| Author |
Message |
   
Inges
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, March 14, 2002 - 02:14 am: |
|
Liebe Leser, wenn ich eine Inschrift in dieser Sprache verfassen möchte, sagt man dann auf Ladino? Oder in Ladino? Oder muss es heißen auf/in Dzhudezmo? Ich fand auch die Schreibweise Djudezmo - weiß jemand, wie sich das genau verhält? Interessierte Grüße, Inges |
   
carol
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, March 23, 2002 - 02:11 pm: |
|
hallo inge, korrekt im deutschen ist: "auf ladino" - "in ladino" heisst es im englischen. man unterscheidet zwischen der verwendung als substantivisch gebrauchtes adjektiv: "auf ladino", und dem direkten gebrauch als substantiv: "im ladino" - weil es ja "das ladino" heisst. "djudezmo" ist die romanischsprachige variante von "ladino" (im spanischen, italienischen, französischen), "dzhudezmo" die englische transskribierung hiervon. jetzt hast du die wahl zwischen sechs möglichkeiten :-) gruss carol |
   
Mm207
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, March 25, 2002 - 08:51 am: |
|
Hallo Carol, hallo Inge, es ist auch richtig "in Ladino" zu sagen, z.B. die Geschichte ist in Ladino abgefasst (die Großschreibung ist eine Folge der Rechtschreibreform). Man kann also ein Buch auf oder in Englisch, Deutsch usw. schreiben, oder ein englisches Sprichwort ins Französische (ins Ladinische ?) übersetzen. Recht kompliziert das alles, ich weiß. Viele Grüße Monika |
   
Carol
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, March 25, 2002 - 09:21 am: |
|
@mm207 Stimmt: "in Ladino" ist auch korrekt.
"ins Ladinische ?" - Ladino bleibt im Gegensatz z.B. zu "Französische, Griechische etc" unverändert. - Richtig: "ins Ladino" Carol |
   
Inges
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, March 25, 2002 - 08:38 pm: |
|
Liebe Carol und Monika, ich danke Euch. Jetzt ist es mir deutlich und ich bin froh darüber. Ganz herzliche Grüße, Inges |
   
Bernd Schlüter
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, May 09, 2002 - 03:08 pm: |
|
Kombiniere: Dieses Ladino hat ja wohl nichts mit dem Rumauntsch im Engadin und dem Ladino in Südtirol und dem Friaulischen zu tun, dass man auch bis auf den Balkan spricht? Ich denke mal, das ist fast reines Spanisch oder dem Esperanto ähnlich und jemand, der Ladino spricht, hat im Ladinischen seine Schwierigkeiten? |
   
Mm207
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 10:00 am: |
|
Hallo Bernd, es ist so, wie Du sagst: Die Sprachgruppe der Zentral- und Ostalpen, die Du meinst, sollte besser Ladinisch oder Rätoromanisch genannt werden, um Missverständnisse zu vermeiden (wobei letzterer Begriff natürlich nicht das Gebiet zum Noricum und Friaul abdeckt). Das Ladino genannte Spanisch der sephardischen Juden auf dem Balkan hat damit nichts gemein (außer dem romanischen Ursprung, der allen diesen Sprachen zugrunde liegt). Monika |
   
Carol
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 10, 2002 - 12:28 pm: |
|
@bernd schlüter auf den spuren von Moshe Ben Maimon ladino: language and script ladino - ladinisch |
   
Bernd Schlüter
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, May 11, 2002 - 03:03 pm: |
|
Danke Monika, Carol! Ich fürchte mal, dass ich das sephardische Ladino wenigstens mühsam verstehen würde. Hier an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf habe ich ein paarmal Jiddisch-Vorlesungen besucht, um festzustellen, inwieweit Jiddish und die Sprache zur Zeit Maximilians I. von Habsburg verwandt sind. Feststellung: Kaum Probleme, das Jiddisch scheint bei der damals im südlicheren Deutschland und in Burgund gesprochenen Sprache stehen geblieben zu sein. Nur dieses hebräische Alefbet mit den dem resh so ähnlichen Buchstaben ist mühsam zu erlernen. Für mich lohnt sich das ja nicht. Zur Geschichte: nach den mir glaubhaften Quellen gab es hier in Deutschland nach der Vertreibung der sephardischen aus Spanien die nachhaltigste Vertreibung der deutschen Juden hinter die östliche Grenze. Jiddisch scheint auf der Stufe des damals gesprochenen Deutschs stehen geblieben sein. Die Vertreibung damals war wohl die "geordnetste", und damit nachhaltigste, die je stattfand, 50% Sondersteuer, ansonsten keine Grausamkeiten und eine gute Organisation und Hilfe beim Aufbau jüdischer Städte im Osten als Bollwerk gegen den Islam. Aber in allen Geschichtsbüchern steht das anders. Wer Jiddisch beherrscht, müsste eigentlich die originalen Schriften von Maximilian I. ziemlich problemlos verstehen. Damals bestand ein riesiger Geldbedarf, um das Abendland davor zu bewahren, vom Islam des Mehmet II und Suleimans des Grausamen überrannt zu werden. Die Hanse und die Protestanten, also bis zu 90% Deutschlands hatten sich allen Verpflichtungen entzogen. Wie immer, mussten die Juden (und auch Indios) daran glauben und die reichen Hofjuden und die Hanse wurden großenteils von den Fuggern ersetzt. Westeuropa wurde nicht moslemisch. |
   
Maximilian1
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, May 13, 2002 - 07:46 pm: |
|
Frage zu Esperanto: Die vier sephardischen Jüdinnen und Juden, mit denen ich vor 35 Jahren Spanien entdeckte, konnten zum Teil ein wenig Esperanto. Gibt es positive Erfahrungen damit, ob man mit dieser Sprache weiterkommt? Ich habe nur wenige Leute getroffen, die ein wenig Esperanto beherrschen. Wie ist Eure Erfahrung mit dieser Sprache, oder sollte man gleich beim Spanischen bleiben? Wenn ich unter google nachfrage, wird ein sehr positives Bild erzeugt. Meine Erfahrungen sprechen aber eher dagegen. Ich komme sowohl mit Spanisch wie mit Italienisch weiter. |
   
Inges
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, May 13, 2002 - 10:24 pm: |
|
Hallo Maximilian, Esperanto war wohl mal richtig in Mode, da haben viele Leute das gelernt. Aber diese "Kunstsprache" hat sich nicht durchsetzen können. Ich glaube, es ist heute wenig sinnvoll, Esperanto zu erlernen. Da scheint mir Jiddisch reizvoller und in der Tat, Spanisch und Italienisch, auch Französisch - da hast du mehr von. Herzliche Grüße, Inges |
   
Maximilian1
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, May 16, 2002 - 02:02 am: |
|
Hallo Inges, es muß ja wohl seinen Grund haben, dass nur lebendige Sprachen gerne gesprochen werden und es war sicher nicht allzu leicht, Hebräisch wieder mit Leben zu erfüllen. Frau Aptroot, die Lehrstuhlinhaberin für Jiddish hier in Düsseldorf, versucht das gleiche mit dem Jiddischen, das ja durch die vielen Zuwanderer aus Osteuropa wieder öfter in seinen vielen lebendigen Formen zu hören ist. Wer aus dem Osten kommt, spricht ja immer irgendein Idiom, das dem Jiddischen zumindest ähnlich ist, da gibt es vom Sprachlichen keine Barriere. Ich hatte mich aus Verlegenheit hier für allgemeine Sprachwissenschaft angemeldet, ein unendlich trockenes Gebiet samt den Kunstsprachen einschließlich Computersemantik, die man hier eingehend pflegt. Ein Gebiet, das mich sehr angesprochen hatte, war das Ladinische Graubündens, das verbotenerweise auch in Südtirol gepflegt wurde (sozusagen antiitalienisch) und da musste ich hier natürlich nachfragen. Zai Tian! (auch so ein Fragment einer fernen Sprache, die für uns ungleich schwerer zum Leben zu bringen ist), Dann doch lieber dies: http://home.arcor.de/gereon.janzing/etnobo_r.htm buna notg! Bernd |
   
Carol
* New Member Username: Carol
Post Number: 54 Registered: 03-2002
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, August 12, 2002 - 04:52 am: |
|
UNESCO STELLT LADINO UNTER SCHUTZ SAVING THE JUDAEO-SPANISH LANGUAGE AND CULTURE Judy Frankel (sound-clip) |
   
Pierre Unregistered guest
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Monday, August 12, 2002 - 11:50 am: |
|
Fantastik eure Musik! Kann es sein, das ihr noch an Frieden glaubt? http://www.hagalil.com/musik/suzy.ram Bedankt! |
|