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Katrink

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 11:33 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

In den Kreisen Segeberg, Neumünster findet unter der Schirmherrschaft der evangelischen Kirche die Studienreihe statt:
verstehen lernen... Juden und Christen:
gemeinsame Wurzeln-dunkle Geschichte-neue Wege

Zu folgenden Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen:

Ruth Lapide
"Der Messias als Zankapfel zwischen Juden, Christen und Judenchristen"

Die Hoffnung auf den Messias eint und trennt Juden, Christen und Judenchristen. Wer ist Jesus für Juden und Christen? Ruth Lapide ist Theologin und Historikerin. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann Pinchas Lapide durch zahlreiche Veröffent-lichungen und umfangreiche Vortragstätigkeit vielen Menschen eine neue, jüdische Sicht des Neuen Testamentes erschlossen.

Termin: 27.Februar 2002
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Neumünster, Anschar Gemeindehaus, Am Alten Kirchhof 4

Arno Lustiger
"Die Schoa(der Holocaust) und der jüdische Widerstand im Nationalsozialismus"

Unser Blick auf die Opferrolle des jüdischen Volkes im Nationalsozialismus birgt die Gefahr, zu vergessen, dass es einen breiten jüdischen Widerstand gegeben hat. Lustigers Arbeit ist die umfassende Darstellung des jüdischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Europa. Dabei wird das Vorurteil von der Passivität der Opfer gründlich revidiert.
Jüdische Widerstandskämpfer werden der Vergessenheit entrissen.

Arno Lustiger geboren 1924 in Polen, Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald, lebt seit 1945 in Frankfurt am Main. Er ist Mitbegründer der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und Ehrenvorsitzender der Zionistischen Organisation in Deutschland.

Termin: 20.März 2002
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Flintbek, Ev. Gemeindehaus, Dorfstraße 5 (bei der Kirche)


Daniel Kempin
"Mir leben eybik - lider fun getos un lagern"

Konzert mit Daniel Kempin, Frankfurt
Daniel Kempin ist Musiker, Entdecker und Interpret Jüdischer Lieder, mehrfach wurden seine Einspielungen ausgezeichnet.
Mit seiner Interpretation jüdischer Lieder und Texte vermag er Menschen zu begeistern. Er ist vielen Christen durch seine jahrelange Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag bekannt geworden.
Das jüdische Schicksal hat auf ganz besondere Weise die Musik geprägt. Die Erfahrung von Verfolgung und Vertreibung, aber auch die Liebe zum Leben und der Wille zum Überleben spiegelt sich in einer langen musikalischen Tradition.

Termin: 11.März 2002
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Bad Bramstedt, Gemeindehaus, Schlüskamp 1
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Peters

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 12:09 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Katrin!

Es gibt Juden und Christen, aber keine Judenchristen.

Es gibt keine juedische Sicht des neuen Testaments.

Jede andere ("offizielle") Sicht wird die Geister hier im Forum trennen und nur zum Streit fuehren.

Auch wenn Du nur zitierst aus dem Programm,
es kommt nicht gut an. Bitte akzeptiere es.

Da bitte ich um Vorsicht bei jedem Posting
und jeder wie auch immer gearteten Antwort darauf.

Vielen Dank.

peters
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Fritz7

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 01:30 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Peters,
Streit hier im Forum? Gibt oder gab es denn andereres hier und wozu sollte das Forum dienen, wenn nicht auch zum konstruktiven Streit (im gegenseitigen Respekt und ohne Besserwisserei gerade der Nichtjuden)

Deine Rede von juedischer und offizieller Sicht überrascht mich. Gibt es denn die eine allein verbindliche Sicht, ist es nicht gerade die lebendige Auseinandersetzung, das selbst denken von verschiedener Perspektive, das verstehen hilft?

Es gibt keine Judenchristen, sondern entweder das Eine ODER das Andere, da stimme ich zu. Es gab mal welche bis zum 4. Jh. Aber wenn nun andere Menschen für sich anderer Überzeugung sind und dafür auch für sich überzeugende Gründe haben, wo ist das Problem, solange sie nicht bedrängen und missionieren. Ich kann keins erkennen ...

Keine jüdische Sicht des Zweiten Testaments(NT)?
Mag sein, aber es gibt und gab in allen Epochen unbestreitbar namhafte jüdische Gelehrte, die sich damit und mit Jesus auseinandergesetzt haben von ihrer jüdischen Identität her und die damit auch viel zu immer neuem Nachdenken und Verstehenwollen über die Beziehung der Religionen beigetragen haben und denen ich auch einiges Neue(für mich neu, sonst weniger) als Christ verdanke und die ich auch deswegen hoch schätze.

Das macht Juden nicht christlicher und Christen nicht jüdischer und auch keinen neuen Synkretismus, einen Eintopf aus Patschwork beider Religionen, aber es macht die Standpunkte verständlicher für andere und darum bemühen sich eben auch heute noch religiös interessierte Menschen. Mir ist bekannt, das dies ein jüdisches Forum ist und "offiziell" keins des interreligiösen Dialogs, tatsächlich ist hier ganz überwiegend Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher politischer UND religiöser Prägung.

Ja, deinen mahnenden Aufruf zur Vorsicht wird mein Schreiben wohl weniger gerecht. Tut mir leid, ich will niemanden verletzen.

Fritz
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Peters

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 06:42 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Fritz,

ja, da gehe ich mit. Ich wollte nur erinnern,
dass es auch anders verstanden werden kann
ohne direkt zu erwaehnen, wie und von welcher
Seite jeweils. Wir scheinen uns da zu verstehen,
anders als wenn es etwas zu diskutieren gaebe
(auch schoen) oder gar Variante 3, Streit,
welche eben ich vorhab vermeiden wollte.

Beste Gruesse,

peters
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Iris

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 06:50 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

"Juden - Christen - Judenchristen" scheint sich als neue Sprachregelung einzubürgern! Im Dezember hat die Offensive Junger Christen eine Tagung unter diesem Titel veranstaltet.

Mit den "Judenchristen" sind dann die "messianischen" Juden gemeint, und auf diese Art und Weise versucht man durch die Hintertür eine historische Kontinuität zwischen den "Judenchristen" des 4. Jahrhunderts und den messianischen Juden zu konstruieren.

Ich glaube nicht, dass Ruth Lapide sich diesen Titel ausgesucht hat. Als Vortragende/r hat man auf die Titelgestaltung der Veranstalter leider oft keine Einflussmoeglichkeit.

Viele Gruesse

Iris
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Fritz7

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 08:13 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Iris
die alte Geschichte: Unter dem großen Dach einer überwiegend uninformierten und uninteressierten ev. Kirche haben auch Pfingstler, Charismatiker, GGE, Pietisten, Evangelikale etc. ungestört ihre warmen und unausgeleuchteten Ecken.

"Judenchristen", "messianische" Juden hört sich für mich inzwischen fast immer nach Pfingstler/GGE und ihren Tarn- und Unterwanderungsfreunde an. Da hilft nur eins (nur wann?): Spot genau drauf und laut und möglichst qualifiziert den antijüdischen Unfug anprangern ...

Neulich habe ich hier in einem kleinen christlichen Buchladen "Das Jüdische Neue Testament" von Stern entdeckt, schön herausgestellt nach vorn vor den anderen Bibeln.
Auf Frage nach dem angestrebten Leserkreis die Auskunft: Für interessierte Menschen auch anderer Religionen, die eine besonders genaue authentische Übersetzung suchen ... und sie hätten sie schon einige Male verkauft so um Weihnachten herum ...
Folge: Eine etwas ausgiebige Diskussion um den Etikettenschwindel ... Die Verkäuferin mag guten Glaubens aber fehlinformiert gewesen sein vom Verlag ... Offenbar hatte auch keiner der Stammkundenpastoren etwas Kritisches dazu gesagt.

Fritz
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MiJu

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 08:33 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

ja, ja, weil der Herr Stern (Übersetzer vom "jüdischen Neuen Testament) eine so herausragende Kompetenz hat, was Übersetzungen betrifft. Der Herr ist Betriebswirtschaftler!!!
Jesus ist Jeshua, die Jünger sind "talmidim" etc. und dann heißt es nicht mehr Jesus und seine Jünger, sindern Jeshua und seine Talmidim.
In der Ecke rechts unten steht dann Jeshua=Jesus, Talmidim=Jünger, Schüler

In den einschlägigen evangelischen Kreisen lassen sie keinen reden, der nicht mindestens einen Doktor in Judaistik hat, also ausgewiesener Fachwissenschaftler ist ...

MiJu
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Katrink

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 09:49 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo zusammen,

um hier eins klarzustellen. Diese Studienreihe hat mit Missionierung absolut nichts zu tun. Es geht darum, Christen das Judentum näherzubringen; es geht darum die Vorurteile, die Christen dem Judentum entgegenbringen zu beseitigen; es geht darum Christen begreiflich zu machen, welche Mitschuld das Christentum am Antisemitismus und am Holocaust trägt.
In dieser Studienreihe geht es auch darum, das Juden zu Wort kommen und Christen einmal zuhören.

Zu den Vortragenden gehören unter anderen:
- Aniter Lasker-Wallfisch
- Prof.Dr. Felice Bat Chanan
- Ruth Lapide
- Rahel Gabriele Fink, Synagoge Lübeck
- Arno Lustiger

Ich möchte einfach auch Juden zu diesen Veranstaltungen einladen, um sich an dem Dialog der stattfinden soll zu beteiligen, ihnen die Möglichkeit geben, von ihren Erfahrungen mit Christen zu sprechen.
Diese Studienreihe ist auch dazu initiiert worden, um rechter Gewalt und Antisemitismus durch Aufklärung entgegenzutreten.

Sollte es hier anders vestanden werden, bedauer ich es zutiefst, denn nichts liegt mir ferner als zu missionieren.

Herzlichst
Katrin
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Fritz7

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 10:36 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Katrink:
Nein, der Nordelbischen und dem KK Neumünster unterstelle ich mit der Studenreihe keine Missionsabsichten, sondern das Bemühen um ehrliche Aufarbeitung alter Sünden und faire Begegnung der Religionen.

Das ist zunächst für C. wichtig, aber ich denke mit Dir, daß starke jüdische Beteiligung wünschenwert ist, damit nicht wieder C. nur ÜBER Juden reden sondern MIT Juden.

Die Bitterkeit über den hoffentlich unbedachten Gebrauch des Begriffs Judenchristen kommt aus anderen Erfahrungen mit fundamentalistischen C. u.a. in Berlin, die heftig und unfair jüdische Zuwanderer ohne hinreichende Sprach- und Religionskenntnisse unter Vorspiegelung einer pseudojüdischen Identität missionarisch bedrängen und gezielt Missionare für die Judenmission ausbilden.

Das hat einiges Porzelan zerschlagen zwischen Juden und Kirche,weil solche Mission von vielen Juden als eine Art 2. Holocaust empfunden wird, zumindest aber als antijüdische Rücksichtslosigkeit von Kirchens. Mich hats auch als C. "auf die Palme" gebracht Vergl.: http://www.judentum.org/judenmission/index.htm Dahin gehört eben auch das sog. Jüd.N.T.

Ich hoffe, daß jetzt die Zusammenhänge für Dich klarer sind.

Fritz
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Fritz7

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Posted on Sunday, February 03, 2002 - 11:14 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@MiJu: Ja, das zu D. Stern ist bei der Buchhändlerin zur Sprache gekommen, auch daß der Urtext aus dem Griechischen durch doppelte Übersetzung zunächst ins Amerikanische, dann ins Deutsche unter willkürlicher Hinzufügung jüdischer Namensschreibweisen nicht besser geworden sein kann und daß das Buch auch nichts daran ändert, daß Jesus für Juden nicht der Messias ist. Aber fund. C. sind geschäftstüchtig und der Verlag auch ...

Fritz
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Psalter

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Posted on Monday, February 04, 2002 - 01:11 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Aber, aber! So schlecht ist die Übersetzung von D. Stern nun auch nicht! Ich habe nämlich auch schon darin herumgeblättert. Er hat sich schon ein paar Gedanken gemacht, was im übrigen in seinem Komentar zu dieser Übersetzung deutlicher wird: Daß das Christentum ihre eigenen - fern vom Judentum, was wiederum völlig ihrer Theologie wiederspricht - Übersetzungen und Anschaungen an den Menschen zu bringen versucht, weißt er anhand seiner Übersetzung nach - finde ich!
Norbert
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Katrink

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Posted on Monday, February 04, 2002 - 09:03 am:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Fritz7,

Vielen Dank für den tollen LINK, es wird dadurch vieles deutlicher.

Ich werde auf den Veranstaltungen dieser Studienreihe das Problem ansprechen, und hoffe, daß sich die Kirche nächstes mal mehr Gedanken über den Gebrauch von bestimmten Bezeichnungen macht, um solche Mißverständnisse zu vermeiden.

Viele Grüße
Katrin
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Rosmarie

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Posted on Tuesday, February 05, 2002 - 06:03 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Fritz7 und MiJu

diskutiert Ihr da nicht über etwas, das Ihr nicht kennt? Mir hat das JNT von David Stern und der Kommentar sehr zu einer anderen Sicht (gegen das Christentum) veholfen. Die Verwendung hebräischer Wörter bewirkt, dass in manchen Fällen der Textinhalt verändert wird (meine Meinung). Das Problem ist nicht unbedingt das NT selber, sondern das, was die westliche Welt daraus gemacht hat. Das ist mit der Heiligen Schrift auch so. Was Christen da herauslesen ist vielfach voll daneben.

liebe Grüsse Rosmarie
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Fritz7

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Posted on Tuesday, February 05, 2002 - 09:06 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Rosmarie:
doch, ich kenne das JNT. Ich habe niemals behauptet, daß der Text und Kommentar nicht zu anderen Einsichten verhelfen kann. Ich bezweifele allerdings sehr, daß diese text- und sachgerechter sind. (..und der Titel JNT ist schlicht irreführender, reißerischer Humbug) Alle Theologen in 2 Jahrtausenden waren schließlich nicht NUR vernagelt, haben nicht vorsätzlich und ohne Korrekturen nach Forschungsfortschritten den Urtext verfälscht und müssen jetzt durch einen Laien zur rechten Übersetzung verholfen werden.

Der Urtext war griechisch, niemals hebräisch und stammt zeitlich aus der Gemeinde nach Jesus, also aus der zweiten Hälfte des 1. bis in die 1.Hälfte des 2.Jh. u.Z. Manches Wort, das Jesus untergeschoben wurde und manche feindlich klingende Auseinandersetzungen mit jüdischen Gelehrten ist schlicht redaktionelle Zutat späterer Zeit, wissen wir heute.

Ich stimme Dir zu, daß c. Antijudaismen überwiegend nicht im Text (und Übersetzung) der hebr. Bibel und auch des 2. Testaments und erst recht nicht im Leben des Juden Jesus (oder menetwegen auch Jeshua) ihren Ursprung haben, sondern in der Auseinandersetzung der späteren Gemeinde im jüd. Umfeld und mehr noch im blinden Judenhass in der Kirchengeschichte. Viele Auslegungen sind daneben, weniger der Text und seine Übersetzung.

Folglich scheint mir im Umgang zwischen Juden und Christen auch weniger eine neue Übersetzung weiterzuhelfen, auch nicht das JNT, sondern eine angemessene Interpretation der Lehren ohne antijudaistische Vorurteile.

Freundliche Grüße
Fritz