, 2001 - 03:40 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Wegen des aktuellen Wahlplakats der Berliner NPD ist von Seiten der Berliner Staatsanwaltschaft gegen einen Verantwortlichen der rechtsextremen NPD ein Verfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung eingeleitet worden.

Wie aus einem im Internet präsenten rechtsextremen Journal ersichtlich wird, kontaktierte am 31.07. ein Mitarbeiter eines deutschsprachigen Arbeitskreises, der eine Internetpräsentation zu den Themen Shoa, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg aufgebaut hat, einen prominenten Vertreter der NPD, Horst Mahler, um von diesem eine Stellungnahme zu erhalten:

"Hallo Herr Mahler,

da wir dank Ihrer Mailingliste recht oft daran erinnert werden, dass das Spektrum der Meinungen doch recht weit ist, würde uns interessieren, was Sie eigentlich von der Spendenkampagne des Förderkreises halten, die gerade in aller Munde ist. "Den Holocaust hat es nie gegeben".

viele Grüße

..."

Horst Mahlers Antwort erweist sich als eine anitsemitische Hasstirade.

Auf der Internetseite des prominenten Holocaust-Leugners G.R. wird derweil nicht mehr genau jenes Bild des Werbeplakats vom Berliner Förderkreises verwendet, sondern vielmehr eine neu modifizierte Variante des Werbeplakats, bei der weiterhin das Bergpanorama der ursprünglichen Werbekampagne zu identifizieren ist.

Was aber brachte nun - abgesehen von jenen Kollateralschäden - diese seit geraumer Zeit abgebrochene Werbekampagne des Berliner Förderkreises? Da die Spendenbereitschaft der Deutschen geweckt werden sollte, wurde diese Kampagne von Lea Rosh verteidigt. Betrachten wir den Betrag: Bisher gespendet: 546.766 €. Genau auf diesen Betrag wird schon seit geraumer Zeit verwiesen. Eine vorzufindende Spendenfreudigkeit kann folglich nicht bescheinigt werden, denn vor der umstrittenen Werbekampagne gab es ja anscheinend schon einen Spendenbetrag von rund 1.000.000 DM.
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Ishtara

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Posted on Sunday, November 04, 2001 - 07:28 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Aus: Shoa.de Newsletter - November 2001

++ Wiesenthal : Meine Arbeit ist getan ++

Simon Wiesenthal, der Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums in Wien wird sich in diesen Tagen ins Privatleben zurückziehen. 1100 NS-Kriegsverbrecher, unter ihnen Adolf Eichmann, hat Wiesenthal, der als Einziger seiner Familie den Holocaust überlebt hatte, vor Gericht gebracht. Er sieht jetzt seine Aufgabe im "Kampf gegen das Vergessen" erfüllt. "Jene, die ich gesucht habe, habe ich gefunden" sagte der 92-Jährige. Alle habe er überlebt.


http://www.wiesenthal.com

Ich danke Simon Wiesenthal für alles, was er getan hat!

Möge sein Name ins Buch des Lebens eingeschrieben sein!


Ildi
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Richter

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Posted on Sunday, November 04, 2001 - 10:16 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Ich als halber Deutscher halber Amerikaner bin wie immer mehr als erstaunt was als Werbung tituliert werden darf.Und wenn dieses Plakat mit seiner Wirkung zum Spenden aufrufen soll ja dann weiß ich auch nicht mehr weiter.Provokation in allen Ehren,das was geschehen ist kann und darf nicht vergessen werden.Aber vielleicht gibt es auch andere Wege in der "NEUEN WERBUNG".

Frank Richter ein einfacher Handwerker
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Olavschroeer

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Posted on Thursday, March 07, 2002 - 12:50 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Der Plakatierer vom Dienst

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt in seiner Holocaust-Ausstellung ein Wahlplakat der NPD. Es stammt von einem langjährigen V-Mann

von Jochen Bittner
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Olavschroeer
Junior Member
Username: Olavschroeer

Post Number: 1438
Registered: 02-2001

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Posted on Friday, June 07, 2002 - 06:55 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Guckkasten

Die Info-Box zum Mahnmal

Von Christian Schlüter

Der neue Informationscontainer steht am Rande der Ebertstraße. Eingerahmt von vier Bäumen, liegt ihm gegenüber, auf der anderen Seite der vierspurigen Fahrbahn, Berlins Tiergarten, eine ausgedehnte Parkanlage. Diesseits der vor allem tagsüber viel befahrenen Verbindungstraße zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor schließt das Gelände an, auf dem unlängst begonnen wurde, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu errichten. Der Gehweg ist staubig, noch ist hier nur eine Erdmulde zu sehen, sie unterscheidet sich kaum von den anderen Baustellen in der Hauptstadt.

Nicht zuletzt deswegen hat der Förderkreis für das Denkmal beschlossen, zusammen mit dem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Verein "kakoii" für etwas mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Die Eröffnung des Informationscontainers am Mittwochabend begann allerdings etwas später, weil einige Mitglieder aus dem Förderkreis noch vor dem nur etwa zehn Minuten Fußweg entfernten Thomas-Dehler-Haus demonstrieren wollten. Dort nämlich, in der Reinhardtstraße, hatten die Jüdische Gemeinde zu Berlin und der Türkische Bund Berlin-Brandenburg zu einer Kundgebung vor der FDP-Bundeszentrale aufgerufen.

Um 18.30 Uhr konnte dann die Eröffnung des Informationscontainers endlich beginnen. Eingefunden hatten sich bei weitem nicht so viele Menschen wie zur Demonstration in der Reinhardtstraße; etwa zwanzig Interessierte versammelten sich vor der als "baubegleitende Maßnahme" bezeichneten Einrichtung. Lea Rosh, die Vorsitzende des Förderkreises, und auch Alexander Brenner, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, waren gekommen, um das Projekt in Augenschein zu nehmen: einen gebrauchten, weiß übermalten 20 Fuß-Container, gut sechs Meter in der Länge, und rund zweieinhalb Meter in Breite und Höhe.

Rote Pfeile verweisen auf zwei Fenster, eines längsseits des Containers, eines an dessen Stirnseite. Hinter dem in der oberen Hälfte abgedunkelten Panzerglas sind Dia-Projektionen zu sehen, eine "Chronologie zum Denkmalsprojekt" - von den ersten Aufrufen der Bürgerinitiative bis zur Bundestagsdebatte mit dem Denkmalsbeschluss 1999 - und Arbeiten der kürzlich verstorbenen Fotografin Riki Kalbe, Bilder, auf denen sie in einem Zeitraum von zehn Jahren die Veränderungen des Denkmalsgeländes zwischen Ebert- und Wilhelmstraße festgehalten hat. Zu betreten ist der Container nicht, er dient allein als Guckkasten.

Ebenfalls in roter Farbe ist neben den Angaben zu "Spendentelefon, Spendenkonto und Spendenonline" auch die Aufforderung zu lesen: "Beteiligen Sie sich am Denkmal für die ermordeten Juden Europas". Konzeptionell ist zwar von Bürgerbeteiligung die Rede, die Initiatoren haben allerdings eher die Berliner Universitäten im Sinn, beteiligen sollen sich vor allem aber Historiker und Künstler. Sie könnten den Container, wenn ihre Projekte dem Förderkreis als "künstlerisch und gesellschaftlich wertvoll" erscheinen, wie eine Galerie mit ständig wechselnden Ausstellungen nutzen.

Wie die Initiatoren allerdings mit Zerstörungen oder Graffitis umgehen wollen, ist noch nicht abschließend geklärt. In jedem Fall sollen sie Teil der Diavorführung im Container werden. Gezeigt werden sollen ebenso die zahlreichen Entwürfe für das Denkmal, auch diejenigen, wie Lea Rosh ergänzte, die sie immer noch erreichen würden. Selbstverständlich, so Rosh weiter, möchte man demnächst auch die umstrittene Werbekampagne aus dem vergangenen Jahr dokumentieren: Der Förderkreis hatte mit einem Riesenplakat - darauf unter anderem zu lesen: "Den Holocaust hat es nicht gegeben" - am Pariser Platz für Unverständnis gesorgt.

Das Plakat wurde vorzeitig wieder abgenommen. Der Projektionsraum am Rande des Denkmalsgeländes dürfte indes nicht so viel Aufmerksamkeit erregen. Etwas versteckt zwischen den umliegenden Bäumen, an einer breiten Durchgangsstraße gelegen, verschwindet er im lärmig-bunten Hauptstadtgetöse. Wie auch am Mittwochabend: Von der unweit gelegenen Hessischen Landesvertretung wehten satte Bläsersätze herüber. Die Brass Band des Hessischen Rundfunks spielte auf. Roland Koch gab sich die Ehre und hatte neben dem Glamourpaar Thomas und Shawn Borer-Fielding allerlei Politprominenz geladen.

Koch sprach vom "historischen Boden, auf dem wir stehen" - und meinte die an der Ebertstraße verlaufene Berliner Mauer aus längst vergangenen Zeiten. Dazu wurde am Buffet grüne Soße gereicht.


Frankfurter Rundschau 07.06.2002